Ich werde manchmal gefragt, ob ich Autismus habe, wird das auch anderen Leuten gefragt?

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10 Antworten

Da ist ganz viel Einbildung mit dabei. Autismus geht in letzter Zeit durch alle Medien und wer sich annähernd so verhält, mal sich von anderen abwendet, mal nicht in die Augen schaut, wird direkt Autismus unterstellt.

Ein Schüler oder überhaupt ein Laie ist nicht in der Lage so einen Verdacht in den Raum zu stellen. Manchmal wäre es besser andere würden einfach mal zur Abwechslung den Mund halten anstatt über Störungsbilder zu reden von denen sie keine Ahnung haben.

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Ich denke, wenn du dich sozial ungewöhnlich verhältst, wie eben Menschen nicht in die Augen schauen, überlegen Sie natürlich woher das bei dir kommen könnte.

Gerade bei Laien, und gerade bei jungen Menschen wird dann eben das als Erklärung herangezogen, was man schonmal gehört hat, was in den Medien präsent ist und was ungefähr passen würde.

Autismus ist neben Borderline und Depression und Vlt noch Schizophrenie einfach sehr bekannt, auch im Alltagsverständnis der Menschen. Auch wenn es hunderte andere mögliche Gründe gibt, nur davon haben sie eben noch nie gehört.

Dann fragen sie eben danach was für sie am naheliegensten ist, schlicht weil sie sonst keine ihnen bekannten Erklärungen heranziehen können. Menschen wollen gerne verstehen, warum andere sich seltsam verhalten.

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Autismus scheint in Mode zu sein und jeder, der sich auch nur ein wenig anders verhällt, hat es - vermeintlich. Ich würde nichts darauf geben, zumal Du die Gewissheit hast, dass Du es nicht hast.

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Derzeit ist es Mode, jede Individualität mit einer Diagnose zu betiteln. Hinter jedem Kleinkram wird eine Störung vermutet. Dass jeder Mensch "ganz normal anders" ist, gerät anscheinend in Vergessenheit.

Autisten halten zwar wenig oder keinen Blickkontakt. Aber zum dem Syndrom gehören noch viel mehr Symptome.

Wenig Blickkontakt allein ist völlig normal. Vielleicht schauen deine Eltern auch nicht viel in Augen, so dass du kein Vorbild dafür hattest. Oder Mimik wirkt intensiver auf dich, so dass die Gesichter dich unbewusst stressen. Oder du bist unkonzentriert, schaust viel hin und her.

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Vielleicht solltest Du nicht von Dir auf alle schließen. Ich habe eine AS-Diagnose und mich hat keiner gefragt, ob ich autistisch bin. Andere haben mir nur oft gesagt und gezeigt, dass ich anders bin- das aber zu über 90% auf eine unschöne Art und Weise (Mobbing).

Den Menschen in Deiner Umgebung fällt auf, dass Du irgendwie anders bist und sie scheinen eher zu der Sorte zu gehören, die nach einer für sie logischen Erklärung suchen anstatt Dich zu beleidigen, anzugreifen, zu schlagen usw.- das war bei mir der Fall. An eine Diagnose dachte keiner... dass ich nichts dafür kann und eben so bin- ich war entweder dumm, faul, selbst Schuld- oder eben ein Psycho.

Die Menschen in Deinem Umfeld haben vielleicht schon etwas über Autismus gehört, gelesen oder im Fernsehen gesehen oder kennen jemanden, der eine solche Diagnose hat- daher fallen ihnen Parallelen zu Deinem Verhalten auf. Sie denken eben bei dem, was sie bei Dir bemerken sofort an das, was ihnen vertraut ist- Autismus.
Aber selten sind die Menschen im Umfeld am Thema interessiert und können z.B. eine soziale Phobie ausschließen, autistische Züge, eine schizoide Persönlichkeitsstörung, dass Du vielleicht nur extrem schüchtern bist, vielleicht durch etwas traumatisiert, ... und daher keinen Blickkontakt halten kannst- oder es einfach nur nicht willlst.

