Könnten wir überhaupt noch in der Wildnis überleben?

...komplette Frage anzeigen
Support

Liebe/r MissUnknown2014,

Deine Frage hätte eigentlich gelöscht werden sollen. Aufgrund der vielen tollen Antworten wäre es aber aus unserer Sicht sehr schade gewesen, zu diesem Zeitpunkt noch eine nachträgliche Löschung durchzuführen und die Antwortgeber damit zu „bestrafen“. Aus diesem Grund haben wir die Frage nun ausnahmsweise nur geschlossen. Bitte beachte dies in Zukunft und stelle Fragen dieser Art, die keine persönliche Ratsuche enthalten, in unserem Forum: http://www.gutefrage.net/forum.

Herzliche Grüsse

Jenny vom gutefrage.net-Support

37 Antworten

Ich glaube das wir rein technisch absolut in der Lage wären. Selbst wenn alles ausfallen würde, so gäbe es doch auch für Unwissende in Bibliotheken und Buchhandlungen eine riesige Auswahl an Büchern, die einem von Ackerbau bis Hütte bauen alles genau erklären.

Viele würden wohl in ein Loch fallen. Was soll man mit dem Tag anfangen, wenn man sich nicht mehr den ganzen Tag von RTL verdummen lassen kann?

Ein Problem sehe ich hauptsächlich in den Besitzverhältnissen. Ich schätze das hier in München die allerwenigsten einen Ort besitzen wo sie etwas anbauen könnten. Jedes Fleckchen, dass für Gartenbau geeignet ist gehört irgendwem und diese Besitzer werden wohl versuchen andere von ihren potentiellen Ackergründen fern zu halten.

Vielleicht würde die Stadt aber auch den englischen Garten und alle öffentlichen Parks in Kleingartenparzellen umwandeln.

Solche Katastrophen können das Beste, aber auch das Schlimmste im Menschen hervorbringen.

Sicher. Vor allem, wer öfters Campingurlaub macht, kennt zumindest Solarduschen und Taschenlampen mit Kurbel. Auch kann man mit Hilfe einer Lupe oder Brille Feuer machen (ich hab´s noch nicht ausprobiert, aber wenn einer Wahrsagerin schon die Wohnung abbrennt, weil ihre Glaskugel bei Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas gewirkt hat - das stand mal in der Zeitung -, dann sollte so etwas auch in der Natur klappen).

Allerdings hätten wir dann auch allerhand Erzeugnisse aus unserer Zivilisation mitgenommen - so wie Robinson vor 400 oder 500 Jahren auf seiner Insel, wo praktischerweise gleich ein Schiff gestrandet war.

Auch die "Altgläubigen", die man vor ca. 30 Jahren in der Taiga aufspürte, hatten allerhand Kenntnisse aus der Zivilisation mitgenommen, selbst wenn sie ihr ganzes Leben in der Taiga verbracht hatten und nirgends registriert waren. Allerdings waren das Kenntnisse des 18. Jahrhunderts, die ihnen ihre Vorfahren beigebracht hatten.

Ganz von vorn wie die Steinzeitmenschen müssten wir wahrscheinlich nicht mehr anfangen. Aber wenn wir darauf zurückgeworfen wären, würde es sicher gehen.

Mich treibt allerdings eine andere Frage um: Wird es eine Wildnis, in der ein Überleben möglich ist, in Zukunft überhaupt noch geben? Wird nicht heute schon vieles zugemüllt, vergiftet und zerstört, so dass man auf Jahre hinaus das, was die Natur uns gibt, nicht mehr essen kann?

Nicht bei der Menge an Menschen. Es leben einfach zu viele Leute auf zu wenig Raum um alle ohne nur durch Technologie wie z.B. Kühlung möglichen Importe durchzufüttern.

Ich würd mir Hühner und Schafe halten, eventuell eine Kuh. Mit nem Bogen kann ich einigermaßen umgehen, Schlingen legen wär aber wohl einfacher. Dazu ein Feld mit Kartoffeln, eins mit anderem Gemüse, Obstbäume gibts hier viele. Nach der Ernte viel einkochen und sammeln...sollte passen, schließlich haben unsere Urgroßeltern auch ohne Auto, Kühlschrank und Telefon gelebt.
Andere nötige Fertigkeiten kann man sicher lernen, ein bisschen was hat man auch aufgeschnappt. Menschen würde ich meiden wo es nur möglich ist, ich war im Team immer schlechter als allein und wenn mir niemand was vorschreiben kann komm ich am Besten klar ;)

Was mir mehr Sorgen machte als das schiere Überleben wäre die medizinische Versorgung, ohne Medikamente kann eine simple Halsentzündung oder ein fauler Zahn tödlich enden, von Schlimmerem ganz zu schweigen.

