ist die gelbbraune Fellfärbung von Wüstentieren ein Mutationen oder Modifikationen?

2 Antworten

Mutation und Modifikation klar voneinander abzugrenzen, ist im Grunde genommen ziemlich schwierig. Denn natürlich ist auch die Schwankungsbreite, innerhalb derer unterschiedliche Modifikationen auftreten, genetisch festgelegt.

Festhalten muss man, dass Tiere aus warmen Gefilden ihr Fell natürlich auch an unsere hiesigen Bedingungen anpassen und innerhalb einer bestimmten Schwankungsbreite auf unser kühleres Wetter reagieren können. Beispielsweise bilden Zoolöwen in unseren Breiten sehr üppige Mähnen aus und zwar selbst dann, wenn sie ursprünglich nicht der nordafrikanischen Unterart angehören, sondern auch dann, wenn sie aus Regionen weiter südlich stammten, wo die Löwen für gewöhnlich keine so üppige Mähne ausbilden. Man kann also davon ausgehen, dass gewisse Modifikationsmöglichkeiten auch für Wüstentiere bestehen.

Die grundsätzliche Fellfarbe aber ist genetisch bedingt, also den Mutationen zuzurechnen. Ein Fennek (Wüstenfuchs) wird in einem europäischen Zoo somit zwar in einer gewissen Weise die Felllänge modifizieren können oder die Felldichte. In gewissem Umfang kann sein Fell auch ein bisschen heller werden, ein weißes Winterfell wie ein Polarfuchs wird er aber nicht ausbilden können.

Eine Mutation.

Modifikation wäre, wenn sich die Fellfarbe z.B. durch Sonneneinstrahlung verändern würde. Aber diese sandfarbenen Tiere haben ja auch in unseren Breiten (im Zoo) weiter ihre Wüstenfarbe.

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