Ist die E-Mail echt? Wirecard?

7 Antworten

Ich habe diese E-Mail auch erhalten und hatte vor einigen Jahren eine Prepaid-Kreditkarte (mycard2go).

Die E-Mail ist meiner Ansicht nach echt und kommt von der deutschen Wirecard Bank AG [4], nicht von dem Mutterunternehmen Wirecard AG. Letztere ist im Insolvenzverfahren, erstere aber nicht! Die deutsche Wirecard Bank AG ist in privatwirtschaftlicher Abwicklung [5] unter Aufsicht der BaFin und etwaige Einlagen sind (meiner Recherche nach) durch private, sowie die gesetzliche Einlagenversicherung geschützt. [1-3]

Leider ist das Portal für Insolvenzbekanntmachungen derzeit offline [6], somit kann man gerade jetzt nicht schauen, ob die Wirecard Bank AG nicht vielleicht auch noch in die Insolvenz rutscht.... ein Schelm wer dabei Böses denkt.

Zusammen damit, dass die E-Mail eine Frist von nur 8 Tagen (mein Fall bis zum 30.06.21) gibt, im Spam-Ordner landete (kein SPF und keine DKIM-Signatur − heutzutage Standards bei E-Mails), eine direkte Antwort an die noreply-Adresse nicht funktioniert, und mit zu tragenden Mehraufwendungen (§ 304 BGB) und eventuell notwendiger Hinterlegung (§§ 372 ff. BGB) eines Geldbetrages in Höhe des Kontoguthabens "gedroht" wird, stellt sich mir als Laien die Frage, ob das nicht ein letzter Diebstahlversuch der Wirecard Bank AG ist (möglichst viele Auszahlungen verhindern; etwaige Auszahlungen mit Mehraufwänden belasten und, sobald genug Geld hinterlegt wurde, in die Insolvenz gehen).

Die E-Mail jedenfalls scheint echt zu sein (vom Server mail.wirecard.com ([185.60.58.250]) erhalten).

Quellen: (1-3 aus 2020; aktuellere wären besser...)

[1] https://www.dealdoktor.de/magazin/wirecard-insolvenz-bin-ich-betroffen/

[2] https://dserver.bundestag.de/btd/19/215/1921593.pdf

[3] https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bafin-verschont-Wirecard-Bank-AG-article21871669.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Wirecard#Wirecard_Bank

[5] https://www.wirecardbank.de/

[6] https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/

Addendum: Mit der noreply-Adresse meine ich die künstliche Erschwerung der Auszahlungsforderung durch Verwendung einer eben solchen Adresse ohne einen "Reply-To" Header in der E-Mail zu verwenden.

Außerdem noch für die Suchmaschinen: Betreff: "neue Kontoverbindung / new account details - mycard2go" gesendet von "noreply_termination@wirecard.com"

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@Anonym698143

Wirst du denen deine Bankverbindung schicken? Ich habe Angst, das wenn ich’s nicht mache, später irgendwas bezahlen muss.

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@almenger

Voraussichtlich schon − ist ja nicht so, als ob die damit was böses anstellen könnten. Ich wollte nur ein paar Tage warten um noch zu sehen, ob nicht vielleicht in den Medien noch darüber berichtet wird. Kannst du mit deinen Unterlagen / E-Mails verifizieren ob die dir angegebene Karten-Nr. / Aufladenummer stimmt?

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@Anonym698143

Nein leider nicht, das dürfte auch schon 7-8 Jahre her sein, als ich das kurz genutzt habe.

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Was hat dieser Satz zu bedeuten??

Ferner behalten wir uns vor, ihren Anspruch auf Auszahlung des Kontoguthabens durch Hinterlegung eines Geldbetrages in Höhe des Kontoguthabens zu erfüllen (§§ 372 ff. BGB).

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UPDATE: Die Tage wurde mir das Restguthaben (knapp 40€) von "CPD-Konten mywirecard" ausgezahlt.

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ich hatte vor einigen Jahren mal eine Prepaid-Kreditkarte

War diese Kreditkarte denn an ein Konto der Wirecard Bank AG gekoppelt? Hattest du jemals (indirekt) ein Konto bei der Wirecard Bank AG? Finde das erstmal raus.

Die Email könnte echt sein - wenn du dort jemals ein Konto besessen hast.

Allerdings wird mit den Email-Adressen von pleite gegangenen Firmen oft Betrug veranstaltet. Die Emailadresse service@wirecardbank.de gehörte der echten Wirecard Bank. Ob sie ihr immer noch gehört, weiß ich nicht. Durch deren Insolvenz kann es nämlich sein, dass die Adresse freigeworden ist, und sich Betrüger ihrer bemächtigt haben.

