Hatte das Deutsche Reich jemals eine realistische Chance, den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen?

Vorne weg: Ich bin Gegner des NS-Regimes, finde die Thematik nur einfach wahnsinnig interessant.

Hätte Deutschland mit bestimmten strategischen Entscheidungen den Krieg jemals gewinnen können? Die materielle und personelle Diskrepanz zwischen den Alliierten und den Nazis war enorm. Die Rote Armee hatte immer wieder Nachschub aus dem Osten der Sowjetunion bereitstellen können, die Amerikaner produzieren bei Weitem mehr Rüstungsgüter usw.

Eine Theorie, die ich habe, sieht so aus, dass man sich vielleicht erst einmal auf den Westen hätte konzentrieren sollen (Frankreich, Norwegen), um zum einen ein Landen der Briten auf dem europäischen Festland zu unterminieren und zum anderen anschließend erst die Royal Air Force zu zerschlagen und dann direkt im Anschluss das Unternehmen Seelöwe umzusetzen, also die Invasion von Bodentruppen in Großbritannien.

Dies hätte m. E. gewaltige Ressourcen, insbesondere in der Luft, erfordert. Die deutsche Rüstungsindustrie hätte also erst einmal vorwiegend für einen Krieg gegen Großbritannien produzieren müssen.

Ebenso wäre eine deutlich überlegene Präsenz in Nordafrika evtl. sinnvoll gewesen. Mit diesem Vorgehen hätte man im Erfolgsfall den Alliierten die Möglichkeit genommen, sowohl eine Invasion von Großbritannien als auch von Nordafrika aus auf das europäische Festland zu starten. Des Weiteren hätten die USA keine feste Basis für ihre Truppen in Europa gehabt. Erst dann wäre vielleicht ein Angriff auf die Sowjetunion denkbar gewesen.

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Es gab niemals eine Chance.

Keine Chance weil man nicht zuviel mit hätte wäre wenn spielen sollte. Hätte Hitler nicht vorgehabt mit der SU Krieg zu führen, wäre er nicht so blöd den USA Krieg zu erklären in der grössenwahnsinnigen Verblendung er könne mit den Japanern zusammen die Welt aufteilen, wenn Ausserirdische(oder tibethische Gurus oder woran Adolf da geglaubt hat) ihm Öl und Mg und andere Ressourcen im Überfluss vom Himmel geschmissen hätten, dann.... nix dann.

Er wollte nunmal die SU angreifen und Lebensraum im Osten und das Weltjudentum bezwingen... Das Ergebnis war logisch und unausweichlich.

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Das ist wieder so ein Versuch ein Frauenrechte bzw. Feminismus-Thema aus dem Hut zu zaubern da wo es keins gibt.

Kriege haben's an sich, dass nach ihnen akuter Männermangel herrscht. Wenn schon, dann hat der 2.WK das Gegenteil bewirkt. Und die prekäre Lage vieler Zivilisten nach dem Krieg(ausgebombt, geflohen oder einfach ohne Verdienst) hat die Situation kaum verbessert. Frauen waren oft abhängiger in so einer Situation und die 50er waren wohl die die patriachalischsten Jahre. Zumindest im Westen.

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1938 oder eher 1945? Das wäre hilfreich um zu suchen. Es gab den Grenzkonflikt von 1938 und den Krieg 1945. Über beide Vorfälle gibt es Filme.

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Das ist nur die Oberfläche. In Realität haben die USA seit dem Krieg eine Politik der ideologischen und wirtschaftlichen Kontrolle der eroberten Länder verfolgt. Und die Japaner sind keine Idioten um es nicht zu verstehen. Es gehört aber zur japanischen Kultur seit Jahrhunderten sich nicht in die Kartenschauen zu lassen, sich dem Sieger zu beugen aber nie zu vergessen, dass sie besiegt wurden und geduldig zu warten auf die Möglichkeit sich zu befreien. Um aber sowas in Klartext von Japanern zu hören muss man viele Hürden in der sozialen Kommunikation nehmen.

