ertragen: Ich muss etwas Unangenehmes aushalten, es körperlich und psychisch bewältigen, z.B. Schmerz, Kälte, Leid. Der Ausdruck wird häufig verneint: Ich kann keinen Schmerz ertragen, ich kann den Anblick nicht ertragen. Wenn jemand die Wahrheit nicht ertragen kann, dann will er einfach nicht wissen, was wahr ist.

vertragen: hat verschiedene Bedeutungen. Es kann synonym zu "ertragen" verwendet werden: Ich vertrage keine Kälte. Wird aber häufiger in dem Sinne gebraucht, dass man körperlich auf etwas reagiert: Ich vertrage dieses Medikament nicht (mir wird davon übel).

Der Bedeutungsunterschied wäre demnach, dass "ertragen" stärker die psychische Belastung einbezieht, "vertragen" auf die körperlichen Reaktionen zielt. "Ertragen" muss ich zudem etwas, was mir geschieht; "vertragen" muss ich auch Dinge, die ich mir selbst zuführe, z.B. Alkohol.

"Vertragen" hat darüber hinaus noch weitere Bedeutungen, aber nach denen war hier ja nicht gefragt.

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Beide Formen sind möglich. Ich selbst würde "Deutsche" wählen, weil davor kein Artikelwort steht, also den Plural mit Artikelsignal. Aber viele - auch gute Publizisten - sagen: Wir Deutschen.

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Da fangen wir mal ganz langsam an. Wir brauchen einen Signalton, nicht lalülala, sondern einen, der uns den Kasus anzeigt. Normalerweise trägt den der bestimmte Artikel: der lange Tag, den langen Tag, dem langen Tag, des langen Tages, Plural: die langen Tage.

Nun haben wir ein "ein" und da fehlt uns zunächst der Signalton. Was machen wir: Wir hängen ihn an das Adjektiv dran - aber eben nur dort, wo er fehlt. Und den Rest nennen wir einfach "Kontakt-en", dann passt das schon: ein langer Tag, einen langen Tag, einem langen Tag, eines langen Tages, lange Tage.

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Für die Zahl kannst du beides sagen. Dass man bei zusammengesetzen Zahlen - wie z.B. 131 - häufiger "einhundertundeinundreißig" sagt, hat eher was mit der Aussprache zu tun (hundertund... klingt nicht gut). Eine weitere Alternative wäre: hunderteinunddreißig. Bei Mengenangaben, die sich nicht in Ziffern dastellen lassen, geht nur Hundert, weil dann ja mehrere Hundert gemeint sind: hunderte/Hunderte von Menschen.

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