Man weiß nie.

Die Email kann echt sein, kann aber auch Betrug sein (um Kontodaten zu fischen).

Ruf doch mal hier an und frage, ob solche Emails echt sind:

https://www.wirecardbank.de/impressum/

Da kommt kein Freizeichen

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@almenger

Ok, klingt plausibel bei einer insolventen Firma :-/

Naja... irgendeinen Weg wird's hoffentlich geben, rauszufinden, ob diese Email plausibel ist

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@Schnarchnix

Bisher nicht. Ich bin am überlegen, denen zu Antworten, allerdings ohne IBAN. Ich sage denen die können die paar Cent, die noch auf der Prepaidkarte liegen behalten.

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Ich habe diese E-Mail heute auch erhalten, da ich eine Prepaid Kreditkarte bei Wirecard hatte und dort anscheinend auch noch ein Mini Guthaben vorhanden ist.

Daraufhin habe ich bei wirecard unter Telefon +49 (0) 30 / 300 110 800 angerufen. Da wurde mir bestätigt, dass es sich um eine echte E-Mail handelt und die Bankdaten zur Auszahlung benötigt werden.

Allerdings kam mir die Dame am Telefon etwas seltsam vor. Sie hat mich zwar nach meiner Sicherheitsantwort gefragt, aber sie hat sich nicht mit der Bank gemeldet und einen ausländischen Akzent. Was nichts heißen mag. Ich bin unschlüssig.

Also wenn ich die von dir erwähnte Telefonnummer anrufe bekomme ich „Diese Rufnummer ist uns nicht bekannt.“ zu hören.

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Moin,

Habe diese Email auch erhalten bei mit ist es weit über 10 Jahre her wo ich da mal eine Prepaid Kreditkarte hatte. Möchte denen jetzt nicht meine Bankdaten schicken für vielleicht Cent Beträge die da vielleicht noch sind. Und die können ja nicht dafür was Verlagen wenn man sich nicht meldet kann ich mir nicht vorstellen.

Ich habe denen einfach eine Mail geschrieben, das ich meine Bankdaten nicht rausgeben werde und die den Geldbetrag behalten sollen.

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Ich habe die email auch erhalten. Macht irgendwie keinen seriösen Eindruck, ohne Anschrift oder Impressum oder sonst was. Und Bankdaten mal eben per email an eine mir nicht vertraute Adresse verschicken…lieber nicht.

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Um ein ordnungsgemäßes Konkursverfahren durchführen zu können, müssen die "Gläubiger" ja darauf hin gewiesen werden, dass sie ihre Ansprüche geltend machen müssen. Es gibt ja sogar Manager dieser "Firma" die glauben, jetzt sogar Millionen noch einfordern zu können.

Letztlich bekommt da natürlich niemand etwas, weil der ganze Prozess weit mehr kosten wird, als "Konkursmasse" vorhanden ist.

Also muss ich denen meine Bankdaten geben?

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@DerHans

Wegen diesem Satz „Wir gehen im Übrigen davon aus, dass Sie mit erfolglosem Ablauf der obengenannten Frist in den Verzug mit der Annahme der Auszahlung des Guthabens kommen. Mehraufwendungen, die uns dadurch entstehen, sind von Ihnen zu tragen (§ 304 BGB).“

nicht, dass ich noch etwas zahlen soll.

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@anonym27062021

Die gibt es ja praktisch gar nicht mehr. Damit verschaffst du nur dem nächsten Betrüger ein Einfallstor

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@DerHans

OK, dann bin ich also bestens beraten, denen das nicht mitzuzeilen. Ich finde es sowieso komisch, denen die Daten einfach Online zuzusenden, sehr strange aufjedenfall.

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@DerHans

Ist halt nur die Frage, ob es rechtliche Konsequenzen geben kann, sofern man denen die Bankdaten nicht mitteilt. Das wird dort ja sozusagen angedroht.

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@DerHans

Danke Hans und wie würdest Du damit umgehen: Mehraufwendungen, die uns dadurch entstehen, sind von Ihnen zu tragen (§ 304 BGB).“

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@anonym27062021

Ignorieren. Die Chance, da Geld zu bekommen dürfte kleiner als 1000 : 1 liegen.

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Bei echten Banken springt die deutsche Einlagensicherung ein (bis 100.000 Euro). Dementsprechend ist da nix "verloren".

Nun weiß ich nicht, was genau die Wirecard Bank AG war. Klingt mir aber nach Bank.

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