Kann der Trainer das verbieten?

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17 Antworten

Ich war selbst jahrelang Jugendtrainer. Bin mir zwar nicht sicher, ob ich Süßigkeiten generell verbieten würde, aber denkbar ist es schon. Bei einem Turnier, wenn sich die Kinder über eine längere Zeit zusammen aufhalten, kann eine Gruppendynamik entstehen, die du zuhause mit deinem Kind überhaupt nicht kennst.

Auf deutsch gesagt, wenn eins der Kinder sich Süßigkeiten holt, wollen alle anderen auch. Einige Eltern könnten aber was dagegen haben.  Und für einen Trainer wäre es sehr heikel, dann einigen Kinder was zu erlauben und anderen nicht. Daher wäre es für mich durchaus nachvollziehbar, es für diese Zeit generell zu verbieten. Jedes Kind wird ein paar Stunden ohne Süßigkeiten überleben.

Die Teilnahme an einem Mannschaftssport bedeutet für Kinder in diesem Alter neben dem sportlichen Effekt ein bedeutendes Lerngebiet im sozialen Bereich. Kinder müssen sich irgendwann dran gewöhnen, dass es auf der Welt nicht nur das behütete Zuhause gibt, sondern auch andere Lebensbereiche, in denen man sich mit Anderen auseinander setzen muss und auch mal andere Regeln kennenlernt. Und diese Auseinandersetzen können sie nur lernen, wenn sie es auch selbst ausüben können, aber nicht, wenn die Eltern ihnen das städig abnehmen.

Vielleicht solltest du mal dein Kind als reif genug betrachten, dass es selbst beurteilen kann, wie es mit dieser Situation klarkommt. Da du schreibst, dass es ohnehin etwa deinen Ernährungsprinzipien entspricht, gehen ich mal davon aus, dass der Kleine wohl keine Probleme damit hatte.

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Ich verstehe nicht, was Du für ein Problem hast.

Du erziehst deinen Sohn. Du gibst deinen Sohn in die Obhut des Trainers für ein paar Stunden. Solange er in dessen Obhut ist, gelten dessen Regeln. Im Grunde unterstützt der Trainer dich doch sogar. 

Soll der Trainer jetzt mit allen Eltern absprechen, welche Regeln er aufstellt? Wie soll das praktisch gehen? Da brauchen doch nur zwei Eltern unterschiedlicher Meinung sein, schon kann der Trainer nicht mehr führen. 

Dein Problem scheint zu sein, dass DU dich übergangen fühlst. Was ist für deinen Sohn das Beste, sollte hier die Frage lauten. Wo solche harmlose Regeln von Eltern in Frage gestellt werden, kann der Trainer seinen Job nicht machen, bzw doch er kann, wenn er deinen Sohn ausschließt. Willst Du das?

Eltern sollten eingreifen, wenn der Trainer Sachen macht, die sie nicht billigen können. Ansonsten sollten sie den Trainer seinen Job machen lassen. Der ist schwieriger, als man denkt.

Kannst Du seine Regel, die paar Stunden auf Süßes zu verzichten, nicht billigen?

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Ehrlich gesagt finde ich, dass man sich nicht über alles aufregen und ärgern braucht. Manche Dinge kann man auch einfach mal so hinnehmen. Dass Du auf die Gesundheit Deines Kindes achtest ist zwar lobenswert, doch das heißt noch lange nicht, dass es alle Eltern so machen wie Du. Und wenn der Trainer die Ansicht hat, dass bei seinem Training solche Dinge wie Süßigkeiten oder Süßgetränke nicht dazu gehören, dann kann man das einfach mal so akzeptieren. Er scheint da klare Vorstellungen zu haben, die doch eigentlich gar nicht so schlecht sind und ich finde, dass sich Kinder auch mal an Vorgaben anderer Erwachsener halten können. So lernen sie ja auch daraus und können unter Umständen sogar ihre Eltern belehren, dass zuviel Süßes nicht gut für einen ist.

Also mach' kein Fass auf, sondern fühle Dich in dem Moment einfach nicht angesprochen...;-)

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Es ist durchaus löblich, dass Du Dich gemäß grundgesetzlichem Auftrag Deiner Fürsorgepflicht Deinem Sohn gegenüber gut nachkommst. 

ABER

Du lebst nicht auf einer einsamen Insel. Schon gar nicht, wenn Du Dein Kind in eine von einer erwachsenen Person geführte Gruppe schickst. Diese erwachsene Person stellt im Fall Du Deinen Sohn da angemeldet hast die Regeln auf. 

Im vorliegenden Fall werden die Regeln von Dir ja gar nicht infrage gestellt 

Infrage gestellt wird von Dir, ob der Trainer das Recht zu solchen Regeln hat. 

Ja. Hat er. 

Hättest Du Deinen Sohn in einem guten Kampfsportverein angemeldet, müsstest Du unter guten Umständen tatsächlich mit noch mehr Einmischung in die Ernährung rechnen. Denn tatsächlich gehört eine gesunde Ernährung gerade bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres zur Grundlage, um überhaupt Sport betreiben zu können. 

