Kann man Kirchlich heiraten wenn man keine Firmung macht?

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6 Antworten

Heiraten kannst du - Taufpatin kannst du ebenfalls werden. Hauptsache du bist getauft, wobei das heute auch nicht mehr jeder so eng sieht.

Meine Schwägerin hat letztes Jahr geheiratet und sie ist nicht in der Kirche, dafür aber ihr Mann und das war wohl genug. Von anderen Bekannten weiß ich dass der Mann sich kurz vor der Hochzeit hat taufen lassen. Also das sollte nicht der Grund für oder gegen die Firmung zu sein.

Kirchlich Heiraten ohne Konfession oder Taufe, ist das möglich?

= Das geht nicht. Aber sprich doch deswegen mal mit eurem Pfarrbeauftragten. Meist ist es möglich nach einer gewissen Vorbereitungszeit Taufe und Firmung nachzuholnen. Wenn du beide Sakramente empfangen hast, kannst du kirchlich heiraten (kath. natürlich).

Das kannst Du am besten bei Deinem Pfarrer nachfragen. Ich denke aber, dürfte kein Problem sein. Mein Mann ist Baptist und war bei unserer Hochzeit auch nicht getauft. Das hat er hinterher nachgeholt, war aber nicht Bedingung. Wenn der Pfarrer Dich gut kennt(war bei mir der Fall), ist er meistens sowieso kulant(schreibt man das so?). Wir brauchten allerdings eine bischöfliche Erlaubnis weil ich katholisch war und er eine andere Religion hatte. Ist aber nur eine Formalität.

Für die Patenschaft gibt es klare kirchenrechtliche Vorgaben. Eine davon ist, dass der Pate gefirmt sein muss.

Bei der Hochzeit ist es so, dass dort ebenfalls nach der Firmung gefragt wird. Wenn du einen strengen Pfarrer erwischst, kann es durchaus sein, dass er dich nicht kirchlich heiraten lässt.

Diese beiden Punkte sollten aber nicht ausschlaggebend dafür sein, ob du die Firmung empfängst oder nicht.

Es gibt dafür kirchenrechtliche Bestimmungen, es kommt nicht darauf an, ob ein Pfarrer streng ist, oder nicht. Stimmt leider nicht.

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@Chris308

Richtig, die Bestimmungen gibt es. Lies den CIC, dann weißt du Bescheid!

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Can. 874 — § 1. Damit jemand zur Übernahme des Patendienstes zugelassen wird, ist erforderlich:

1° er muß vom Täufling selbst bzw. von dessen Eltern oder dem, der deren Stelle vertritt, oder, wenn diese fehlen, vom Pfarrer oder von dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein; er muß zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten;

2° er muß das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint aus gerechtem Grund eine Ausnahme zulässig;

3° er muß katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben; auch muß er ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht;

4° er darf mit keiner rechtmäßig verhängten oder festgestellten kanonischen Strafe behaftet sein;

5° er darf nicht Vater oder Mutter des Täuflings sein.

§ 2. Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar nur als Taufzeuge, zugelassen werden.

Die Firmung mußt du nicht nachweisen. Danach wird auch nicht gefragt. Das hat auch keine Nachteile. Du kannst heiraten und Patin werden.

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