0
@Achwasweissich

rein praktisch betrachtet geht so die zahl derer die nahrung brauchen schon zurück

2

könnten wir nicht mehr mit ausnahmen auf dem land wo man noch genug garten ums haus hat und kleine nebengebäude so das eine bescheidene landwirtschaft möglich ist.in der stadt 3 oder 4 zimmerwohnung da gibt es krieg beim kampf ums essen

Wir haben zu Ostern mit der gesamten Familie darüber diskutiert und vor allem die Leute, die am Land leben, hätten glaube ich keine so großen Probleme sich und ihre Familie zu versorgen, da sie viel mit der Natur in Berührung kommen, viele Sachen kennen, etc. Man kann das jetzt nicht auf jeden beziehen, aber vor allem Kinder, die in einer Großstadt aufwachsen, haben vom Überleben in der Wildnis glaube ich weniger Ahnung, als Kinder die am Land in der Nähe eines Walds aufwachsen. Wie gesagt, man kann das jetzt nicht allgemein sagen. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wo man auf der Welt lebt. Wenn man auf einer tropischen Insel lebt, wo man nur Früchte ernten und fischen muss, um zu überleben, dann ist das nicht so schwierig. Wenn man aber die kalten Winter wie hier in Österreich und Deutschland hat, dann wird es schwieriger. Ich bin auch der Meinung, dass es darauf ankommt, dass man sich gegenseitig hilft und sein Wissen mit anderen austauscht!! Ich weiß nicht, ob die Antwort jetzt so rüberkommt wie ich es meine aber ja :D

Ich setze mich mit dieser Frage oft auseinander und ich glaube, dass es nicht mal schlecht wäre, wenn unsere Gesellschaft mal wieder zurück zum Anfang katapultiert werden würde.

Wenn die Menschen ihr Wissen untereinander austauschen und einander helfen würden, bestimmt. Der Mensch war schon zu Urzeiten nur in der Gruppe stark, ein einzelner Mensch hat dagegen eingeschränkte Möglichkeiten. Manche Menschen wissen, wie man in der Natur überlebt, von ihnen könnte man lernen. Sehr wahrscheinlich würden aber viele Menschens sterben, die in unserer Gesellschaft überleben können: Kranke Menschen, die nur durch Medizin leben können, schwierige Geburten, ein gebrochenes Bein oder ein Hundebiss, Asthma oder eine Grippe - alles, was durch die hochentwickelte Medizin oft kein Problem ist, kann ohne Arzt schnell zu einer Lebensgefahr werden. Die Evolution würde außerdem wieder wirken und die schwächeren und weniger intelligenteren Menschen würden, so hart dass auch klingt, ausselektiert werden.

Mir kommt übrigens noch ein anderer Gedanke: Wenn man den Menschen ihre Kultur wegnehmenn würde, würden sie sich sofort eine neue aufbauen: Wenn du mal die Antworten hier durchliest, ist die Rede von Bauernhäusern in Skandinavien, oder von Lebensweise in Einklang mit der Natur und dem Wissen um Heil- und Kulturpflanzen. Aber genau da fängt Zivilisation ja schon an! Sobald Menschen da sind, gruppieren sie sich und machen gemeinsame Sache, die jetzigen Menschen würden versuchen, wieder in die heutige Richtung zu gehen. Da wir wissen, wie sich die Zivilisation entwickelt hat, könnte man vielleicht mit dem Wissen der Techniker und Wissenschaftler die technische Evolution im Schnelldurchlauf durchgehen. Wenn man aber jegliche Kultur weglässt, also nur der Mensch, ohne Werkzeuge, Hütten, Waffen, nur der nackte Mensch mit seinesgleichen, ich glaube, er hätte kaum eine Chance zu überleben. Das ist ja gerade der evolutionäre Vorteil des Menschen: Er ist intelligent und kann sich Werkzeuge und Kultur schaffen. Genau genommen ist der Mensch bis heute sogar in Teilen der Welt dass erfolgreichste Lebewesen, wenn man bedenkt wie er sich seine eigene Umwelt schafft und ein bequemes Leben, jedenfalls bis das ganze durch Umweltverschmutzung oder Kriege eskaliert.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass du vom vollkommenen Naturzustand sprichst.