Meldest Du also Dein Kind bei einer Sportgruppe an, musst Du einerseits zur Kenntnis nehmen

dass der Trainer alle Gruppenmitglieder in seinen Entscheidungen zu berücksichtigen hat. Schon angesichts des Diskriminierungsverbots. Aber auch um seiner mit der Anmeldungsannahme übernommenen Erziehungspflicht bestmöglich nachkommen zu können. 

Denn stelle Dir vor: 

Da ernährt eine Mutter ihr Kind ständig mit ungesundem Zeug. Der Trainer hat ohne Dein Wissen - geht Dich ja auch Nichts an - mit der Mutter vergeblich gesprochen. Kommt vor. 

Würde der Trainer nun nur dem einen Kind den Verzehr von solchem Zeug verbieten, würde er Mobbing Tür und Tor öffnen. 

Er stellt also eine allgemein gültige Regel auf. 

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Doch. Du hast durchaus nicht nur ein Recht sondern zu gleichem Anteil eine Pflicht Deinem Kind gegenüber. Diese Deine Pflicht beinhaltet durchaus auch, ein wenig weiter als innerhalb einer Schablone zu denken. 

Doch. Du kannst davon ausgehen, dass mindestens alle Jugendtrainer der deutschen Sportvereine, welche an entsprechenden Kursen teilgenommen haben, meine Ausführungen zu berücksichtigen gelernt haben. 

Weiter kannst Du davon ausgehen, dass meine Ausführungen manchen Menschen schlicht auch ohne irgendwelche Kurse oder so selbstverständlich sind. 

Und doch: Rechtlich ist die Zeit in einem angemeldeten Verein mit jener in einer Schule vergleichbar. 

In der Schule vermittelt unsere Gesellschaft der nachwachsenden Generation Bulemielernen unwesentlicher Sachen, verhindert selbständiges Denken und die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Um nur zwei Negativbeispiele zu nennen. 

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Ich würde das anliegen nicht so kleinlich behandeln.

Der Trainer ist für mehr da als nur den Jungs sagen dass sie 10 Runden laufen sollen. Wenn er eine Ansage macht, ist das nicht böse gemeint.

Er will den Kleinen ein wenig Disziplin beibringen und dazu gehört auch der Verbot von Süßkram beim Sport. Finde ich total in Ordnung. Hat nichts damit zu tun, dass er dich als unfähig erachtet.

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Rechtlich gesehen haben sie recht das das in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten liegt. Jedoch wenn es der Trainer nicht erlaubt und man verstößt kann der Trainer sagen er haltet sich nicht an die Regeln und könnte Folgen in sinne des Fußballclubs. An ihrer stelle würde ich den Trainer Benachrichtigen bzw ihren Sohn es zu erlauben das er sich es Kaufen bzw essen darf und das von ihen erlaubt ist. Sollte der Trainer es nicht gestatten, sollte man sich daran halten das es anscheinend an eine Regel ist.
Fazit: Ich denke er kan er nicht erlauben wie es auch in der Schule nicht erlaubt ist in manchen Fächern zu essen.

Ps.: Ich schätze das es nicht böse ist sondern zur eigen Gesundheit also vielleicht hilft ein Gespräch.

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das hat doch nichts mit einmischung in deine erziehung zu tun! es ist doch nur ein baustein für eine sinnvolle, gesunde (möglichst zuckerfreie) ernährung, die man beim sport braucht.

süßigkeiten sollte man kindern in maßen und kontrolliert geben. wenn du das aber ignorierst, dann könnte man deine philosophie einer kindgerechten und gesunden erziehung, bzw. ernährung in zweifel stellen.

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In dem Moment, in dem das Turnier ist, ist der Trainer weisungsberechtigt. Das hat nichts mit "in die Erziehung reinreden" zu tun.

Wenn Dein Sohn in der Schule ist, muss er doch auch das machen, was die Lehrer verlangen.

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Jochen2 21.10.2016, 18:12

Das ist aber ein Unterschied. In der Schule sind die Eltern ja nicht dabei. Bei dem Turnier schon.

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beangato 21.10.2016, 18:14
@Jochen2

Das ist überhaupt kein Unterschied.

Gesetzt den Fall, Du würdest nicht mitgehen, würde der Trainer das auch so sagen.

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PeterSchu 21.10.2016, 19:04
@Jochen2

"In der Schule sind die Eltern ja nicht dabei. Bei dem Turnier schon."

Das ist bei 8-Jährigen keineswegs gesagt. Teils sind die Eltern dabei, teils nicht. Und es wäre für den Trainer verheerend, wenn einige Eltern es ihren eigenen Kindern erlauben und andere Kinder dürfen nicht. Denn ihre Eltern könnten durchaus was gegen Süßigkeiten haben.

Rechtlich gesehen übernimmt ein Verein bei der Betreuung der Jugendlichen die Aufsichtspflicht. Wenn Eltern zum Zuschauen mitkommen, ändert das daran auch nichts.

