Kann man Holzbrettchen in die Spülmaschine tun?

5 Antworten

Ich denke, ob die Holzbrettchen die Spülmaschine überstehen, hängt zum einen von der Holzart ab und zum anderen, wie lange und wie heiß man spült. Ich habe Brettchen aus sehr harten Holz und aus einem Stück, also nicht geleimt. Die stecke ich seit Jahren in die Spülmaschine, allerdings spüle ich fast nur bei rel. niedriger Temperatur (Bio-Programm) und meist mit nur einem halben Tab, das reicht nämlich bei normal verschmutztem Geschirr völlig aus, auch wenn das die Hersteller bestimmt nicht gut finden. Die Brettchen haben sich nicht verändert, außer, dass sie viel heller geworden sind.

Also in meiner 10er WG haben wir damals die GELEIMTEN Brettchen bei STANDARDWASCHGANG und mit EINEM KOMPLETTEN Tab immer mitgewaschen. Es hat sich nie eins verzogen und in 3 Jahren ist eins kaputtgegangen, aber nicht nachdem es aus der Spülmaschine kam sondern weil es jemand runtergeworfen hat. Allerdings waren das schon relativ massive Dinger (rund, Durchmesser: Pizzagröße, ca 1 cm Dicke mit Rinne). Hingegen war das einzige Brett das immer von Hand gewaschen wurde weil es nicht in die Spülmaschine passte total verzogen. Von der Biegung her so als hätte man es immer nur auf der "Arbeitsseite" befeuchtet/geputzt.

An die selbsternannten Experten: Problematisch bei Holz und dem Leim ist nicht die Temperatur (in ner Spülmaschine: 40 - 60°C). Das hält Holz und der Kleber locker aus! Ausnahme: vielleicht bei 1 € Produkten aus Südostasien, aber die sind ja dann meistens aus Kunststoff. Knackpunkt ist die Feuchtigkeit und die hat man bei der Handwäsche ja auch ;) Bei der Handwäsche gibt's aber Probleme und zwar dann wenn man nur eine Seite wäscht (siehe oben). Dann dehnt sich das Holz ungleichmäßig aus was dazu führen kann dass das Brett krumm wird und Spannungen entstehen können was schließlich zum Bruch führen kann. Und solange man keine kleberlösenden Tabs (ich denke mal sowas gibt es gar nicht) verwendet, oder seine Spülmaschine zum Ofen umbaut wird da nicht viel passieren.

Also ich mache die Dinger weiterhin in die Spülmaschine. Warum?

  • weil ich faul bin
  • meine Kenntnisse in Werkstoffwissenschaften keinen Grund dagegen finden
  • meine Erfahrung zeigt dass nichts passiert
  • die Reinigungswirkung deutlich besser ist (gerade mikrobiologisch!)
  • es billiger ist als der Wasserverbrauch bei Handwäsche
  • und sollte dann nach 4 Jahren doch mal eins kaputtgehen kaufe ich mit Freude ein Neues für 5 € weil die Zeit- und die Wassereinsparung bis dahin viel mehr Geld wert ist

Wenn man mir jetzt nicht so recht glauben will dann kann man ja ein "Opferbrett" bestimmen und es ein paar mal versuchen. Die Qualität des Brettes hat mit Sicherheit auch Einfluss, aber hat man ein Billigbrett aus dem 1 €-Shop, gehe ich davon aus dass sowohl Maschinen- als auch Handwäsche das Teil nach ner Weile dahinraffen.

Generelle Tipps:

Maschinenwäsche: großflächige Kontaktstellen z.b. mit Tellern oder anderen Brettern in denen sich Feuchtigkeit halten kann vermeiden

Handwäsche: beide Seiten waschen (oder zumindest nass machen); beim Trocknen ebenfalls Kontaktflächen vermeiden, auf gar keinen Fall zum Trocknen flach hinlegen. Das macht Bretter kaputt!

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Nachtrag: hab gerade nochmal nachgeschaut: beim Klarspülgang werden Temperaturen bis 85°C erreicht, aber auch das sollte der Kleber locker aushalten! Und Holz sowieso. Risse in Holz durch Temperatur? Wohl eher vom Hackebeil ;)

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Ganz genau. Brettchen aus einem Stück können das auch mal ganz gesund überstehen, wenn die Maschine nicht so extrem eingestellt ist.

Mit Handwäsche kann man’s auch schrotten! Egal ob geleimt oder nicht! Wenn man's nämlich bevorzugt auf einer Seite abwäscht, dann dehnt es sich ungleichmäßig aus, verzieht sich nach einiger Zeit und aus ist’s mit Hacken auf gerader Fläche! In der Spülmaschine dehnt es sich wenigstens halbwegs gleichmäßig aus. (Wenn mann's nicht horizontal reinlegt).

Falls da jemand hygienebedenken hat: Wenn man’s hinterher auf den Geschirabtropf-Rost stellt und da eine Zeit lässt, sollten sich die ja wohl erübrigen.

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