"macht stadtluft frei und gleich":HILFEEEE HA für die schule!gute ideen!

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also die Frage ist etwas komisch...Der Spruch "Stadtluft macht frei" bezieht sich auf einen Paragraphen des Reichsgesetzes, der jeden Leibeigenen zu einem freien Buerger macht, wenn er sich ein Jahr und einen Tag in einer Stadt aufhaelt (vorausgesetzt die Stadt war als solche anerkannt).

Das funktioniert natuerlich nur, wenn der Betreffende einen Job in der Stadt bekommt und dann nach einem Jahr das Buergerecht in dieser Stadt beantragt. Dazu haette man sich natuerlich auch als Handwerker oder Haendler verdingen koennen, allerdings brauchte man dazu die Zustimmung der entsprechenden Gilde...

Ein Bettler konnte das eigentlich nicht erreichen, es sei denn (wie oben gesagt) er bekam einen Job...

Stadtluft macht frei? Für viele Unfreie waren die Städte, die seit der zweiten Hälfte des 12. Jhs. von adligen und geistlichen Herren gegründet wurden, die Stätten ihrer Sehnsucht. Schienen doch hier erst Freiheit, Unabhängigkeit, Reichtum und Glück für alle Menschen Realität werden zu können. Aber schon bald zeigte sich in den aufstrebenden Städten des 14. und 15. Jhs., daß nicht jeder seine Wünsche erfüllt bekam.

Mit "Stadtluft macht frei" wird der im alten Reich gültige Grundsatz bezeichnet, dass ein Bauer nach "Jahr und Tag" (d.h. nach einem Jahr und einem Tag), die er in einer freien Reichsstadt gelebt hat, frei von Leibeigenschaft und Frondiensten wurde. Die Redewendung selbst, wurde allerdings erst durch die Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts geprägt.

Was möchtest Du wissen?