Ist Weihnachten tatsächlich zuerst ein heidnisches Fest gewesen?

13 Antworten

Das Fest zu dieser Zeit hat einen antiken und sogar teuflischen Ursprung (so zeigt es sich bei näherer Betrachtung der Sagen). Astronomischer "Herrscher" des Sternbild Steinbock ist der Planet Saturn, und das wusste man schon hunderte Jahre vor Christus.

Aufgrund der damaligen Personifizierung dieser Planeten wurde den Göttern auf Erden ein Planet "zugeteilt". Der hebräische Gott "El", bzw. "Baal" , der damals schon oft als Steinbock abgebildet wurde, fand sich bei den Griechen nach ihrem Eroberungszug in der Person des Chronus wieder, und diesem war eben der Planet Saturn zugeteilt. Nach Chronus gab es den Naturgott "Pan", dem ebenfalls der Planet Saturn zugeteilt war. Deshalb wurde Pan auch später noch in der Figur des Steinbocks dargestellt (größtenteils menschlicher Körper, jedoch mit Hörnern und dem Unterleib eines Bocks).

Man darf hierbei nicht vergessen, dass der Planet Saturn auf Grund seiner Ferne zur Sonne (6.Planet von der Sonne aus), als ungöttlichster, bzw. sogar als sündigster Planet wahrgenommen wurde. Somit kann man sich sowohl Chronus, als auch Pan als sündige Personen vorstellen. Chronus zum Beispiel aß seine Kinder, und Pan war berühmt für Vergewaltigungen. Zudem verscheuchte er oftmals in seiner launischen Art Tiere auf Höfen, vermutlich Ursprung des wortes "panik".

Darauf folgt die Zeit der Römer, in der Saturn nun namentlich als Gottheit erwähnt wird. Dieser orientiert sich natürlich stark am griechischen Vorgänger Chronus. Auch er verschlang angeblich seine Kinder.

Aber die Einstellung ihm gegenüber änderte sich stark, denn er wurde als Gott akzeptiert und ihm zu Ehren wurde am 17. Dezember ein einwöchiges Fest namens "Saturnalien" eingeführt. Zu diesem Fest beschenkte man sich, es wurde öffentlich Geschlechtsverkehr betrieben und Sklaven hatten größtenteils die gleichen Rechte wie ihre Herren. Später wurde das Fest sogar noch bis zum 30. Dezember verlängert. Der Grund für dieses Datum war der Beginn des Sternbilds Steinbock, der ja sinngemäß für Saturn stand.

Da die Römer den öffentlichen Orgien und den Geschenken aber nicht abgeneigt waren, verlor Saturn allmählich sein schlechtes Image. Der Begriff Saturn als Teufel, bzw. Sünde kehrte erst mit dem Christentum zurück. Der Name Satan kommt nicht von ungefähr. Und die Darstellungen Lucifers, die dem Steinbock sehr ähneln, sollten auch kein Zufall sein. Und auch er soll ja vom Himmel gefallen sein..

Ach ja, es sollte auch niemanden wundern, dass der 6. Tag der Woche auf englisch "Satur-day" heißt.

Im Klartext : der in der Bibel verächtete Teufel, ist genaugenommen im Weihnachtsfest verankert. Ich gehe mal davon aus, dass beim ersten Konzil von Nicäa von Konstantin dem Großen befohlen wurde, dieses Fest beizubehalten und es mit der Geburt Christi zu rechtfertigen. Denn diese fand ca. 300 nach Christus statt, und da war es für die Heiden wohl nicht sehr leicht von diesem spaßigen Fest abzusehen..

Weihnachten ist kein christliches Fest. Nirgendwo im neuen Testament werden Christi Nachfolger aufgefordert, seinen Geburtstag zu feiern. Sonst hätte man evtl auch Wert darauf gelegt, diesen mit einem konkreten Datum zu benennen. Im Gegensatz dazu wurden seine Nachfolger aufgefordert, regelmäßig seinen Tod durch das Abendmal des Herrn zu feiern. Und der Todestag ist auch mit mit Datum bekannt (14. Nisan 33).

Unten hat jemand geschrieben, dass das Rot am Christbaum Christi Blut symbolisiert - das ist ziemlich abenteuerlich. Wie schon erwähnt ist die Farbe Rot erst Anfang des 20. Jahrhunderts dazugekommen. Vorher schmückte man mit Äpfeln, Oblaten etc.

Auf dem Petersplatz wird übrigens erst seit 1982 ein Weihnachtsbaum aufgestellt.

Im Mithras-Kult wurde die Wintersonnenwende (wann war die noch mal? Ach ja, 25.12.!!) mit einem geschmückten Baum gefeiert.

...und den Adventskranz hat ein protestantischer Erzieher im 19. Jahrhundert erfunden.

Zurück zum Datum: Das Weihnachtsfest auf den 25.12. zu legen hatte tatsächlich machtpolitische Gründe.

Kaiser Konstantin hatte eine multikulturelle Armee, zusammengesetzt aus Soldaten jeglicher Herkunft und Religion. Er hatte große Probleme, Ordnung und Einheit in diesen Multikulti-Haufen zu kriegen. Also hat er ein Fest erfunden, das ein christliches Element (Jesu Geburt) mit einem heidnischen Anlass bzw Datum (Saturnalien, Sonnenwendfeste) kombiniert, so wurde etwas geschaffen, was alle zusammen feiern konnten.

