Im Kindergarten, FSJ oder Praktikum?

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Ein einjähriges Praktikum scheidet fast aus, wenn es nicht zwingend zur Ausbildung vorgeschrieben ist. Das ist nicht einmal mehr bei der Erzieherin der Fall; dort sind Praktika inzwischen in die Schulzeit integriert.

Seit der "Mindestlohnregelung" müsstest du für ein freiwilliges(!) Jahrespraktikum nämlich den Mindestlohn bekommen - das macht kein Träger.

Nähere Infos, wann der Mindestlohn zu zahlen ist, gibt es hier:

https://www.absolventa.de/karriereguide/arbeitsrecht/mindestlohn-praktikum

https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsrecht/Mindestlohn/mindestlohn-praktikum.html

Also wohl eher ein FSJ :-)
Vorteile gibt es schon, z.B. werden dir Wartesemester angerechnet, bei einschlägigem Studium gilt es als Vorpraktikum, es sieht auch nett aus im Lebenslauf und bereichert persönlich natürlich auch. Zudem hast du im FSJ 25 Seminartage, die man im Verbund mit anderen FSJlern verbringt. Meist kann man sich da persönlich einbringen und Themen vorschlagen. Dort gibt es Referate, Vorträge, Gruppenarbeiten, Ausflüge/Exkursionen - das ist bei einem Praktikum nicht der Fall.

Ich würde allein deshalb für ein FSJ plädieren, weil es sich später im Lebenslauf hervorragend macht, während ein Praktikum eher nach Warteschleife aussieht.

Darüber hinaus sind langfristige Praktika in Kindertagesstätten ziemlich unüblich, weil sie den Träger viel Geld kosten, ohne dass sie auf den Stellenschlüssel angerechnet werden können. Ausgenommen davon sind natürlich Vorpraktika oder SPS-Praktika, die zur schulischen Ausbildung eines Kinderpflegers gehören. Da verdienst du aber auch nicht mehr als im FSJ.

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