Mein Hund bellt Spaziergänger an?

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10 Antworten

Hallo, ich hatte so eine Fall in der Nachbarschaft. Die Hunde haben sehr Agressiv gebellt wenn jemand auf dem Bürgersteig am Haus vorbei lief. 

Irgendwann hat sich ein Kind auf dem Fahrrad erschreckt und ist hingefallen. Das Kind war erst 5 Jahre und dürfte daher auf dem Bürgersteig fahren. Die Familie war in der Nachbarschaft zu Besuch und kannte daher die Situation nicht.

Es erfolgte eine Anzeige gegen die Hundehalter. Die mussten daraufhin einen neuen Innen-Zaun ziehen damit die Hund nicht mehr so nahe an den Eigendlichen Zaum kommen. 

Außerdem mussten sie dem Kind Schmerzensgeld zahlen da es sich bei dem Sturz leicht verletzt hat.

Rein Rechtlich reicht es also wenn dein Hund einen Menschen erschreckt und die Person daraufhin zu Fall kommt.

Also ich bin Hundebeitzer, und gehe meist von anderen aus, die mit HUnd nicht viel zu tun haben. Es gibt unter diesen ja auch wie bei den Hundehaltern die veschiedensten Meinungen. Wenn ich mir nun vorstelle,ich mag keine Hunde, wurde schon mal von einem gebissen... dann versteht man, dass einen so ein Hundeverhalten stört. Deshalb versuche ich meinen Hund so zu erziehen, dass er nach Möglichkeit keinem auf die Nerven geht. Das heißt wenn er bellt wird er zur Ruhe korrigiert, er weiß aber auch, dass wenn es ihm suspekt ist darf er knurren, bis ich auch dies nicht mehr akzeptiere. Wenn er dann merkt, dass alles O.K. ist freut er sich, dass er mich informiert hat und wird gelobt. Man hat mir mehrfach gesagt, dadurch dass in seiner Rasse ein Spitz drin ist, wird er wohl immer bellen, aber ich habe fleißig gearbeitet mit ihm und mir und wir haben es meist im Griff. Vorraussetzung ist die richtige Auslastung, wenn er diese nicht hat hab ich manchmal noch Probleme. Viel Spaß beim Üben, ich würd es versuchen abzugewöhnen, denn so ein Verhalten nervt einfach.

Das solltest du ihn zwingend verbieten. Fast alle Hunde mögen gerne am Zaun herumbellen. Selbst meine, die nun rassetypisch null Wachinstinkt haben, würden das gerne tun, wenn ich es ihnen dann erlauben würde. Aber das musst du nicht dulden!

Ja, sobald sich ein Bürger bedroht fühlt und ständig erschreckt wird, kann er Anzeige erstatten. Selbst dann, wenn eigentlich keinerlei Gefahr vom Hund aus gehen kann, was der Bürger ja nicht weiß. Mit einer Belehrung ist zunächst zu rechnen.

Der Zaun könnte ein Loch haben, der Hund drüberspringen etc. Betrachten sich Mitmenschen durch Tiere belästigt, dann ist der Halter für Beseitigung dieser Umstände verantwortlich.

Hunde zeigen Territorialverhalten und machen das, zu was sie da sind- schützen, warnen. Ganz natürlich, aber nicht zeitgemäß. Hunde haben sich anzupassen. D.h. heute Erziehung um ihnen diesen Schutztrieb abzugewöhnen und sie der Gesellschaft anzupassen.

Fast jeder Eigenheimbesitzer mit mehr oder weniger qm Grundstück hat einen Hund. Wunderschön, aber gehe durch so eine Siedlung und wirst von allen Seiten angekläfft. Macht keinen Spaß.

Deshalb muss entsprechend erzogen werden. Vermittlung, Passanten sind normal und keine Gefahr für Grund und eigene Leute. Dieses Training ist langwierig wenn Fifffi schon einige Zeit auf Verteidigung aus ist.

Für dieses Anti-Verteidigungs-Training ist Grundgehorsamkeit als erste Baustelle unumgänglich. Sitz, Platz, Bleib usw. sowie das richtige Timing und viel Geduld/ Konzentration. Kommt ein Passant (kann man mit Bekannten üben), wird der Hund mit bereits festsitzenden Gehorsamkeitsübungen abgelenkt und mächtig gelobt, wenn er sie trotz "Feind" draußen absolviert. Somit wird u.a. kontinuierlicher Abruf gefördert. Das "Feindbild" bleibt jedoch bestehen, weshalb daran durch Umkonditionierung weiter gearbeitet werden sollte. Im Sinne, die Leute sind da draußen klasse und tun nichts und alles ist o.k. Für Entspannung gibts Belohnung. Klingt kompliziert, ist es jedoch nicht. Ein erfahrener Hundetrainer vorort kann Dir damit auch helfen.

Nun dein Revier hört beim Gartenzaun auf, dein Hund hat niemanden der daran vorbei geht zu verbellen.

Ruhestörung ist gerade die harmloseste Anzeige die du dir einhandeln kannst.

Wie andere schon geschrieben haben, wenn jemand vor Schreck stürzt oder dein Hund ein Loch im Zaun findet, hast du ernsthafte Probleme.

Dass Hunde am Zaun oder wenn es klingelt bellen, ist immer falsche (meist unbewusst) Erziehung.

Geh nachsehen wenn dein Hund bellt und nimm ihn vom Zaun weg. Sag ihm, dass alles ok ist.

