Kann man sich manchmal zwischen Akkusativ „wen oder was“ und dem Dativ „wem“ aussuchen was man jetzt verwenden möchte?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, "aussuchen" kann man sich das nicht.
Es gibt Verben und Präpositionen, die einfach einen bestimmten Fall verlangen.

Ein Muttersprachler kann das normalerweise automatisch (oder sollte es zumindest können).

Aber manchmal kann man doch beides verwenden hm komisch

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@Adalbertt

Wenn auf ein Verb Dativ oder Akkusativ folgt, dann ist die Bedeutung aber verschieden.

Ich klettere auf dem Dach ist nicht dasselbe wie Ich klettere auf DAS Dach.

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@Adalbertt

Die sogenannten "Wechselpräpositionen" (wie in und auf) können sowohl mit dem Dativ als auch mit dem Akkusativ stehen. Die Bedeutung ist dann aber nicht dieselbe.

Das Buch liegt auf dem Tisch. (Dativ auf die Frage "wo?)

Ich lege das Buch auf den Tisch. (Akkusativ auf die Frage "wohin?")

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"Aussuchen" kann man leider nicht. Leider kenne ich als deutscher Muttersprachler nicht alle Regeln auswendig, aber einige Anhaltspunkte:

  • Nach den Präpositionen aus, außer, gegenüber, bei, mit, nach, seit, von, zu kommt immer der Dativ. (Ich gehe mit dir.)
  • Nach den Präpositionen bis, durch, entlang, für, gegen, ohne, um kommt immer der Akkusativ. (Das Auto fuhr gegen die Wand.)
  • Bei einer Reihe von Präpositionen wie an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen kann man unterscheiden, ob eine Bewegung (Frage: WOHIN?) ausgedrückt wird -> Akkusativ oder ob es um einen Ort geht (Frage: WO?).

Beispiele für Letzteres - in: Er ging in das Zimmer (wohin?). Sie ist im Zimmer (wo?). - an: Ich schreibe an die Tafel (wohin?). Wir waren am Meer (wo?).

Unter https://www.deutschakademie.de/online-deutschkurs/dativ-akkusativ-erklaerung sind Verben mit Dativ bzw. mit Akkusativ aufgelistet.

Dann viel Erfolg beim Weiterlernen.

Viele Grüße
sendet
binsprachlos

Hey vielen Dank

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Ich kann diese Frage als kein Muttersprachler auch beantworten. Es gibt strenge Regeln in der Grammatik, die wir einpauken müssen, um korrekt Deutsch zu sprechen. Die Tabelle der Deklination "sitzt" fest im Kopf. Die Verwechslung der Fälle wird als grober Fehler (vor allem bei den Prüfungen) anerkannt.

Was mich persönlich manchmal wundert - das ist die Rektion mancher Verbe (sie stimmt natürlich mit meiner Muttersprache nicht immer überein, aber ich begreife z.B. nicht, warum man "ich rufe DICH an" und nicht "DIR" sagt.

Man sagt doch ich gebe DIR ein Bucn - WEM? und nicht "Ich gebe DICH ein Buch -WEN?"

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

"Kann man sich manchmal zwischen Akkusativ „wen oder was“ und dem Dativ „wem“ aussuchen was man jetzt verwenden möchte?"

Modalverb?

Das "kann" man immer, man sollte es aber nicht tun. Es gibt in der Grammatik nichts "auszusuchen", sondern Regeln.

Kommt noch eine Rückmeldung?

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Kann man nicht

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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