Kant: mittelbare und unmittelbare Neigung

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Bin mir jetzt nicht ganz so sicher, aber es scheint mir so als wäre eine Handlung aus unmittelbarer Neigung eine Handlung zu der der Mensch unmittelbar neigt (:P), sowas wie "ich trinke weil ich Durst habe", oder noch besser: "Aus unmittelbarer Neigung handelt, wer einem anderen hilft, weil er ihn mag oder weil er Mitleid hat. Diese beiden Beweggründe sind für Kant nicht falsch, aber moralisch neutral. Einzig die Handlung aus Pflicht, wenn man das, was geboten ist, deshalb tut, weil es geboten ist, hält Kant für moralisch.", siehe: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35569/Die-Gewissensfrage
Du bist also nett zu deinen Freunden weil du sie magst (unmittelbare Handlung) und nett zu deinen stärkeren/machtvolleren Feinden/Irgendwem damit sie dich nicht zerstören (mittelbare Handlung).

Die Wörter werden so gebraucht, weil sie von der sogenannten "Vermittlung" abstammen, oder auf Latein, einem "Medium", ein Medium ist ein X was Dinge überträgt/verbindet/weiterleitet - eine Handlung ohne Medium ist also eine die aus einer direkten natürlichen Disposition zu dieser Handlung entsteht. LG

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