Ist die Frage „Wie geht es dir” eigentlich eine sinnlose Frage?

15 Antworten

Bei Freunden und Vertrauten meine ich die Frage durchaus ernst und antworte auch ehrlich. 

Im sonstigen Umgang ist es mehr eine Höflichkeitsfloskel. Iwie unnötig aber wie so vieles in unserem Sprachgebrauch hat es sich etabliert.

Es ist auch im Englischen, besonders in den USA gebräuchlich ein Gespräch mit "How are you doing?" oder "How are you?" zu beginnen, ohne die Frage wirklich zu meinen.

Ja und Nein. Ich finde es kommt drauf an mit welch emphatischer Intensität diese gestellt wird. Ich für meinen Teil interessiere mich tatsächlich für das Wohlbefinden meines Gegenüber und reagiere auch angemessen.

Leider ist dies aber schon zu vielen Menschen zu einer hohlen Phrase verkommen. Sie wollen damit nur persönliches Interesse heucheln, um dann ihre eigenen Vorstellungen anzubringen.

Doch für mich ist es auch in diesem Fall eine wertvolle Frage, da ich somit in der Lage bin anhand der Reaktion eben diese Heuchler sofort zu erkennen und für mich als egoistisches Gesellschaftsgewürm auszusortieren.

Ich würde sagen "jain": Kommt drauf an, wem ich die Frage stelle und wer mir die Frage stellt. Und jeweils wie viel Vertrauen ich zu dieser Person habe und umgekehrt.

Beim normalen "Smalltalk" bleibt man natürlich beim: "gut und selbst?" aber bei Menschen denen man sich anvertrauen kann, kann man auch ehrlich sein.

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