Kann ich Ware die ich im März 2017 gekauft habe jetzt im September 2017 im Geschäft umtauschen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

jein, du hast im rahmen der gewährleistung bzw. garantie anspruch auf eine einwandfreie ware....

in deinem fall kann das realisiert werden durch: reperatur, hier hat der hersteller sogar drei chancen, erst danach hast du ein recht auf wandlung, also ein neugerät.

alternativ kann der hersteller dir aber auch ein ersatzgerät stellen, das muss kein neues sein, ein gebrauchtes in vertretbarem zustand, also gleich oder besser deinem tuts hier auch.

innerhalb der ersten 6 monate ab kauf ist der händler für dich zuständig, im rahmen der gewährleistung, danach ist der hersteller dein ansprechpartner, wenns in die garantie geht,. oft ist der händler aber auch so kulant und übernimmt nach der gewährleistung für dich die garantieformalitäten, sprich schickt das gerät für dich beim hersteller ein etc...

lg, Anna

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Das ist so nicht ganz richtig.

reperatur, hier hat der hersteller sogar drei chancen, erst danach hast du ein recht auf wandlung, also ein neugerät.

Zum einen gilt die Nacherfüllung nach zweimaligem Nachbesserungsversuch durch Reparatur als gescheitert, zum anderen hat man nie Anspruch auf ein Neugerät.

Im Rahmen der Gewährleistung ist der Händler zwei Jahre lang zuständig.

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Du musst unterscheiden zwischen Umtausch, Gewährleistung und Garantie.

Warenumtausch ist ein Kulanzangebot vieler Händler, die bei Nichtgefallen die Ware einfach zurücknehmen gegen Kaufpreiserstattung oder Warengutschrift.

Bei der Gewährleistung muss der Händler nachbessern. Dieses Recht steht dem Käufer, der Verbraucher ist, zu, wenn die Kaufsache bei Übergang auf ihn (!) fehlerhaft, d.h. mit einem Mangel behaftet ist. Zeigt sich der Mangel innerhalb von sechs Monaten, was bei Dir ja wohl noch der Fall ist, wird vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorgelegen hat. Der Händler müsste das Gegenteil beweisen. Ist die Nachbesserung zu aufwendig, bzw. zu teuer, kann der Verkäufer ein Neuteil herausgeben oder den Kaufpreis erstatten.

Bei der Herstellergarantie haftet der Hersteller auf Mängel, die nach der Übernahme von dem Käufer auftreten. Der Hersteller darf selber entscheiden, ob er nachbessert, also repariert oder den defekten Artikel gegen ein gleichartiges Neugerät tauscht. Die Hersteller behalten sich natürlich die Prüfung vor, ob der Defekt nicht durch unsachgemäße Behandlung vom Käufer selber verursacht wurde. In diesen Fällen ist die Garantie natürlich ausgeschlossen. Beispiele hierfür sind etwa ein Sturzschaden oder der berühmte Sprung in den Pool mit dem Handy in der Hosentasche.

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Der kunde kann sich im Sachmängelhaftungsfall aussuchen, ob er eine Nachbesserung durch Reparatur oder eine Nacherfüllung durch Umtausch gegen ein mangelfreies Gerät möchte.

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@AalFred2

Ja, soweit die Theorie und gesetzliche Vorgabe. Der Verkäufer wird sich aber auf sein Überprüfungsrecht berufen und in dieser Zeit den Hersteller entscheiden lassen. Ist es eine geringfügige Reparatur, wird er bezüglich des Neulieferungsbegehrens Unverhältnismäßigkeit einwenden. Klagen wird dagegen niemand.

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@AalFred2

So pauschal möchte ich das aber nicht hinnehmen. Was war das für eine Sache mit welchem Neuwert und welcher Defekt mit welchem Reparaturaufwand ist aufgetreten? Wie hat der Rechtsstreit geendet, durch streitiges Urteil oder Anerkenntnis des Verkäufers? Wir reden hier über Elektronikartikel für den täglichen Gebrauch und nicht über Kraftfahrzeuge.

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@Dachtichsmir

Soundsystem Wert 1500€. Nichtfunktion nach Sofwareupdate. Reparaturaufwand ca 150€. Urteil zu meinen Gunsten.

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@AalFred2

Ein Verkäufer, der diesen Rechtsstreit aufnimmt, ist entweder schlecht anwaltlich beraten, hat Geld zu viel oder beides. 10% bei einem Neugerät dieses Wertes ist ja nicht geringfügig.

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@Dachtichsmir

Was wäre denn geringfügig? Zudem ist es vollkommen egal, ob es geringfügig ist. Bei einem Sachmangel hat der Käufer Rechte, die mit Geringfügigkeit so gar nichts zu tun haben.

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@AalFred2

So, und warum wurden dann die Klagen gegen die Händler von VW-Dieselfahrzeugen, deren Software-Nachrüstung ca. 100,-- € kostet, abgewiesen? Das kommt doch wirklich auf den Einzelfall an.

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@Dachtichsmir

Weil das tatsächlich unter §439 Abs. 3 BGB fällt. Allerdings ist ein Auto keine Spielkonsole.

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Umtauschen nicht.
Erstmal hat der Händler 3 Reparaturversuche, bevor er Wandeln muss, wenn es ein Garantie/Gewährleistungsfall ist.

Also ab zum Händler, Rechnung mitnehmen und schauen was er machen kann.

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Im Gewährlesitungsfall darf sich der Kunde aussuchen, ob er reparieren lassen oder umtauschen möchte. Die Nachbesserung gilt nach zwei erfolglosen Reparaturversuchen als fehlgeschlagen.

Im Garantiefall gilt, was in den Garantiebedingungen sthet.

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