Ist anthroposophie gefährlich?

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7 Antworten

das ist nur die angst der religiösen und der materialisten, ihre denkbequemlichkeit aufgeben zu müssen.

der kopernikanismus hat im mittelalter auch schwer um sein weltblid kämpfen müssen.

anthr5posophie vertritt ein neues bewußtsein, und das mögen alle bequemlinge eben nicht!

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Grüß Dich Kimannemiek!

Es ist scher nicht verkehrt, ganzheitliche Ansichten in die eigene religiöse Anschaung einzuarbeiten. Das Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie bzw. der antroposophischen Lehre dies tat, ist sicher hoch zu bewerten.

Aber es ist ein Unterschied, und den kannte man zu seinen Lebzeiten schon, ob etwas wissenschaftlich untermauert ist oder bloße religiöse Spekulation. Und da hat sich Steiner mit seinen spekulativen Gedanken auf das Glatteis begeben, denn er hat sich damit seiner Seriosität beraubt. Er glaubte auch im Besitz eines Geheimwissens zu sein und hat die Mitglieder dieser spirtuellen Richtung entsprechend geprägt.

Seine Ausführungen über Physischer Leib – Ätherleib oder Lebensleib – Astralleib oder Seelenleib – Ich entbehren der Logik.

Auch aufgrund rassentheoretischer Passagen in seinem Werk wird Rudolf Steiner teilweise der Völkischen Bewegung zugerechnet.

Weiteres bitte hier nachlesen:

http://www.vordenker.de/anthroposophiekritik/anthroposophiekritik.htm

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von Kimannemiek
05.03.2017, 10:05

Dankeschön , deine antwort hat sehr geholfen

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Kommentar von Zwiebelschmalz
07.03.2017, 01:36

Es ist scher nicht verkehrt, ganzheitliche Ansichten in die eigene religiöse Anschaung einzuarbeiten.

Erst durch die religiös-spirituelle Komponente wird die Anschauung ganzheitlich. Dies ist, was der sonst positivistischen Wissenschaft das Leben einhaucht, was doch auch bei Goethe das Besondere ist.

Aber es ist ein Unterschied, und den kannte man zu seinen Lebzeiten schon, ob etwas wissenschaftlich untermauert ist oder bloße religiöse Spekulation.

Steiner "spekulierte" nicht, sondern seine Ausführungen beruhen auf eigenen Erfahrungen. (Dass es hierzu die unterschiedlichsten, von beiden Seiten jeweils äußerst skurril anzusehenden, Meinungen gibt, liegt der Natur der Sache gemäß auf der Hand.)

Seine Ausführungen über Physischer Leib – Ätherleib oder Lebensleib – Astralleib oder Seelenleib – Ich entbehren der Logik.

Nein, tun sie überhaupt nicht, höchstens der Erfahrungsgrundlage, je nachdem, welche Position man bezieht. Eine innere Logik kann man dem aber mindestens zugestehen.

Auch aufgrund rassentheoretischer Passagen in seinem Werk wird Rudolf Steiner teilweise der Völkischen Bewegung zugerechnet.

Dabei entsteht bloß der große Irrtum bei vielen, dass seine Ausführungen über verschiedene Rassen rassistisch seien. Rassismus ist es aber keineswegs, denn es ist weder unempathisch-abwertend gemeint, noch biologistisch begründet. Der Grund für den Irrtum liegt bei einer Unklarheit des Denkens, das auch bei sehr intelligenten Menschen, also solchen, die man als "die Intellektuellen" bezeichnen würde, weit verbreitet. Bei dieser Unklarheit werden die Bereiche Denken und Fühlen nicht sauber voneinander getrennt. Steiners Ausführungen über die Rassen gehören lediglich der Sphäre des Denkens an, nicht des Fühlens, also ganz anders als bei Eugenikern wie Ernst Häckel & Co. Wer dies anerkannt hat, der kann dann auch weiter schreiten und sich mit Steiners Schilderungen beschäftigen. Dieser wird dann sehen, dass aus anthroposophischer Sicht ein Denken in Rassen überwunden werden muss; nicht aus einer Motivation des Fühlens heraus, sondern des Denkens, weil es einfach nicht der Menschheitsentwicklung entspricht. Dies wäre also ein Ansatz, der zunächst bestrebt ist, sich vom positivistischen Denken zu entfernen. Wem dieser Weg zu schwierig ist (man muss ihn sich zur Lebensaufgabe machen, aber das Wesentliche kann man schnell erkennen), der mag sich dann einfach mal die Zitate dagegen auf Anthrowiki durchlesen: http://anthrowiki.at/Anthroposophie-Kritik#Rassismusvorwurf

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Für Anhänger und Priester anderer Glaubensrichtungen, wie z.B. Materialismus, Neofaschismus oder Mammon-Kult ist sie durchaus gefährlich, weil sie eben ein mit ihrer Religion unvereinbares Weltbild vertritt.

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Kommentar von HolgerSchneider
04.03.2017, 21:28

Es gibt zwei Arten von Religiosität. Viele Gläubige, z.B. Juden, Christen, Hindus oder Moslems sind sich dessen bewußt, daß sie religiös sind und sprechen das auch offen aus.

Bei gläubigen Naturalisten, die die Immanenz dogmatisch für das unüberschreitbare Ganze halten, sieht die Sache schon anders aus.

Jede Weltanschauung basiert im Grunde auf einer "Theologie", wenn der Geist nicht irgendwo anfängt, als eine Kür seines Willens Axiome setzt, die nicht mehr hinterfragt werden dürfen, dreht er sich nur noch wie irre eitel um sich selbst.