Ich habe mich hier vor Tagen köstlich amüsiert hier über eine Frage. Angeblich hatten die Amerikaner japanische Wirtschaftsstrukturen demokratisiert. Ein gute Beispiel. Natürlich wollten die USA japanische Strukturen zerschlagen, also holten sie ihre dämliche Demokratie-Keule raus. Aber hatten sie Erfolg? Nein, die japanische Wirtschaft ist nachwievor traditionell organisiert und bekanntlich sehr effizient. Und aus eroberten Vassalen von 1945 sind die Japaner zu einer Wirtschaftsmacht geworden. Besetzt sind sie immer noch und das wissen sie aber ihre Wirtschaftsmacht kann man eben nicht ignorieren.

Das ist natürlich alles auf höherem Niveau so. Der Normalbürger kriegt davon oft wenig mit. Aber Japan und die japanische Mentalität ist etwas was die Europäer nicht wirklich kennen. Sie sind schon anders. Und wenn sie auf Rock'n'Roll abfahren heisst es noch lange nicht, dass sie USA bzw. Aussenstehende generell so toll finden.

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Es gab Straflager in die man die steckte, die Ausbruchsversuche gemacht haben. Also daran erkennst du, dass es schon öfters passierte. Und Westaliierte hatten weniger Ansporn dazu. Sie wurden zumindest bis 2.Hälfte 1944 zivilisiert nach dem Kriegsrecht behandelt während sowjetische Gefangene unter unwirklichsten Bedingungen überleben mussten. Dafür hat man sie auch strenger bewacht.

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Ist politisches Andersdenken etwas, was sich mit fortschreitenden Alter von selber gibt? Was sind eure persönlichen Erfahrungen?

https://www.youtube.com/watch?v=TDjCCifQgbw&list=RDTDjCCifQgbw&start_radio=1&t=4

So hab´ ich es nach langen Jahren

Zu diesen Posten noch gebracht

Und leider nur zu oft erfahren,

Wer hier im Land das Wetter macht.

Du sollst, verdammte Freiheit ! mir

Die Ruhe fürder nicht gefährden;

Lisette, noch ein Gläschen Bier !

Ich will ein guter Bürger werden.

Auch ich sprach einst vom Vaterland

Und solchen sonderbaren Dingen,

Ich trug das schwarzrotgoldne Band

Und ließ die Sporen furchtbar klingen:

Doch selig, wer im Gleise geht

Und still im Joche zieht auf Erden –

Was hilft die Genialität ?

Ich will ein guter Bürger werden.

Diogenes vor seiner Tonne –

Vortrefflich, wie beneid´ ich ihn !

Es war noch keine Julisonne,

Die jenen Glücklichen beschien.

Was Monarchie ? was Republik ?

Wie sich die Leute toll gebärden !

Zum Teufel mit der Politik !

Ich will ein guter Bürger werden.

Gewiß, man tobt sich einmal aus –

Es wär ja um die Jugend schade –

Doch, führt man erst sein eigen Haus,

So werden Fünfe plötzlich grade.

In welcher Mühle man uns mahlt,

Das macht uns nimmer viel Beschwerden.

Der ist mein Herr, der mich bezahlt –

Ich will ein guter Bürger werden.

Jedwedem Umtrieb bleib ich fern,

Der Henker mag das Volk beglücken !

Ein Orden ist ein eigner Stern,

Wer einen hat, der soll sich bücken.

Bück dich, mein Herz ! bald fahren wir

Zur Residenz mit eignen Pferden

Lisette, noch ein Gläschen Bier !

Ich will ein guter Bürger werden.

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Erfahrung sollte den Menschen lehren selbstkritischer zu sein, das Realmögliche vom Gewünschten zu unterscheiden. Erfahrung lehrt Einsicht, dass es auch andere Menschen und Meinungen gibt und die Welt kein Ponyhof ist. Das Wertesystem ändert sich. Als junger Mensch ist man egoistischer und will eher etwas vom Leben nehmen anstatt zu geben bzw. demütig zu erkennen wie wenig man bedeutet im grösseren Zusammenhang und wie stark die äusseren Umstände das Leben des Einzelnen prägen.

Das bedeutet aber nicht, dass man im Alter nicht rebelliert. Im Gegenteil. Im Alter sind die Überzeugungen geformt und wenn man weiss man muss etwas bekämpfen, dann tut man es nicht auf der emotionaler Welle der Begeisterung sondern mit voller Überzeugumg und mit Opferbereitschaft. Vielleicht aber mit mehr Geschik und nicht mit dem Kopf durch die Wand. Die Jugend will offen, laut und direkt regieren. Die Älteren wollen ihre Ziele erreichen.