Bis dahin war niemand auf die Idee gekommen, Christi Geburt zu feiern. Geburtstagsfeiern waren bei den frühen Christen (ganz im Gegensatz zu den Heiden) nämlich überhaupt nicht üblich.

Die ersten Christen kannten eine solches Fest nicht. Jesus aus Nazareth - das war für sie der mächtige Prophet, der zu ihnen gesprochen und sie zur Umkehr aufgerufen hatte; der auferstanden war. Das Kind in der Krippe (das noch nicht reden kann) stand nicht im Mittelpunkt ihrer Erinnerung an Ihn. Erst zu Beginn des 3. Jahrhunderts begann man in Ägypten damit, der geistigen Geburt des Mannes aus Nazareth zu gedenken - nämlich seiner Taufe im Jordan. Interessanterweise beginnt das älteste der Evangelien, das Markus-Evangelium, nicht mit der Geburt Jesu in Bethlehem, sondern mit seiner Taufe im Jordan.

Ein Weihnachten kannten die ersten Christen nicht. Jesus von Nazareth war für sie der mächtige Prophet, der zu ihnen gesprochen und sie zur Umkehr gerufen hatte. Das kleine Kind in der Krippe stand nicht im Mittelpunkt ihrer Erinnerung an Ihn.

In diesem Ereignis sah man das erste öffentliche Auftreten Jesu, sein erstes "Erscheinen" also (griech. "epiphanias"). Das Gedenken daran feiert man am 6. Januar, wahrscheinlich in Anlehnung an ein altes ägyptisches Fest des Gottes Horus. Erst viel später, im angehenden Mittelalter, traten die "Heiligen Drei Könige" (über die in der Bibel so gut wie nichts ausgesagt ist) in den Vordergrund dieses Festes.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits des 24. Dezember als "Geburtsfest" Jesu etabliert. Zum ersten Mal war es 217 n. Chr. in Rom als solches begangen worden. Im 4. Jahrhundert hatte es sich allgemein durchgesetzt - als aus dem Urchristentum durch Konstantin bereits eine etablierte Staatsreligion geworden war. An diesem Termin wurden bisher zahlreiche heidnische Feste gefeiert: im Mithraskult, bei den Griechen und Ägyptern. Die Germanen, denen das Weihnachtsfest bis zum 8. Jahrhundert unbekannt war, feierten um diese Zeit die "Wintersonnwende".

Und die Krippe, der Tannenbaum, die Geschenke? Dies alles sind Errungenschaften der letzten 400 Jahre. Der erste "Weihnachtsbaum" taucht im 16. Jahrhundert auf. Auch er hatte Vorläufer - aber keine christlichen. Die Germanen schmückten ihre Häuser im Winter mit Zweigen. Auch Kanaaniter verwendeten im Baalskult lange vor Christus abgeschnittene Bäume. Die "Weihnachtsbäume" gelangten allerdings erst im 19. Jahrhundert bis in die bürgerlichen Wohnungen. Der Adventskranz ist eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts.

Weihnachten als ein mit Erwartungen und Klischees überladenes Familienfest, gibt es seit höchsten 150 Jahren. In der Zeit davor (seit der Reformationszeit) wurden nur die Kinder beschenkt. Für die Kinder kam lange Zeit noch die Nikolaus statt des "Christkindes", das im übrigen eine Erfindung Martin Luthers ist.

Auch die Krippe finden wir erst im 16. Jahrhundert, zuerst in den Kirchen; ins Haus kam sie frühestens ab dem 17. Jahrhundert.

Und die anderen Weihnachts-Bräuche? Weihnachtsstollen und Plätzchen sind wahrscheinlich Erinnerungen an alte germanische Bräuche, in denen man mit Opferbroten Unheil abwenden wollte. Das "Sternsingen" mit dem Anschreiben eines frommen Spruches an die Türen geht germanische Zauberrituale zurück, mit denen man ebenfalls Unheil zu bannen suchte.

Was bleibt übrig?

Was also bleibt von Weihnachten nach Abzug aller heidnischen Bräuche übrig? Das Bewusstsein, dass Christus, der Sohn Gottes, für uns Mensch wurde. Dieses Ereignis sollten wir dadurch ehren, dass Christus täglich mehr in uns geboren wird, indem wir Seine Lehren befolgen: die Bergpredigt und die Zehn Gebote, die Er als Jesus von Nazareth erneuerte und vertiefte.

Was wollte und will Christus? Will Er, dass wir Ihn als menschlichen Säugling niedlich finden und seine verstaubte Krippe jedes Jahr wieder vom Dachboden holen? Oder dass wir auf unsere Gefühle und Gedanken achten, ob sie Seiner Lehre entsprechen, und uns mit unserem Nächsten versöhnen?

Rund um den 24. Dezember fanden die heidnischen Sonnenfeste statt, die vor allem auf dem Gebiet der alten Römer für die Kirche ein Problem waren. Weihnachten wurde als Gegengewicht dazu eingeführt. Es war also eine machtpolitische Entscheidung, die "Geburt Christi" auf den 24.12. zu legen.

DH von mir dafür, genau so kenn ich es auch ;-)

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Nein, die haben das heidnische Fest der "Wintersonnenwende" gefeiert, das im Jahre 325 n.Chr. dann zur "christlichen Tradition" wurde (Offb.12,9).

genau. Bei diesem Konzil hat man gleich auch noch die Dreieinigkeit aus dem Hut gezaubert (ebenfalls unbiblisch, dafür aber in vielen heidnischen Kulturen/Religionen fest verankert)

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