Wenn du jetzt beiseite legst, dass sich eine Entwicklung zu einer ähnlichen Lebensform, wie wir sie jetzt haben, wieder genauso abspielen würde, wie auch vor tausenden Jahren, dann könnte man mal zuerst die physische Eignung betrachten. Hier wäre zu erwähnen, dass der Mensch sofort Kleidung bräuchte, da er erstmal vermutlich den gesellschaftlichen Zwang dazu nicht ablegen könnte und desweiteren einfach zum Schutz und warm halten. Viel entscheidender sind aber vermutlich noch die psychischen Fähigkeiten, wenn man betrachtet, dass vermutlich kaum ein Mensch, infolge der Moral, die in vielen Gesellschaften gehalten wird, in der Lage wäre sich direkt ans Töten von Tieren zu gewöhnen und nicht seine Schnitzel aus dem Supermarkt zu kaufen. Auch wenn man das weglassen würde, könnte auch kaum einer als Veganer in der Natur überleben, weil die meisten Pflanzen wohl unbekannt sind. Der Verdauungstrakt müsste sich auch erst wieder auf kalte Nahrung umstellen, insofern man nicht zum Feuer machen in der Lage ist. Dann könnten die meisten Menschen wohl nicht auf dem Boden schlafen und beklagten sich bei Regen, Wind etc.

Im Allgemeinen würde ich vermuten, wenn Deutschland bspw. in diesen Zustand zurückfällt, dass es sich völlig anders entwickeln würde, eher in die Richtung Apokalypse. Auch wenn wir dann wirklich wieder in Wäldern leben würden, würden wahrscheinlich die Sterberaten so bei 70%. Die meisten Menschen würden da einfach dran zugrunde gehen, weil sie nichts davon kenne. Es gibt Menschen, die nicht wissen, dass Kühe in echt nicht lila sind.

Aber genau deswegen lohnt sich Survival. Ich habe das mal 3 Monate mit einem Freund gemacht und es war echt eine Erfahrung fürs Leben.

mfg

wie und wo habt ihr das gemacht?

0
@chruesimuesi

Wir haben erst einen Kurs besucht und dann haben wir das einfach in Brasilien durchgezogen. Der günstigste Urlaub aller Zeiten.

0
@Iflar

....Brasilien - da ist es ja noch gar nicht so lange her, dass dort ganze Indianerstämme im Naturzustand lebten oder sogar noch leben. Von ihnen könnte man eine Menge über das Leben in der Wildnis lernen. Leider wird ihre Umwelt immer mehr zerstört, so dass sie sich auch allmählich an die Zivilisation anpassen müssen.

0

Meine Familie und ich würden auf jeden Fall überleben, auch die Menschen in meinem näheren Umfeld würden überleben, denn wir beschäftigen uns bereits seit Jahren damit, was in der Natur eßbar ist und welche Wildkräuter welcher Heilung dienen.

Mittlerweile wird die Zahl derer, die den Weg "Zurück-zur Natur" gehen , mehr und mehr auf elektrische Geräte verzichten, immer größer.

Wer sich mal Gedanken macht, der sieht, daß eine Industrienation auf Dauer keine Überlebenschance hat. Nur eine Agrargesellschaft, die im Einklang mit der Natur lebt, Mensch und Tier liebevoll behandelt und keine unnatürlichen Stoffe mehr erzeugt, wird überleben.

Wir Alten wissen noch, welche Kulturpflanzen sich gegenseitig schützen und welche man tunlichst nicht nebeneinander pflanzen sollte. Deshalb wehren wir uns auch vehement gegen das Verbot der eigenen Saatguterzeugung. Denn man will uns Eu-weit tatsächlich die sich selbst vermehrenden Saatgutpflanzen wegnehmen und gegen diesen Gen-Dreck ersetzen. Wenn wir das zulassen, ist unser Untergang besiegelt.

Wir Alten wissen auch noch, wie man ohne Kühl- und Gefrierschrank, Nahrung haltbar macht, damit man gut über den Winter kommt.

Es gibt mittlerweile eine umfangreiche Literatur über eßbare Wildpflanzen und Notvorsorge die ich jedem nur ans Herz legen kann. Die großen Ladenketten haben einen Warenumsatz von 48 Stunden, d.h. nach 2 Tagen steht nichts mehr in den Regalen. Deshalb sollte sich jede Familie ein kleines Lager anlegen und für eventuelle Notfälle vorsorgen. Vor allem sollte man an Trinkwasser denken. Und den Schreiern von "Denk.-positiv" kann ich nur sagen: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wenn ich's nicht brauche ist's ja gut, aber wehe wenn...

