kann man fotograf werden, ohne eine ausbildung. sei es als künstler oder anderswertig. es soll nicht

7 Antworten

Klar! Es ist schön zu sehen, dass jemand noch etwas etwas tun will, ohne dabei unbedingt Geld verdienen zu wollen. Davon abgesehen: Als Künstler kann man machen was man will, sogar sich Fotograf nennen, nur Bilder in einem Fotostudio schaffen und diese verkaufen, das darf man ohne Meistertitel (noch) nicht. Weiterhin darf man in der Öffentlichkeit (und in geschlossenen Räumen) fotografieren und diese Bilder sogar verkaufen, wenn das nicht regelmäßig passiert, ist es noch kein Gewerbe, beim Gewerbeamt nachzufragen ist dennoch ratsam. Gewinne sollten auf jeden Fall versteuert werden. Um Fotograf zu werden braucht man: Eine Kamera, egal welche, und Kenntnisse der Technik, weiterhin wären Fantasie und Geschmack sowie Hartnäckigkeit von Vorteil. Viel Spaß!

Fotostudio nur mit Meistertitel? Das stimmt schon seit Jahren nicht mehr. Den Meistertitel brauchst Du nur noch, wenn Du selbst andere ausbilden willst. Der Rest: Siehe meine Antwort.

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Ich gebe bechlefotos recht. Um Fotograf mit Fotostudio zu werden und sich bei der zuständigen Handwerkskammer als Fotograf eintragen zu lassen, braucht man schon lange keinen Meistertitel mehr.

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Du kannst Dich als freischaffender Künstler selbständig machen und Arbeiten zu Wettbewerben etc. einreichen. Nur "Fotograf" darfst Du Dich nicht nennen, denn das ist eine geschützte Berufsbezeichnung und die darf nur verwenden, wer das ordentlich gelernt hat. Deine Bezeichnung wäre "Fotokünstler", "Bildkünstler" oder einfach "Künstler". Gruß, q.

Das stimmt nicht, Fotograf ist ebensowenig geschützt wie viele andere Berufsbezeichnungen.

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Fotografie ist im Grunde ein Handwerk. Aber Fotograf darf sich seit 2001 (glaube ich) jeder nennen, es gibt keinen Meisterzwang (siehe http://www.franchise-treff.de/2010/10/selbstandigkeit-als-fotograf-%E2%80%93-mit-unterstutzung-geht%E2%80%99s-bestimmt-leichter/ ). D.h. man kann einfach ein Gewerbe anmelden, das kostet je nach Stadt 20-40 Euro. Wahrscheinlich muss man sich als Fotokünstler noch bei der Künstlersozialkasse anmelden. Handwerkskammer meldet sich gegebenenfalls von selbst.

Es geht noch etwas differenzierter. Du darfst Dich nämlich Fotograf nennen, ohne eine entsprechende Ausbildung zu haben! Aber ...

Es gibt bei einer Gewerbeanmeldung (um die kommst Du dann nicht herum) 2 verschiedene Ansätze.

Die eine ist, Du meldest ein Fotografen-Gewerbe an. Das bedeutet, dass Du Kundenaufträge entgegennimmst und auf diese Weise Dein Geld verdienst. Sprich: Kunden kommen zu Dir, sagen was sie wollen und Du erfüllst ihre Wünsche.

Oder Du meldest Dich als Freier Fotograf an. Das hat den Unterschied, dass Du nicht Kundenaufträge annimmst, sondern freie Arbeiten machst, mit denen Du dann versuchst, Geld zu verdienen (oder eben nicht). Also, der Ausgangspunkt ist entscheidend.

Beides kannst Du als Kleinunternehmer machen (bis ... ich glaube etwa 7.000€/Jahr, hab´s grad nicht ganz im Kopf) ohne dass Du Umsatzsteuer abführen musst - die musst Du dann auch nicht auf Deinen Rechnungen angeben. Die Steuererklärung ist trotzdem Pflicht und Du musst IMMER einen Gewinn-Verlust-Nachweis erbringen mit sämtlichen Belegen und Rechnungen (also Ausgaben und Einnahmen).

Mit Gewerbenameldung ist das also möglich, anders nicht.

Grundsätzlich bleibt bei mir natürlich die Frage: Wieso willst Du Fotograf sein, ohne gute Schulung, aber gleichzeitig doch nichts verdienen? Das ist mir nicht verständlich ...

Wenn Du davon wirklich leben willst, solltest Du aber schon eine wie auch immer geartete Ausbildung machen. Denn auch wenn man mit den modernen Digitalkameras als Laie ganz gute Ergebnisse erreichen kann, den Unterschied zu einem Profi sieht man eben doch.

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