Ist Frühförderung überhaupt notwendig bzw. bringt sie was?

17 Antworten

Ich finde die Frage kann leicht mißverstanden werden. Frühförderung ist eine vom Staat geförderte Leistung für Kinder, die Entwicklungsprobleme haben oder sonst auffällig sind. Dafür ist es eine große Hilfe. Damit wird die Chance erhöht, das sie sich auf dauer "normal" entwickeln können.
Anders ist es mit den zahlreichen Möglichkeiten, vom Babyalter an die Kinder zu "powern". Wenn es dem Kind Freude bereitet, warum nicht. Das müßte aber nicht unbedingt im Kurs sein. Alles, was man mit seinem Kind macht/unternimmt, fördert seine Entwicklung und seinen Horizont.Wichtig ist nur, dass man sich mit ihm beschäftigt.

Frühförderung ist für Kinder mit Entwicklungssörungen gedacht. Und für diese KInder ist das sehr, sehr wertvoll. Darüberhinaus schadet Beschäftigung einem Kind nie. Ob das allerdings als Fördermaßnahme außer Haus gemacht werden sollte, halte ich für fraglich.

Ja, richtig. Bei Entwicklungsstörungen kann das ja sinnvoll sein, das hatte ich in meiner Antwort ganz übersehen. Guter Hinweis, danke.

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@quopiam

ich galueb diese Frage hat abe rnichts mit der eigeneztlichen "FRühfördeurng" zu tun! Sie meint Kurse für Babys, Kinder, Eltern usw!

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Ich halte sowohl übertriebene Förderung als auch das Gegenteil für schlecht. Kinder, die ständig von einem Kurs zum anderen müssen, nur um bereits eine zweite Sprache zu erlernen kriegen doch sicher einen Knacks weg. Man muss es ja gar nicht mal so übertreiben, Frühförderung ist immer sinnvoll und kann man theoretisch auch zu Hause betreiben, lesen, malen, basteln, sprechen, singen, das ist leider nicht mal selbstverständlich für viele, die ihre Kinder einfach vor die Glotze packen und sich dann wundern, wieso sie in der Schule Probleme haben.

Meiner Ansicht nach ist Frühförderung ziemlich überflüssig, wenn nicht sogar schädlich. Ich habe öfters schon sowas beobachtet, wie Du geschildert hast. Ich möchte das aber nicht verallgemeinern, es herrscht - glaube ich - ein regelrechter Glaubenskrieg um dieses Thema. Ich denke, daß Kinder am besten selbst entdecken, wie sie lernen können und wollen und sich die Begabungen und das "Wissen-Wollen" im freien und spielerischen Umgang mit der Welt am besten entfaltet. Ich bin kein Pädagoge, kenne aber ziemlich viele professionelle Erzieher, die das auch so sehen. Meine Kinder würde ich mit Frühförderung nicht triezen, sondern ihnen einfach helfen, ihre Welt zu entdecken. Gruß, q.

Ich glaube mal, daß hier Frühförderung mit lernen nach Plan verwechselt wird. Frühförderung ermöglicht dem Kind, sich leichter einzugliedern, weil leichte "Behinderungen" (Sprache, Motorik etc) dort behandelt werden. Ich möchte auch kein Kind "triezen", aber ich finde Frühförderung durchaus sinnvoll - wenn es eine empfohlene Maßnahme ist. NIcht, wenn es "Eislaufmütter" so wollen.

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BITTE Leute hier muss klar unterschieden werden zwischen freiwilligen Kursen und Frühförderung!!!! Das ist nicht das gleiche/selbe!!!!

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Förderung für ein Kind ist immer gut, nur sollte man gut überlegen, in welchem Rahmen und Umfang diese Förderung stattfinden sollte. Ein Kind sollte immer Kind bleiben können. Das Leben wird schnell hart genug. Ein Sportverein ist sicherlich schön, wenn das Kind mit Begeisterung dabei ist. Sprachkurse nicht unbedingt, das geht mir persönlich schon zu weit, aber ich hatte auch den Vorteil, das mein Kind sowieso schon zweisprachig aufgewachsen ist. Kinder lernen von anderen Kindern, von Eltern, Geschwistern, Verwandten, Bekannten und sie benötigen (meiner Auffassung nach) nicht noch ein volles Programm an spezieller Frühförderung.

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