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der Trainer entscheidet wer mitspielt. Wer ihm nicht passt, den lässt er hält draußen, dass darf er entscheiden. Er versucht natürlich genau wie du auch, die Kinder dazu zu bewegen, nicht zuviel Süßkram zu sich zunehmen, ist doch ok.

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Eigentlich kann er es natürlich nicht verbieten. Er könnte ja sagen, dass er sich wünschen würde, dass seine Spieler das nicht essen. Wer es trotzdem macht, muss vielleicht mit weniger Spielzeit rechnen. Das wäre dann verständlich. Eigentlich liegt die Entscheidung aber bei ihnen, was ihr Sohn essen darf und was nicht.

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ich war jahrelang bis 14 in leichtathletik und da hat sich der trainer und später die trainerin nie eingemischt wenn einer mal ein tüterl gummibärchen oder ein twix dabeihatte. und wenn einer mal was süßes hat? ja das wird ein erwachsener der kinder trainiert ja hoffentlich klären können. der braucht keinen auf oberstabsoffizier machen.

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Menuett 22.10.2016, 16:33

Gut. Das waren die Regeln Deiner Trainerin.

Sie kann den Verein wechseln, wenn es ihr die dortigen Regeln nicht gefallen.

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Was ist daran so schlimm??
Er hat gesagte das keiner was süßes beim Training essen/trinken soll dass ist eine ganz normale regel 😂

Wenn man dir im Flugzeug sagt anschnallen sonst fliegt ihr nicht mit würdest du da genau so reagieren ?
Natürlich musst du dich dann anschnallen.

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Ja kann er. Er hat dort die Aufsichtspflicht und damit kann er solche Anweisungen geben.

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Dein Sohn spielt da in einem Team mit.

Da hat er die Regeln des Teamleiters zu befolgen und nicht Deine.

Wenn Dir das nicht gefällt: Er muß nicht in dem Verein Fußball spielen.

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Wenn du sowieso auf gesunde Ernährung achtest, wieso fühlst du dich dann überhaupt angesprochen?!

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Jochen2 21.10.2016, 18:33

Komplett muss man es ja nicht verbieten. Ein hundertprozentiges Verbot ist ja auch quatsch. Ich erziehe meinen Sohn nicht ein anderer.

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PeterSchu 21.10.2016, 18:46
@Jochen2

"Ich erziehe meinen Sohn nicht ein anderer."

Das ist eine vollkommen falsche Vorstellung. Kinder und Jugendliche holen sich ihre Vorbilder und Belehrungen überall, das kannst du nicht verhindern. Ein kluges afrikanisches Sprichwort lautet: "It takes a whole village to raise a child."

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BellAnna89 21.10.2016, 19:03
@Jochen2

Also weil du dich so dermaßen darüber aufregst, unterstelle ich dir, dass du keinen Wert legst auf die Ernährung, denn sonst wäre dir bewusst, dass der Trainer das nicht nur für euch, sondern für alle Spieler gesagt hat, und würdest wortlos zustimmen, ja, dich sogar freuen, dass das für euch ohnehin selbstverständlich ist...

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PeterSchu 21.10.2016, 19:33
@Jochen2

"Komplett muss man es ja nicht verbieten."

Tut der Trainer ja auch nicht. Er verbietet es nur während des Turniers. Wo ist das Problem?

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Menuett 22.10.2016, 16:36
@Jochen2

Dann behalte ihn aber auch bitte 100 Prozent Deiner Zeit bei Dir.

In der Obhut anderer Menschen gelten deren Regeln, nicht Deine.

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Ich finde es bekloppt.

Wenn der Trainer Süßes verbieten will, dann soll er doch zu denen gehen, die das Zeug verkaufen.

Erziehungsberechtigt hin oder her - ich  finde solche Verbote einfach nur dämlich.
Da wird Kindern der Mund wässrig gemacht und dann kommen so ein paar oberschlaue Erwachsene daher und denken, Verbote seien das einzig Wahre.

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PeterSchu 21.10.2016, 19:32

Dann hast du nie einen Job wie den als Trainer gemacht. Sonst müsstest du dich nämlich fragen, ob auch alle Eltern damit einverstanden wären, dass die Kinder Süßigkeiten essen dürfen. Und als Trainer kannst du wohl kaum der Hälfte was erlauben und dem Rest nicht.

Und Kinder, die keine drei Stunden ohne Süßigkeiten auskommen können, kriegen früher oder später eh ein Problem.

Ein "dämliche Erwachsener" wie der Trainer hat nämlich die schwierige Aufgabe, dass er nicht nur ein Kind vor sich hat, das er nach Belieben verwöhnen kann, sondern dass er Allen gleichermaßen gerecht werden muss.

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Eigentlich darf er das nicht da hast du recht.Aber manchen kann man es nie recht schaffen.

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PeterSchu 23.10.2016, 20:33

Wieso darf er das nicht?

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JONAS181 24.10.2016, 06:40

Hallo! Jetzt überleg mal!!!!!!

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