Keinen/kaum Blickkontakt ist schon auffällig, es muss nicht Autismus sein, kann es aber. Wenn Du etwas googelst und Dich informierst, vielleicht auf aspies.de im Selbsthilfeforum etwas liest (u.a. in Themen wie "Autistischer Alltag und Überlebensstrategien") und Dich da wiederfindest, solltest Du in Erwägung ziehen, dass es vielleicht doch Autismus ist und Dein Psychologe irrt. Auf einen Psychologen würde ich mich da auch nicht verlassen, wenn er das nur sagt- vor allem, da gesicherte Diagnosen nur von Neurologen bei Behörden (u.a. Antrag auf Schwerbehindertenausweis, nachteilsausgleich, ...) akzeptiert werden, Psychiater also, die auf Autismus spezialisiert sind. Wenn Du Klarheit willst, rate ich von normalen Psychologen und nicht auf Autismus spezialisierten Neurologen ab. Suche einen Spezialisten auf, denn es wurden schon Menschen eine Diagnose auf Asperger Syndrom (eine Form des Autismus) verweigert, weil sie sprechen... dabei ist eine normale bishin zur überdurchschnittlich frühen Entwicklung der Lautsprache der Babys Diagnosekriterium für das Asperger syndrom. Einer Frau wurde die Diagnose mit der Begründung verweigert, weil sie Kinder hätte- auch hier ging es um AS- und AS macht nicht unfruchtbar!

Daher- sowas kann man sich nur ersparen, wenn man gleich zum Facharzt geht. Diese Fachärzte kennen sich auch mit den Diagnosen aus, die dem Autismus ähnlich sind- auch wenn Du kein AS hast, können sie Dir dann sicher sagen, was mit Dir los ist und dir vielleicht auch Therapien empfehlen. Adressen können Dir Autismuszentren vermitteln, google einfach, welche in Deiner Nähe sind.

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Kommt vor. Bei mir lag es an Nonkonformismus, Außenseitertum, knallhart die Meinung sagen und meinen manchmal nach Behördendeutsch klingenden Formulierungen, dass ich von Lehrern für eine Autistin gehalten wurde.

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Leute, die sowas fragen haben wahrscheinlich keine Ahnung von Autismus. Für die ist jeder, der sozial schwer zurecht kommt/ schüchtern ist und evtl noch gut in Mathe ist, ein Autist. Das ist aber genauso, als würde man jedem, der (egal aus welchem Grund) weint sofort unterstellen, er hätte Depressionen.
Für Autismus gibt es so viel mehr Kriterien 
und das "nicht in die Augen schauen" trifft auch nicht auf alle Autisten zu (viele starren einem sogar sehr lang und intensiv in die Augen)
Wenn Psychologen meinen, du hättest keinen Autismus und du auch selbst bisher keine Schwierigkeiten im Leben hattest, die darauf deuten könnten, bist du auch ganz sicher kein Autist!

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Das ist das gleiche wie mit Asperger oder ADHS. Nur weil diese Begriffe jeder kennt, fragt man einfach ob es jemand hat, weil es für sie einfach irgendwie interessant ist. Ich wurde auch schon paar mal gefragt, ob ich schizophren bin, aber die meisten haben wohl davon keine Ahnung und wollen einfach nur, dass ihre Einschätzung bestätigt wird. Anderen in die Augen schauen kann ich übrigens auch nicht, wenn überhaupt schaue ich ganz leicht an ihrem Gesicht vorbei. Kenne persönlich auch eine andere Person, die das nicht kann und hier hab ich das auch ein paar mal gelesen.

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Ich denke sogennante "Persönlichkeitsstörungen", wenn man sie überhaupt so nennen will, sind relativ. Du könntest eine leichte Neigung zum Autismus haben, ohne dass bei dir ein solcher diagnostiziert wird. Geht mir genauso und ich denke nicht dass einen dies zwingend in irgendeiner Weise einschränkt.

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Kommentar von Pinkpingu11
26.02.2017, 22:27

Autismus zählt nicht zu den Persönlichkeitsstörungen sondern zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen...

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Kommentar von Ostsee1982
28.02.2017, 22:12

wenn man sie überhaupt so nennen will

Nein, so will man es nicht nennen sondern Entwicklungsstörung.

Du könntest eine leichte Neigung zum Autismus haben

Ist eine leichte Neigung zu Autismus das gleiche wie ein bisschen schwanger? Eine Autismusspektrumstörung hat man oder nicht.

Geht mir genauso

Sagst du oder ein Facharzt?

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Nein hast du bestimmt nicht, so wie du schreibst, und alles aufgeklärst hast, kann ich dir sagen, dubist nicht autistist, autistische kranke leute machen keinen Sorgen, und leben in ihren eigenen Welt, und machen keinen Hintergedanken. Entweder sie fühlten nicht gerade gut mit bestimmte personen zureden...

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