Ist eine Stellungnahme das gleich wie eine Argumentation?

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Bei den Begriffen kommt es zwangsläufig zu Überschneidungen. Argumentation bedeutet, dass du eine Behauptung mit Gründen (Argumente) stützt und damit die Richtigkeit der Behauptung belegst oder belegen willst. In einer Stellungnahme nimmst du zu dem, was jemand gesagt oder geschrieben hat, Stellung, bestärkend, lobend, ablehnend, wie auch immer. Also könnte etwa jemand einen Leserbrief in deiner Heimatzheitung gegen eine Umgehungsstraße argumentiert haben und zu dem Schluss gekommen sein, dass sie überflüssig sei. Dazu kannst du deinerseits in einem Leserbrief Stellung nehmen, indem du die These aufstellst, dass sie sehr wohl ihren Sinn hätte. Dazu baust du jetzt deine Argumentation auf, also du bringst mehrere Argumente für den Bau. Wenn du diese Argumentation allerdings frei von politischer Gebundenheit (Partei - parteiisch) führst, wirst anerkennen müssen, dass auch der andere Leser eventuell sinnvolle Argumente hatte. Dabei kannst du dann vielleicht zu einer Art Kompromiss kommen, dass die Straaße also Sinn hat, dass aber eventuell noch Planungsänderungen sinnvoll seien, so könnten dann gewichtige Einwände des anderen mit in die Lösung einbezogen werden. Durch eine solche faire und sachliche Argumentation führt man eher sinnvolle Lösungen herbei.

Deine Stellungsnahme kommt an's Ende deiner Argumentation hin, sprich wie du das Thema aus deinen eigenen Augen siehst (Ob eher negativ, oder positiv).

Nein.

In einer Stellungnahme erkläre ich, welche Meinung ich vertrete.

In einer Argumentation begründe ich, weshalb ich sie vertrete und setzte mich mit möglicherweise entgegenstehenden Standpunkten auseinander.

Eine Stellungnahme ist keine Argumentation. In einer Stellungnahme nimmst Du persönlich Stellung zu einem Thema. Du erklärst zuerst, um was es geht und schreibst dann wie dir es gefällt, was deine meinung dazu ist.

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