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1.Türkei hat in Syrien und in der Region Machtinteressen.

2. Mindestens weil Kurden beteiligt sind. Und sie sind ein grosses türkisches Problem.

3. Wenn ein Freund krank ist, dann fahre ich auch hin und helfe. Ob Türkei der richtige Helfer für Syrien ist sei an dieser Stelle nicht diskutiert.

4. Alle Länder haben Interessen und alle Beteiligten sind nicht aus Nächstenliebe da.

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Russisch:

http://alcoretail.ru/wp-content/uploads/2017/04/Prodazha-alkogolja-nesovershennoletnim-zapreshhena.jpg

Kannst du ausdrucken.

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1.Die DDR, nicht die UdSSR. Auch im Ostblock durften auch die Junior-Partner was entscheiden. Die Reisebestimmungen waren auch in jedem Ostblock-Land anders.

2.Die Einschŕänkung der Reisefreiheit war der grösste Fehler im Osten. Wenn die Leute in den Westen frei dürften, würden sie auch wieder zurückwollen.

3.Ich weiss nicht woher du diese Vorstellung hast die SU wäre interessiert daran Deutschland mit Russen zu besiedeln. Wozu?

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Sie entstehen nicht zu einem Zeitpunkt. Und sie verändern sich ständig. Nach dem 2.WK entstanden nicht 2 Wirtschaftssysteme, sondern politische Einflussphären mit festen Machtverhältnissen. In der jeweiligen Einflussphäre wurde dann die jeweilige Wirtschaftsordnung der Führungsmacht installiert. Das wurde vertraglich festgeschrieben unter den Kernmitgliedern des jeweiligen Lagers. Im Westen war es das Bretton-Woods-Abkommen von 1944 im Osten Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe von 1949.

Die Wirtschaftssysteme an sich bestanden schon zu diesen Zeitpunkten. Es wurde nur nochmal deren Funktionieren bzw. Ausbreitung in der jeweiligen Einflusssphäre geregelt.

Welche Ziele wohl? Die jeweilige Führungsmacht schaffte ein globales Macht- und Wirtschaftsgefüge. Die USA waren etwas strenger zu ihren Vassalen. Deren System sah eine strenge Umverteilung zugunsten der US-Wirtschaft in erster Linie über die Dollarbindung und Kreditvergabe. Die meisten Länder des Systems mussten nach dem Krieg mehr oder weniger wiederaufgebaut werden. Mit amerikanischen Krediten die Exporte aus den USA finanzierten und damit doppelt die USA begünstigten. Einmal mit Absatz für die US Industrie(Export stärkte zusätzlich die Macht des Dollars) und dann durch steigende Beteiligung amerikanischer Kreditinstitute. Ausserdem bestand auch eine mehrstufige Hierarchie mit Hegemonialstellung der USA, Kernländer der sog. Westlichen Welt(zu der quasi dann auch Japan und Australien zählten aber), die mehr oder minder eine eigene Wirtschaftspolitik betreiben durften lediglich im Rahmen von Bretton-Woods(Dollarbindung der Währungen, Abhängigkeit von der Dollaremission) und dann noch lauter Quasikolonien, die schlicht ausgebeutet wurden um den Wohlstand der Kernländer zu finanzieren. Im sowjetischen Einflussbereich war das System weniger hierarchisch. Lediglich politisch durfte die Vormachtsstellung der UdSSR in keiner Weise in Frage gestellt werden. Wirtschaftlich haben aber alle Mitgliedsländer gleichermassen Zugang zu den jeweiligen Entwicklungsprogrammen gehabt. Kleinere Länder konnten sich spezialisieren und belieferten dann den gesamten Ostblock mit jeweiliger Produktion. Die DDR hatte z.B. Schiffswerften, Ungarn baute die "Ikarus" Busse usw. Die hatte dann auch der gesamte Ostblock. Die UdSSR übernahm auch den grössten Teil des Bildungsauftrages und bildete Spezialisten aus von Ärzten bis Ingenieuren für den gesamten Block aus und auf eigene Kosten. Es wurde auch viel Infrastruktur und Industrie gebaut aus dem Kessel des Rates für Wirtschaftshilfe, den die UdSSR grösstenteils füllte. Aber eben ohne diesen stregen Rente an die UdSSR zurück wie im Bretton-Woods-System.

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