Du bestimmst, wer "gefährlich" ist, nicht dein Hund.

Niemals dem Hund laut hinterher rufen, er wird sich nur bestätigt fühlen. Wenn er bellt und du hinterher "bellst", zeigst du ihm, dass es richtig ist zu bellen. Der Hund weiss also gar nicht, dass er etwas falsch macht.

Könnte es auch sein, dass deinem Hund elend langweilig ist?

In der Rechtssprechung spricht man davon, dass man seinen Hund so zu halten hat, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Besteht auch nur die Gefahr, dass sich Passanten und andere Tiere erschrecken könnten, dann darf man eben auch von einem gewissen Potenzial an Gefahren sprechen. Ganz Egal ob es sich um einen Balkon oder um einen eingezäuntes und blickdichtes Grundstück handelt. Konsequenzen kann dies auf jeden Fall haben. Gebührenpflichtige Anordnungen und Bußgelder vom Ordungsamt. Geldstrafen, Vorstrafen und eben auch die Übernahme der Kosten der medizinischen Versorgung bei Unfällen. Sachbeschädigung. Selbst wenn fremde Hunde beteiligt sind. Je nach Lage des Grundstücks kann am Ende sogar die fahrlässige Tötung im Raum stehen. 

Wenn bei dir dieses Problem besteht, kann ich dir nur empfehlen den Zaun bis auf weiteres als Tabuzone zu erklären und dem Hund generell die Entscheidung "Ich muss mich um Eindringlinge und die Bedrohung kümmern" abnehme. Auch Wachhunde dürfen sich am Zaun nicht entsprechend auslassen.

Nein. Der Hund ist gesichert und darauf kommt es an.

Ein Hund schlägt nun mal an, wenn er begriffen hat, daß das Grundstück, auf dem er lebt, sein Revier ist.

Bin mir nicht sicher aber ich glaube nicht. Du meinst bestimmt , wenn sich zb ein Radfahrer erschreckt und fällt. Das einzige was evtl. Passieren könnte ist ärger wegen Ruhestörung

ja genau, wenn jemand vom Fahrrad fehlt, was bei uns unmöglich ist, da ist ein steiler Weg und immer wieder kommen paar stufen dazwischen, oder so was ähnliches...

und was Ruhestörung angeht - ist auch nicht der Fall - der Hund schläft in der Nacht drin, und ist auch relativ selten, zumindest jetzt bei dem Wetter, allein draußen.


Das kann aber trozdem passieren und passiert auch, dass die Passanten angebellt werden...

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Hmpf. Rechtlich vermutlich nicht, wenn's nicht auf nächtliche Ruhestörung oder sowas rausläuft...

Manno. Bei Deinen ersten Sätzen habe ich schon gedacht Du bist tatsächlich mal ein Hundehalter, der sich um andere Menschen sorgt...

Ja, sorg ich auch.

Allerdings, mein Hund hat noch niemandem was angetan, und wir leben relativ abseits, gerade wegen dem Hund.

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@Alena1976

Die drei häufigsten Sätze von Hundehaltern: "Der tut nix.", "Der will nur spielen.", "Das hat er ja noch nie gemacht." ;-)

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@pythonpups

nein, mein Hund will nicht bloß spielen, wenn jemand unerlaubt grundstück betritt, und mir ist bewusst, dass mein Hund, einfach so wie er ist, Angst machen kann, das ist schlißlich ein Dobermann.

und genau das
"Der will nicht nur spielen."
steht  auf 4 Schilder um mein Haus herum.

damit wollte ich nicht um Sicherheit meines Hundes sorgen, dem kann ja nichts passieren, nur wenn jemand eine Waffe dabei hat, sondern um Sicherheit der Menschen, die reingehen würden: postboten z.B.

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@Alena1976

Dass der Dein Grundstück bewacht ist natürlich völlig OK und Dein gutes Recht. Aber Spaziergänger, auch wenn's nur wenige sind, haben auch das gute Recht auf einer öffentlichen Strasse nicht zu Tode erschreckt zu werden. Und ich finde es ist Dein Job, dafür zu sorgen, dass das nicht passiert. Grade ein Dobermann kann einem ganz schön Angst einjagen. Speziell wenn Kinder dabei sind, die werden dann auf Augenhöhe angebellt. Keine schöne Erfahrung. Keine Ahnung, was der Gesetzgeber dazu sagt, aber der sollte eigentlich auch nicht nötig sein, um das zu erkennen.

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@Alena1976

Diesbezüglich gibt es auch schon einiges an Urteilen. Aufgrund der Schilder ist anzunehmen, dass du dir bewusst über die Gefahr bist. Danach wird eine entsprechende Strafe bei Vorfällen sehr viel härter und gewichtiger ausfallen.

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Was soll schon passieren ? Glaubst du das jemand dich anzeigt ?

Werde jeden Tag von Hunden angebellt, sogar von Menschen.

von Menschen, nehme ich an, öffter, als von den Hunden)))

ich auch, deswegen war ja die Frage...neulich ne Frau hat mich einfach fertig gemacht: es kann nicht sein, dass mein Hund so laut bellt, wenn es schon dunkel ist.

Und Argumente, dass mein Hund auf meinem Grunstück bellt, nicht beißt etc... haben gar nix gebracht. Hund soll weg bleiben, wenn gute Frau lust hat, da vorbei zu laufen.

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