Judo zur Selbstverteidigung?

Das Ergebnis basiert auf 17 Abstimmungen

effektiv 71%
UNeffektiv 29%

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
UNeffektiv

Hmmm, also, ich habe selbst einen schwarzen Gürtel im Judo, und ich würde es eigentlich als reine Sportart bezeichnen, denn beim Judo brauchst du immer sehr engen Körperkontakt, um eine Technik anwenden zu können. D.h. wenn dich jemand beispielsweise mit einem Messer angreift, würdest du dich eher noch selbst aufschlitzen, weil du extrem nah ran musst. Sollte dein Gegner unbewaffnet sein, hättest du mit Judo vermutlich gute Chancen, aber dann hast du wiederum das Problem, dass per Gesetz geregelt ist, dass ein Kampfsportler seine Kampftechniken nicht gegen einen Nichtkampfsportler einsetzen darf. Dann bekommst du womöglich noch Schwierigkeiten, obwohl du dich eigentlich nur gewehrt hast...

effektiv

Besser als viele andere Kampfsportarten! Weil in einer realen Kampfsituation weniger geboxt oder getreten wird, sondern viel mehr ein herumreißen zu Boden bringen und am Boden weiter kämpfen. Ist vom CIA und FBI Statistisch bewiesen 80 prozent aller auseinandersätzungen (schlegereien) änden am Boden, und beim Judo ist auch ein bisschen Bodenkampf mit drinne. Am besten ist aber Brazilien Jiu Jitsu da wird zu 80 prozent ab Boden gekämpt, wodurch der gegner durch diverse Würge und Hebeltechniken zur Aufgabe gezwungen wird. Macht super viel Spaß und ist am Effektivsten. Am besten ist aber wenn du so viel wie möglich kannst. Ein bisschen Judo, Kick Boxen, Brazilien jiu jitsu etc. Mam spricht auch vom MMA. Aber mach mal Judo wenn ich wüsste wo du herkommst könnte ich dir ein Verein empfehlen. Gruß

Bei den Judotechniken nimmt der Bodenkampf den gleichen Stellenwert ein wie die Wurftechniken. Leider wird der Bodenkampf seit einigen Jahren beim Wettkampf meist unterbrochen, da der Kampf im Stand als spektakulärer und somit publikumsträchtiger angesehen wird. Für mich als Bodenspezialisten war das keine gute Entwicklung.

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effektiv

Hallo,

meine effektiven "Vorschreiber" schreiben das Richtige. Fakt ist eins, egal was Du machst, Du musst der Bessere sein. Das erreichst Du über Training, Training, Training und natürlich Training. Judo hat den Vorteil, dass Du am Mann kämpfen kannst. Übrigens echte Kampfsportler suchen keinen Streit und gehen sich lieber aus dem Weg. Soll heißen die Straßenkämpfer sind nicht unbedingt die Meister ihrer Sportart. Wenn Du der Bessere sein willst, hilft nur Training, Training, Training und Training, egal für welchen Kampfsport Du Dich entscheidest. Die ersten Erfolge stellen sich nach 3 - 5 Jahren ein, je nach Trainingsumfang.

effektiv

Sehr effektiv. Wenn du nah drann bist kann man die Wurftechniken anwenden am Boden die Würge Hebel und Haltegriffe. Auf größere distanz die atemi-waza techniken welche in manchen Vereinen noch unterrichtet werden . In den atemi-waza techniken sind zahlreiche tritte und schläge auf die Körperschwachstellen enthalten . Ich selber lerne diese im momemt. Meistems werdem sie jedoch nicht unterrichtet da sie aus dem traditionellen judo stammen und entfernt wurden um Judo wettkampf tauglich zu machen.

effektiv

Dass Judo auch in der Selbstverteidigung eingesetzt werden kann, zeig(t)en die Veränderungen in der Prüfungsordnung. Denn die Techniken des Judo sind - schon vom Prinzip her - auf Selbstverteidigung ausgerichtet. Ohne einen Angriff des Gegners ist dessen Energie nicht "umzuleiten" oder "weiterzuleiten".

Im Judo-Wettkampfsport allerdings sind die Regeln natürlich verändert, damit ein Wettkampf möglich ist.

Nach über 45 Jahren Judo-Erfahrung muss ich feststellen, dass ich mit den "weichen" Techniken des Judo in bestimmten Situationen für mich besser zurechtgekommen bin: Ausweichen, greifen, werfen, hebeln - schon ist der Gegner absolut bewegungsunfähig - auch ohne ihn zu verletzen.

Das geht erst nach vielen Jahren Training, erspart dir aber vielleicht ein Verfahren wegen Überschreitens der Notwehr.

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