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die ist nicht gefährlich, sondern richtet sich nur an klares denken, um fakten eines neuen bewußtseines darzustellen.

aber denkbequemlinge sehen das natürlich ganz anders

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Alle Ideologien, die nicht auf Fakten beruhen und das Wohl des Menschen als Ziel allen Handelns begreifen, sind gefährlich.

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Kommentar von HolgerSchneider
04.03.2017, 20:40

In der Bildungssprache ist eine Ideologie eine Weltanschauung. Gemeinschaften setzen bestimmte Normen und Werte. Fakt wäre z.B., daß irgendwo eine unbebaute Walachei steht. Fakten lassen sich nun aber ändern, wenn Ideen entwickelt werden, die Zukunft betreffend. So kann eine Wohnungsbaugesellschaft z.B. neue Realitäten schaffen.

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Sie ist nicht gefährlich, nur überaus dämlich.
Rudolf Steiner begründete diesen Glauben. Der Mann gab vor, Zugriff auf eine Art Weltgedächtnis zu haben und behauptete vielerlei Unfug. Er fand auch Menschen, die ihm glaubten.
Nichts von dem was er behauptete konnte er jemals belegen.

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Kommentar von HolgerSchneider
04.03.2017, 21:34

Ist eine Aussage wahr oder falsch? Läßt sich nur beurteilen, wenn Bewerter (Subjekte!) kundtun, welche von Menschen (Subjekten) gesetzten Wertmaßstäbe angelegt werden.

Läßt sich der Wert von Goethens Faust belegen oder widerlegen?

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Kommentar von scatha
05.03.2017, 17:12

rztpll, wenn Du so eifrig dein Weltbild verteidigst und jeglichen Glauben an das Geistige mit vernichtenden Schmähungen betitelst, machst du dich zu einem Priester des reduktionistischen Materialismus. Der NICHT dasselbe ist wie Wissenschaft. Vielleicht Szientismus.

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Kommentar von Zwiebelschmalz
07.03.2017, 01:52

"Nichts von dem was er behauptete konnte er jemals belegen."

Mit solchen Sätzen beweist man als Kritiker nur - und ich spreche hier so allgemein, da ich bei Dir keine eigenen Gedanken erkennen kann -, dass man sich nicht einmal oberflächlich mit der Anthroposophie beschäftigt hat. Bereits im ersten Kapitel der "Geheimwissenschaft im Umriss" - ein absolutes Standardwerk - steht beschrieben, wie sich diese als "Wissenschaft" verstehen sollte. Man muss dies aber auch nicht gelesen haben, wenn man fähig zu einem unbefangenen Nachdenken ist und sich eine Weile selbst auf die Frage besinnt, was denn ein wissenschaftlicher Anspruch sein sollte.

Ein solcher wird dann feststellen, dass eine Belege fordernde Definition von Wissenschaft bereits eine einschneidende Willkür darstellt, denn sie schließt von Vornherein aus, dass man über das Geistige wie ein Wissenschaftler sprechen darf, dass man die geistige Welt mit anderen Menschen gemeinsam erkundet und die Erkenntnisse klar organisiert.

Freilich, es mag sein, dass die geistige Welt für jeden anders ist. Dann wäre es jedem Einzelnen nur gestattet, über seine eigene geistige Welt zu sprechen. Dann dürften weder die Wissenschaftler der physischen Welt, noch diejenigen, die sich Geisteswissenschaftler nennen möchten, darüber sprechen. Dann mag man das zwar Wissenschaft nennen, aber einen Wert hätte es doch nur für den Einzelnen.

Man muss sich einmal so auf das reduzieren, was einem der unbefangene Blick bietet! Wie wenig wird dies doch getan bei den Philosophen. Philosophie soll die Welt erklären, so der Anspruch. Aber gerade dies ist ein großes Missverständnis, denn wie soll denn erklärt werden, wenn man sich im Vorhinein gar nicht über das zu Erklärende im Klaren ist? Philosophie ist also mehr Vorgang als Disziplin, die sich klar einordnen ließe. So sieht man ja auch, wie sie meist als Philosophiegeschichte gelehrt wird, also gar nicht mehr Philosophie, was auch gar nicht geht, denn den Prozess der Philosophie kann nur der Einzelne für sich vollziehen.


Das zu verstehen ist ungeheuer wichtig und absolut grundlegend, denn sonst verirrt man sich eben in große Begriffstürme, weil man nicht mehr sieht, auf welchem Boden man steht, und man versteht nicht einmal die Grundlagen, weil sie einem doch gar nicht die Möglichkeit bieten, über die Welt so weitschweifend zu sprechen, wie das mit dem Anspruch ginge, alles erklären zu müssen!

So kommt es also, dass derjenige, der "Wissenschaft" von Vornherein als etwas sieht, was falsifizierbar durch Belege sein müsse, gar nicht versteht, wie es sich mit der geistigen Natur verhält. Diese ist eben nicht so, dass sich Belege für Aussagen finden lassen. Das ist weder gut, noch schlecht, zumindest nicht im einfachen Sinne - das ist einfach die Natur des Geistigen!

Wer das verstanden hat, dem würde es auch nicht einfallen, bei einer Behauptung, die von einer intersubjektiv bzw. objektiv erfassbaren geistigen Wirklichkeit mit ihren Eigenheiten von "Belegen" zu sprechen. Dieser Begriff ist völlig fehl am Platze. Somit erübrigen sich auch sämtliche andere Ausführungen über die "Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie", bis dies eben nicht verstanden ist.

Weitere Anmerkungen schrieb ich bereits weiter unten als Kommentar an "vonGizycki".

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