Kann mir bitte jemand diesen Text aus dem altdeutschen übersetzen?

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5 Antworten

Hallo Bastianus,

Wappen der Familie Henkelmann

Die Henkelmann aus Franken stammend sind eines guten Geschlechts und führen im blauschwarzen Felde einen Mann mit Schwert welcher die Tapferkeit bedeutet. Einen gekrönten Helm worauf ein Stern und zwei grün-rothe Fahnen welch das Vornehme des Stammes darstellen. Dieses Wappen erhilten
Sie unter Kaiser Sigismund

Anno 1437

Mase von Afleut

Maeleuhs

Die Rechtschreibung entspricht dem Text. Die Unterzeichnung
ist mir unklar.

Ich habe allerdings den Verdacht, dass der Text bewusst auf
alt gemacht wurde und nicht echt ist. Dazu erscheinen mit die Überschrift, die Rechtschreibung und auch die Schrift selbst zu neuzeitlich. Die Fehler in der Rechtschreibung sind auch keine Schreibweisen von früher außer der Schreibweise „roth“).

Hinweis: Wir hatten mal Besuch von einem Menschen, der uns  unbedingt für viel Geld ein Familienwappen verkaufen wollte, was sich dann als Verkaufsmasche entpuppte. Ich wäre da also mal vorsichtig.

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Kommentar von Nadelwald75
20.11.2016, 19:44

Korrektur: An einer Stelle musste ich noch "Wappen" durch "Vornehme" ersetzen.

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Kommentar von Bastianus
20.11.2016, 19:45

Vielen Dank, das ist nicht das Original sondern eine Kopie die 1992 angefertigt wurde, das Original befindet sich in Familienbesitz. Ich hab es selber versucht aber nicht geschafft zu übersetzen und meine Großeltern ebenfalls nicht. Zwecks der Echtheit strebe ich Nachforschungen an. Trotzdem vielen Dank :)

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Kommentar von Wurzelstock
20.11.2016, 22:23

Die Farben ensprechen meiner Meinung nach ebenfalls nicht der Heraldik. Von dem Messer schwingenden Kasper ganz abgesehen. (Bin allerdings nur sehr wenig bewandert)

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Leider muss ich Dir mitteilen, dass der Text in Sütterlinschrift  geschrieben wurde, d.h. in einer Schrift, die zwischen ca. 1925 und 1940 üblich war. Mit 1493 h, dem späten Mittelalter und "Kaiser Sigismund" hat diese Fake-Urkunde  nichts zu tun. Auch das angeblich vorhandene  "Original" ist nur lächerlicher Fake.

Solche "alten" Urkunden kann man überall im Tourismus-Bereich finden.

Kein Kaiser hätte so einen Text verfasst oder unterzeichnet.  Diese Urkunde ist also völlig wertlos, oder allenfalls als Gag geeignet. 

Amerikaner kaufen solche "Urkunden"  gern in Irland und lassen sich dadurch "bestätigen", dass sie einer alten Adelsfamilie entstammen.

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Kommentar von Bswss
20.11.2016, 20:21

Den Namen Henkelmann wird es 1493 noch kaum gegeben haben, und Sigismund lebte in PRAG. Woher sollte er "Henkelmänner" in Franken kennen?

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Kommentar von Bastianus
20.11.2016, 20:28

Danke für die Hilfe. Interessiert mich ob ich bei meinem Recherchen auf das selbe Ergebnis komme.
Das ist schon mal ein Ansatz für mich :)

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Kommentar von Bastianus
20.11.2016, 20:33

Was mich noch stutzig macht ist das die uhrgroßeltern meiner Großeltern dieses Wappen schon geführt haben...
Hoffe ich kann das aufklären

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Hallo,

die Henkelmann, aus Franken stammend, sind eines guten Geschlechts und führen im blauschwarzen Felde einen Mann mit Schwert, welcher die Tapferkeit der Familie bedeutet.

Einen gekrönten Helm, worauf ein Stern und zwei grün-rothe Fahnen, welch das Vornehme des Stammes darstellen.

Dieses Wappen erhilten sie unter Kaiser Sigismund.

Anno 1437

Herzliche Grüße,

Willy 

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Wappen der Familie Henkelmann,

Die Henkelmann[s,] aus Franken stammend, sind eines guten Geschlechts und
führen im blauschwarzen Felde einen Mann mit Schwerdt welcher die Tapferkeit
der Familie bedeutet. Einen gekrönten Helm[,] worauf ein Stern und zwei grün-
rothe Fahnen[,] welch[e] das Vornehme des Stammes darstellen. Dieses Wappen
erhilten Sie unter Kaiser Sigismund

Anno 1437
Max von Aflent[?]
Marlenk[?]

* A müsste m.E. eigtl. U sein, da es den Namen derer von Ufland gibt.

Bemerkung:
Die Schrift entspricht etwa der jüngsten Ausprägung ab 1935 in Anlehnung an die Sütterlin’sche Schulausgangsschrift. Die Sprache bzw. Orthografie entspricht nicht dem Zeit-Charakter der Schrift. Die Th-Schreibung für eine Reihe deutscher Wörter wurde 1901 abgeschafft. Damals aber wurde eine ältere Kurrentschrift geschrieben, die nicht diejenige ist, welche dieses Schriftstück zeigt. Ab 1935 war für ganz Deutschland die sog. „Volksschrift“ oder auch „Verkehrsschrift” verbindlich, die einige Formen von Sütterlin verworfen hatte und auf einige ältere Formen zurückgriff.
Jedoch ist anzuzweifeln, ob dieses Schriftstück frühestens von 1935 stammt (geschweige denn von 1437!). Ich vermute, dass es unserer Tage erstellt worden ist, uns zwar von jemandem, der nicht sattelfest in der Schrift ist (man wusste z.B. nicht, wie das x in deutscher Schrift aussieht – siehe „Max”). Verräterisch sind die schwach zu erkennenden Vor-Zeichnungen. Die Schriftzüge sind offenbar nachgezeichnet worden. Und als Schreibwerkzeiug vermute ich einen neuzeitlichen Filzstift.


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Kommentar von mulan
21.11.2016, 09:37

Ich hatte noch vergessen, dass im süddeutschen Raum bis Ende 60er Jahre die Offenbacher Schrift von Rudolf Koch in der bearbeiteten Form von Hermersdorf gelehrt worden ist, die etwas anders aussah als die Formen von Sütterlin. Sie war jedenfalls etwas kalligrafischer als die Sütterlin-Schrift. Beide Schriftformen sind etwa zur selben Zeit geformt worden.

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Kommentar von mulan
21.11.2016, 11:48

Nun gut, habe erst später weitere Einträge gesehen. Das mit dem Nachzeichnen und dem Filzstift ist geklärt. Wenn aber die Schrift und Schreibweise dem Original entspricht, dann ist es dennoch sicher kein wirklich altes Stück. Früherstens 30er Jahre - oder eben doch neu, zumindest nach dem letzten Krieg.

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Kommentar von Bswss
21.11.2016, 11:58

So ist es!

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Die Henkelmanns, aus Franken stammend, sind eines guten Geschlechts ...

kann jemand anders weitermachen?

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