Man sollte zwar nicht unterschätzen, wozu Menschen fähig sind, wenn es um das nackte Überleben geht, dennoch glaube ich, daß nur wenige in der Lage wären, allein in der Wildnis längere Zeit zu überleben. Dazu muß man schon einiges Geschick in Jagdtechniken und Wissen um genießbare Nahrungsmittel haben sowie zumindest Grundkenntnisse, wenn es darum geht, wie man mit einfachen Mitteln Feuer macht oder sauberes Trinkwasser findet. Außerdem sollte man die Auswirkungen, die absolute Einsamkeit mit sich bringt, nicht unterschätzen.

Eindrucksvoll beschrieben ist dies in dem Film "Into the wild"

Wenn es eher darum geht, ohne unsere heutige Technik gemeinsam von vorn zu beginnen, hätten wir bessere Chancen, auch wenn sich die Bevölkerung dezimieren würde, weil wir alle Menschen, die heute den Erdball bevölkern, ohne diese technischen Hilfsmittel wohl nicht ernähren könnten.

Ich war mit meiner Familie ein Jahr in Afrika. Da hatten wir oft ein paar Tage keinen Strom, oder auch ein paar Tage kein Wasser.

Man lernt dadurch den Wert solcher Sachen eher zu schätzen. Und man wird spätestens nach dem 2. mal, ohne Strom oder Wasser vorrausschauend (kerzen kaufen, Wasser in Fässern sammeln). Ich persönlich war nach dem Jahr auch nicht mehr so Konsumgeil. Ich gebe mich mit einfachen Dingen zufrieden.

Ja, ich würde so etwas in Deutschland leicht durchstehen. Könnte durchaus für mich und meine Familie sorgen. Manchmal denke ich sogar, so etwas wäre mal ganz gut für unsere Gesellschaft. Zurück zu den Wurzeln.

Ein Problem wäre aber wohl, dass viele Leute aus Bequemlichkeit kriminell werden würden, und sich bei anderen Leuten Sachen/Lebensmittel notfalls mit Gewalt besorgen würden.

und wo warst du? und warum? wars gut? würdst du das wieder machen oder weiterempfehlen?

0
@chruesimuesi

Äthiopien. In einer Kleinstadt, 6 Std von Addis Abeba. Ich hab dort als Entwicklungshelfer gearbeitet. Wir haben eine Uni gebaut und Berufsschüler praktischen Unterricht gegeben.

Warum? - Ich hatte die Chance und habe das genutzt. War eine lehrreiche Erfahrung.

Wars gut? - Entwicklungshilfe ist in erster Linie Big Buisiness. Ich würde es nur wieder machen, wenn die Organisation möglichst klein wäre

2

Ich könnte es wahrscheinlich. Ich habe gelernt mit Pfeil und Bogen um zu gehen, könnte sicher auch einen selber bauen. Beim Feuer machen dauert es bei mir eine halbe Ewigkeit, aber ich denke ich würde es hinbekommen. Ich hätte keinen Ekel davor, Tiere zu töten und auszuweiden, shcließlich will ich überleben. Ich kenne mich ein wenig mit der heimischen Pflanzenwelt aus und weiß, welche nahrhaft sind, und wovon ich lieber die Hände lassen sollte. Was schwierig wird, wären Verletzungen. Eine Infektion passiert schnell und ich würde wohl einfach auf mein Glück hoffen müssen, wie jedes andere Tier auch

Manche würden noch nicht mal die ersten Tage überleben, weil sie giftige / ungenießbare Pflanzen mit essbaren verwechseln würden.

