Mehrfachsteckdosen?

3 Antworten

Mehr als 10 A (2300 W) sollte man bei Mehrfachsteckdosen grundsätzlich nicht als Dauerlast haben. Die Kontakte der Steckdosen sind einfach nicht dafür ausgelegt, auch wenn dort 16 A draufsteht.

Was das Hintereinanderschalten von Mehrfachsteckdosen und Verlängerungen betrifft:

  • Mit jeder Steckverbindung entsteht ein Übergangswiderstand. Mit steigender Leistung werden die Kontakte der Steckdosen dann durch den Spannungsfall selber zum Verbraucher, werden heiß und können Brände auslösen.
  • Der Schutzleiterwiderstand erhöht sich und könnte einen unzulässigen Wert erreichen. Das kann dazu führen, dass bei einem Fehler eine unzulässige Spannung auf einem Gehäuse anliegt und man einen Stromschlag bekommt.

Wenn schon solche Kaskadenschaltungen verwendet werden, dann nur so:

  • kurze Leitungen/Leitungswege
  • sternförmige Verdrahtung. Die "längste" Steckleiste am Anfang, darauf die "kurzen" Steckerleisten
  • die größten Verbraucher immer am Anfang der Steckleiste stecken, also dort, wo die Leitung eingeführt ist.
  • ständige Überwachung der Steckleisten, wenn alle Geräte in Betrieb sind

Nach der deutschen DIN-Norm VDE 0620 müssen bewegliche Mehrfachsteckdosen beziehungsweise Steckdosenleisten auf dem Produkt oder auf der Verpackung folgende Hinweise enthalten:

  • Steckdosenleisten dürfen nicht hintereinander gesteckt werden.

Insbesondere günstige Steckdosenleisten haben oft nicht den erforderlichen Kabelquerschnitt von 1,5 Quadratmillimetern. Sie halten also nicht einmal 3.680 Watt Leistung aus und überlasten schneller... 

Wichtig ist, dass die Mehrfachsteckdosen nicht überlastet werden, also die maximale Wattangabe, die man auf der Unterseite der Steckdose findet, durch die Endgeräte nicht überschritten wird. Bei den meisten liegt dieser Wert bei 3600 Watt. Wenn man mehr anschließen sollte, kann die Steckdose zu heiß werden und gegebenenfalls einen Brand verursachen.

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