Ist zu viel lernen ungesund?

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In einer Fachzeitschrift las ich den Bericht eines der Besten US-amerikanischen Ärzte, dass Stress durch Leistungsdruck und Überforderung genau so gesundheitsschädlich sein kann als täglich 24 Zigaretten zu rauchen. Die Folgen können Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, Burnout etc. sein. Falls die ersten Anzeichen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwitzen, Herzrasen, Konzentrationsstörungen etc. auftreten am Besten um einen Gang runterschalten.

Nach einem lernreichen Studium würde ich sagen: zuviel lernen an sich ist nicht ungesund, doch die Nebeneffekt sind es. Wer zuviel lernt, gerade Kinder, wird eingeschränkt in folgenden Möglichkeiten: körperliche Bewegung und damit Entwicklung, pflegen von sozialen Kontakten und Fertigkeiten, ausüben von kreativer und handwerklicher Betätigung, Interessensentwicklung in außerschulischen Bereichen. Folgen: Fettleibigkeit, Schwäche, Depression, Fachidiotie, sozialer Ausschluss, burnout, lebensunfähigkeit. Bitte danke :)

Wenn man soziale Kontakte zu sehr vernachlässtigt, leidet die Psyche. Auch wenn man sich selber zu stark unter Druck setzt (Leistungsdruck), können psychische Probleme wie Versagensängste entstehen. Wenn man durch intensives Lernen die (gesunde) Ernährung vergisst oder vernachlässtigt, kann es zu körperlichen Problemen kommen.

Ob 35 / 45 Stunden zuviel sind, hängt vom Alter der Schüler ab und wie der Unterricht gestaltet wird. Erfordert der Unterricht starke Konzentration, ist es schwer für Kinder und Jugendliche, diese über die volle Zeit aufrecht zu erhalten.

Manchmal ist weniger mehr.

Grundsätzlich ist Lernen nicht ungesund, aber man sollte es natürlich - wie bei allem - nicht übertreiben. Problematisch ist, dass die Konzentrationsspanne nicht sonderlich groß ist und man, selbst wenn man wollte, nicht den ganzen Tag/Woche vollständig aufmerksam ist. Lernen ist wichtig, aber soziale Kontakte noch mehr. Kinder müssen Kontakt mit anderen Kindern haben, um eine emotionale Intelligenz zu entwickeln ! In jungen Jahren ist es eher noch möglich schnell zu lernen, deshalb sollten Kinder eine gute Ausbildung bekommen, um so älter man wird, desto langsamer ist der eigene Lernprozess.

Wenn man bis ins Rentenalter (und danach) noch lernt, hält man sein Gehirn fit. Das soll Demenz u.a. vorbeugen.

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