Das Wasserproblem lasse ich mal außen vor ;)

das haengt vom ausgangsszenario ab. wenn du dir das so vorstellst, dass die derzeitige deutsche bevoelkerung von heute auf morgen in eine parallelwelt mit den gleichen klima-bedingungen etc. aber ohne jegliche zivilisation versetzt wird und zwar ohne irgendwas mitbringen zu koennen und nackt, koennen wir das definitiv nicht. 90% waere schon in der ersten woche tot, die uebrigen spaetestens zum winteranfang.

wer sich mal mit der maslowschen beduerfnispyramide beschaeftigt hat, dem wird klar, dass wir ohne bereits bestehende hilfsmittel heute nicht mehr in der lage sind, unsere grundbeduerfnisse zu befriedigen und das faengt mit nahrung und kleidung an.

es hat ja nicht nur im mittelalter hungernoete gegeben und auch heutzutage gibt es die und das nicht nur in den sogenannten dritte-welt-laendern. es braucht doch bloss einmal irgendwo eine naturkatastrophe zu passieren und im nachgang, also abgesehen von den todesfaellen, die in direktem zusammenhang stehen, bricht allgemeine not aus und das TROTZ unterstuetzung aus der ganzen welt.

in kriegssituationen entstehen hungersnoete, in laendern mit misswirtschaft ... etc. selbstversorgung ist etwas, das sich kaum umsetzen laesst, wenn man tatsaechlich ohne alles bei null anfaengt.

Ich denke schon, dass man das schaffen würde, denn in so einer Situation würde ja der Überlebenswille aufkommen und da schafft man so einiges. Wenn man nur darüber nachdenkt ist es ja etwas komplett anderes, als wäre man in der Situation.

Ich denke jetzt mal überleben schon. Wobei es auch viele geben wird die durch ihre "Gehirngröße" sterben würden. Wirklich mit einem gefüllten Bauch würde aber glaube ich kaum einer umher laufen. Ich glaube wenn man auf einmal in der reinen Natur leben müsste würde der Mensch erstmal nicht wirklich Nachhaltig darauf los gehen. Das würde dann wieder dauern bis kurz vor der Ausrottung.

Wir wären viel zu viele! Unser Land könnte ohne technische Hilfsmittel ungefähr 1/4 der Menschen ernähren, selbst wenn wir alles abreissen und bepflanzen würden. Die Meere sind auch ziemlich leer gefischt, so das bald das grosse Sterben begänne. Ohne Ackerbau und Viehzucht würde es vielleicht für 1/10 tel der Bevölkerung reichen.

Aber was verstehst Du genau unter "verlernt"? Früher haben viele Leute 7-8 Jahre lang gelernt wie man auf einem Bauernhof oder in einer kleinen Handwerkerwerkstatt seinen Beruf ausübt. Und natürlich wissen die nach diesen 7-8 Jahren wesentlich mehr darüber als einer der es nicht gelernt hat und blos "aus der Zukunft" kommt. Ich weis nicht was sich da bei manchen Leuten im Kopf abspielt, nur weil wir nicht auf Anhieb ohne Maschinen klar kommen denken sie wir seien irgendwie dekadent geworden. Ich hab eine Information für diese Leute niemand kommt auf Anhieb mit irgendetwas klar ob es nun um Mathe oder um die essensbeschaffung im Wald geht; es muss alles erlernt werden.

Wie hat die Menschheit vor tausenden (oder Millionen) von Jahren überlebt und zwar ohne mathematisches Wissen?

0
@kiniro
Wie hat die Menschheit vor tausenden (oder Millionen) von Jahren überlebt

"Try and Error".

Ugh hat diese Pflanze gegessen, Ugh ist danach tot umgefallen, der Stamm sollte diese Pflanze in Zukunft nicht mehr essen.

Das Wissen um Mathematik kann einem aber doch schon einiges erleichtern. Mathematik bietet Modelle mit denen man berechnen kann, ob etwas funktionieren könnte oder ob etwas sowieso zum Scheitern verurteilt ist und man die Energie lieber an anderer Stelle investiert.

0
@Panazee

Mal ganz abgesehen davon das kiniro andere Antworten vielleicht besser lesen sollte. Mathe war nur ein Beispiel davon was man auch lernen muss bevor man es anwenden kann.

Try and Error und Überlieferung dürften wohl die richtigen Stichwörter sein. Inzwischen weis man sogar von einigen Affenarten das sie diese Methoden auch anwenden.

0

Ich denke viele Menschen würden durch ihre Leichtsinnigkeit sterben und ich denke wir könnten nicht wirklich überleben, denn weiß hier so viele, wie man richtig ohne Pistole und nur mit Bogen oder so jagt oder welche Beeren/Pilze giftig sind oder nicht? Aber vielleicht würden das nach einer Zeit wieder lernen ^^ (wenn erst ganz viele Menschen gestorben sind):

LG Vanity4455

Leider würden aber viele den Bogen nicht zum Jagen gebrauchen, sondern auch, um sich bei anderen Sachen zu nehmen, die diese mit Mühe angebaut haben.

