Juden bei den Olympischen Spielen 1936?

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6 Antworten

Auf eindrucksvolle Weise widerlegt die Ausstellung die historische Lesart, der zufolge der staatliche Antisemitismus bis 1936 doch eher unsystematisch betrieben wurde.

So schreibt denn auch der Sporthistoriker Hans Joachim Teichler im
lesenswerten Begleitband: "Der Interpretation, dass Hitler in der Judenfrage vor 1936 eine begrenzte und eher mäßigende als radikalisierende direkte Rolle spielte, muss aus Sicht der Sportgeschichte daher widersprochen werden." Gretel Bergmanns Biografie zeigt, dass die Nazis der Weltöffentlichkeit eine Normalität vorgaukelten, die sie gleichzeitig zynisch kalkulierend hintertrieben.
aus: http://www.fr-online.de/kultur/juedische-sportlerinnen-vor-1936-hitlers-diabolische-spiele,1472786,3212796.html

Mit der Abwehr des Boykotts der US-Mannschaft war es für Avery Brundage
nicht getan. Er sorgte dafür, dass eine „vorzeigbare“ Mannschaft antrat,
d. h. ohne jüdische Sportler. Für das Finale der 4-mal-100-Meter-Staffel der Männer waren zwei jüdische Sprinter aufgestellt worden: Sam Stoller als Startläufer, Marty Glickman als zweiter. Doch am Tag vor dem Finale wurden sie aus der Staffel genommen.[4] aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936

Am Ende gehörte aber nur eine „Halbjüdin“ der deutschen Olympiamannschaft an, die Fechterin Helene Mayer, die eine Silbermedaille gewann. Kurz vor dem Antritt zu den Spielen wurde Gretel Bergmann vom NS-Regime aus rassistischen Gründen und mit der Begründung einer angeblichen Verletzung an der Teilnahme gehindert. aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936#Propaganda

http://www.academia.edu/13003959/Ein_Fest_der_T%C3%A4uschung_-_Die_Olympischen_Spiele_1936_und_die_Presselenkung_im_NS-Staat_am_Beispiel_der_Presseanweisungen_der_Vorkriegszeit

https://books.google.de/books?id=3j-3BgAAQBAJ&pg=PA73&dq=Der+Ausschlu%C3%9F+der+deutschen+Juden+aus+Gesellschaft+und+Sport&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwih6rj8ptTQAhVKBsAKHcNmBysQ6AEIHTAA#v=onepage&q=Der%20Ausschlu%C3%9F%20der%20deutschen%20Juden%20aus%20Gesellschaft%20und%20Sport&f=false

Und, konnte ich dir helfen?

Gruß seniorix

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Ich kann dir jetzt keine Quellen nennen, aber wenn mir jemand sagt: "die und die sind nicht prinzipiell ausgeschlossen"

höre ich dahinter ein "aber in Wahrheit natürlich doch."

Ich weiß nicht, ob es bei den Amerikanern jüdische Teilnehmer gab, aber bei den Deutschen gab es sie nicht. Es gab eine jüdische Hochspringerin, die aber dann doch nicht starten durfte. Statt ihrer startete dann ein als Frau verkleideter Mann.

Leider habe ich den Namen der Hochspringerin vergessen. Sie ist aber bekannt und bei Google solltest du ihn finden können.

Aber die hohen Sportfunktionäre, egal ob Olym. Komitee oder Fifa waren ja immer taub, wenn es um Menschenrechte ging. Das sind sie immer noch.


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Kommentar von Maxieu
01.12.2016, 18:51

"...aber bei den Deutschen gab es sie nicht"

Aber eine blonde, blauäugige "Halbjüdin", die Fechterin und Silbermedaillengewinnerin Helene Mayer.

"...Statt ihrer startete dann ein als Frau verkleideter Mann."

Etwas schief:

Der Platz der "Jüdin"  Gretel Bergmann blieb unbesetzt.

Und ob man einfach sagen kann, dass der vage intersexuelle Heinrich (= Dora) Ratjen ein als Frau extra verkleideter Mann war,
lasse ich mal dahingestellt.

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Ausländische Juden konnte man nicht ausschließen, aber deutsche Juden wurden in der Qualifikation für die Spiele aktiv behindert und so "mangels Qualifikation" ausgeschlossen.

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1936 konnte Hitler noch garnicht so offen antisemitisch auftreten, besonders bei einer internationalen Veranstaltung. Deswegen die Formulierung.

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Danke für den Stern, hoffe du konntest die Quellen gut gebrauchen.

Und, hast du deinen Vortrag schon gehalten? Wie war er? Hast du ein Fazit zu deinem Thema?

Adventliche Grüße seniorix

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