Lernt man denn heute in der Schule nicht mehr wie ein Bewerbung geschrieben wird?

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Das Thema "Bewerbung/Lebenslauf" ist Thema im Deutschunterricht des 9. und 10. Schuljahres; gleichzeitig kann es im Fach Wirtschaftslehre und im Informatikuntericht behandelt werden. Die entsprechenden Lehrwerke für das Fach Deutsch (Sprachbücher) behandeln es (meist) ausgiebig über mehrere Seiten. Es dürfte also kein(e) Schüler(in) die allgemeinbildenden Schulen verlassen, ohne mit dem Thema vertraut gemacht worden zu sein. Auch in den Informationsschriften der ARGE (BIZ) sind Muster abgedruckt und erklärt. Ich persönlich verstehe die vielen hier in dieser Plattform gestellten Fragen zu diesem Thema auch nicht, habe aber meist "brav" geantwortet, um zu helfen.

Das Problem ist nur, dass sich die Leherer gegenseitig auf sich verlassen und denken, die Schüler lernen das schon im anderen Fach. Wir zum Beispiel haben nicht in einer Stunde gelernt, wie man eine Bewerbung schreibt! Kein einziges mal! Als wir dann dieses Jahr von der Schule aus ein Praktikum machen mussten, wusste natürlich kein Mensch, wie man so eine Bewerbung schreibt! Ich habs dann aus dem Internet gelernt, so wie wahrscheinlich der Rest der Klassen. Spricht man Lehrer darauf an, wird man ignoriert. Am Gymnasium ist es aber wahrscheinlich wichtiger zu wissen, dass die Chromosemzahl bei der Gurke 2n=14 beträgt, zu lernen wie man eine Bewerbung schreibt ist anscheinend egal :/

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An Münchner Gymnasien wird es ganz sicher gelehrt und zwar in der 9. Klasse. Musste nämlich die Bewerbung meiner Nichte Korrektur lesen. Ob das generell auf dem Lehrplan steht, weiß ich allerdings nicht.

Ich habe 1989 Abitur gemacht; damals hielt man das für Gymnasiasten für nicht nötig. Bewerbungen schreiben - das war etwas für Realschüler.

So weit ich weiß, hat das jetzt in der 8. Klasse auch im Gymnasium Einzug gehalten.

und bis zur 12. /13. Klasse hat man es dann wieder vergessen ;-)

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Also wir (9. Klasse, Gymnasium) haben das dieses Jahr in ,,Wirtschaft & Recht'' besprochen. Möglicherweise gibt es so viele Fragen, weil die Leute unsicher sind.

Darf ich in diesem Fall noch eine Antwort "nachlegen"? 1. Ich behaupte mal, dass das genannte Thema in den Lehrplänen und Richtlinien a l l e r Bundesländer steht (daher ja auch das Thema in den Lehrbüchern!). 2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Klassenleiter von Abgangsklassen dieses Thema n i c h t im Unterricht behandelt. Zumindest kann er Hinweise geben oder die zahlreichen Infoschriften (ARGE; Bundesministerium für Arbeit; alle kostenlos!!!) verteilen bzw. Internet-Hinweise geben. 3. Sollte es tatsächlich eine Lehrperson geben, die daran nicht denkt: Schüler haben auch Rechte; der Klassensprecher kann den Klassenleiter oder einen Fachlehrer bitten, das Thema im Untericht zu behandeln, z. B. in der Zeit, in der die Klausuren geschrieben worden sind, also vor den Konferenzen und am Ende eines Schuljahres. Dann müsste die Lehrperson schon gewichtige Gründe nennen, die gegen das Thema sprächen. 4. Schließlich haben die Eltern Mitverantwortung. Sie können sich auch an die Schule wenden und zur Behandlung des Themas auffordern. 5. Zu "verstehen" gibt es da nicht viel, auch "stupides Auswendiglernen" ist nicht angesagt. Es geht um formale Dinge, da gibt es genug Muster; es geht um das Trainieren verschiedener Satzmuster zu den 5 oder 6 Punkten des Bewerbungsschreibens, das kann und muss im Unterricht oder als zu korrigierende Hausaufgabe geübt werden. Ein kluger Schüler heftet sich dazu Unterlagen in einer "Bewerbungsmappe" ab, auch die im Unterricht erarbeiteten Dinge, so dass er bei Bedarf darauf zurückgreifen kann. 6. Das Internet bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich auch über dieses Thema zu informieren! FAZIT: Es ist mit Sicherheit nicht unseren Schulen anzulasten, wenn die Kenntnisse über "Bewerbung/Lebenslauf" augenscheinlich so lückenhaft sind, dass hier oder anderswo andauernd nachgefragt wird!

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