3

Ja wir könnten überleben, wenn du sowie den Steinzeitmenschen ernährst, sie aßen nur Fleisch,Fische,Eier,Obst,Gemüse,Kräuter,Nüsse. Wenn man auch lernt wie man selber einen Feuer herstellt oder einen Speer aus Stein bindet, um gebratenes Fleisch zu essen oder um ein Hirsch zu jagen. Man kann auch ein Haus aus Holz,Sehnen und Seil bauen oder man sucht eine Höhle. Man kann Kleider aus Tier Leder herstellen. Man kann auch das Wasser aus den Flüssen Trinken, naja erstmal Bakterien abtöten wenn man sie etwas abkocht.

Es würde sich sehr sehr schwierig gestalten, weil wir sehr daran gewöhnt sind. Ich selbst kann mir schwer vorstellen, ohne die heutige Technik zu überleben. Es würde sehr weitreichende Folgen nach sich ziehen und auch psychische Probleme verursachen. Bei Personen, die pyschisch sowieso schon angeschlagen sind, könnte es zum Selbstmord führen und sicher auch bei anderen Menschen.

Aber abgesehen von allem, was ich bisher gesagt habe: Es wäre auf jeden Fall möglich. Alle mit einer abgeschlossenen Schulausbildung (und sicher auch eher) und gutem Allgemeinwissen würden das nötige Wissen und Verständnis haben, um wenigstens zu überleben. Den Rest würde man sich mit der Zeit aneignen. Es wäre aber vor allem nötig, dass sich die Menschen wieder mehr austauschen... Was wenigstens ein Gutes wäre, bei der ganzen Sache.

Kurz: Es wäre möglich, würde aber Opfer fordern und die Evolution würde eine größere Rolle spielen.

Die psychischen Probleme haben die Leute doch eher heutzutage. Ich denke, die Psyche würde auf lange Sicht gesunden.

0
@aotearoa01

Auf lange Sicht hin könntest du Recht haben, aber anfangs würden sich definitiv psychische Probleme einstellen, eben weil alles plötzlich weg ist und wir mit der Situation überfordert sind. Und bei manchen, die psychisch eh' schon angeschlagen sind und Depressionen haben, könnten sich umbringen. Ich kenne Personen, bei denen ich mir fast sicher wäre, dass sie sich angesichts ihrer derzeitigen psychisch schwierigen Lage bei so einer drastischen Veränderung das Leben nehmen würden.

Ich nehme mal mich noch als Beispiel: Ich hätte ein Problem damit, dass ich kein Internet mehr habe, keine Musik mehr hören kann und insgesamt so viele schöne Dinge verloren gehen würden + die Angst vor der Zukunft, die Ungewissheit, dass es mich 100%ig in ein tiefes psychisches Loch stürzen würde. Wenn ich mich dann aber nicht umbringe, ich mich daran gewöhne und das Leben weiter geht, könntest du natürlich Recht damit haben, dass man danach psychisch gesünder ist.

0
@xEd777x

Du könntest ein Instrument spielen lernen und dir deine Musik selber machen. Wenn mehrere Leute mit dir zusammen sind, könntet ihr unterschiedliche Instrumente spielen. Die Menschheit hat immer Musik gemacht, auch wenn die Hörgewohnheiten sehr unterschiedlich sind.

Wenn man wieder aufeinander angewiesen ist und sich austauschen muss, würden sich vielleicht auch Personen mit psychischen Problemen besser fühlen. Denn die psychischen Probleme kommen oft von Vereinsamung, Überforderung und Fremdbestimmung.

Übrigens fällt mir dazu eine schöne Satire ein: Der Film "Robinson junior". Der macht sich über den verweichlichten Großstadtmenschen, der auf einer Südseeinsel strandet, so richtig lustig. Dabei gab es damals (der Film stammt aus den 80er Jahren) noch gar kein Internet.

0

Alles eine Frage der "Wildnis".

Anpassung ist gefragt. Aber genauso, wie ein Mitglied eines Naturvolkes, welcher bestens in grüner Wildnis zurechtkommt, in der grauen Wildnis, der Betonwüste, doch eher weniger zurechtkommen würde, würden wir, groß geworden in der Betonsavanne in der grünen Wildnis einfach mal so zurecht kommen.

Einige würden es schneller schaffen, einige langsamer. Hängt das Überleben davon ab, würden die Langsamen eher dabei draufgehen, aber einige würden es sicherlich schaffen.

Was möchtest Du wissen?