Ich vermisse meine Mutter sehr?

4 Antworten

Hallo Fun1987520,

es tut mir wirklich sehr leid, dass Deine Mutter gestorben ist und es Dir sehr schlecht geht.

Das Du sie sehr vermisst , ist sehr gut zu verstehen.

Vermissen wirst Du sie immer, aber irgendwann wird es "anders" werden. Du wirst an sie denken können ohne total traurig zu werden. Dies wird aber noch lange dauern und das weißt Du auch sicherlich.

Nur die Zeit lässt es etwas besser werden. Hoffentlich hast Du jemanden an Deiner Seite, der Dir hilft in dieser schweren Zeit, jemanden mit dem Du über alles reden kannst, Du in den Arm genommen wirst, auch weinen kannst.... Du brauchst unbedingt einen Menschen ,der bei Dir ist, der Dir "Halt" gibt.

Es muss nicht immer ein Mensch aus Deiner Familie sein, dem Du alles erzählen kannst, der Dir Trost geben kann, Dich versteht. Es kann auch z.B. eine Nachbarin sein, eine Freundin, eine Lehrerin, eine Schulfreundin......

Du kannst auch mit Deiner Mutter reden-das ist nicht schlimm, ganz normal. Auch, wenn sie Dir nicht antwortet, hilft es Dir viellleicht ein wenig.

Wenn etwas Zeit vergangen ist, dann versuch Dich an die schönen Zeiten mit ihr zu erinnern. Auch, wenn die Zeit viel zu kurz war, die Ihr zusammen hattet, war es eine ganz besondere Zeit und diese wird Dir immer in Erinnerung bleiben und so soll es auch sein.

Es gibt jetzt leider keinen Trost für Dich, da Du erst mit der ganzen Situation zurecht kommen musst, Dich daran "gewöhnen" musst, dass sie nicht mehr da ist. Und das ist eine sehr schwere Zeit, aber Du wirst das schaffen. Deine Mutter sieht Dich trotzdem-auch, wenn Du sie nicht siehst.

Die Verbindung zur Mutter ist etwas ganz Besonderes, denn sie hat Dich geboren und ein Kind sollte immer das Wichtigste im Leben einer Mama sein.

Du wirst sie immer in Deinem Herzen haben und sie niemals vergessen. Ihr werdet immer eine Verbindung miteinander haben-wenn auch eine unsichtbare.

Ich wünsch Dir von Herzen, dass es Dir bald ein kleines bisschen besser geht. Gib nicht auf, auch wenn Du meinst es nicht auszuhalten.

Liebe Grüsse!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Liebe verzeiht nicht alles!

Hallo Fun1987520,

es tut mir sehr leid, dass Du so etwas Schreckliches durchmachen musst! Mein herzliches Beileid! Es gibt sicher kaum etwas Schlimmeres, als seinen Vater oder seine Mutter durch den Tod zu verlieren! So hat der Verlust Deiner Mutter ganz sicher ein riesiges Loch in Deinem Leben entstehen lassen und Du weißt nicht, wie Du mit dem daraus entstehenden Gefühlschaos umgehen kannst.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Dir zumute ist! Ich habe im vorletzten Jahr meine Frau (und einige Jahre davon meine Eltern) verloren, mit der ich viele Jahre verheiratet war. Ein geliebter Mensch hinterlässt beim Tod eine riesige Lücke, und der Schmerz der Trauer kann überwältigend groß sein! Vielleicht darf ich Dir kurz schildern, was mir in der Zeit der Trauer geholfen hat.

Die Erfahrung (nicht nur meine eigene) zeigt, dass Menschen unterschiedlich trauern und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Die traurigen Gefühle halten bei vielen ein Leben lang an, doch denken sie im Laufe der Zeit nicht mehr so oft an den Verstorbenen! Und somit lässt auch der Schmerz allmählich nach.

Was in dieser Zeit helfen kann ist, wenn man ganz offen mit jemandem, zu dem man Vertrauen hat über seine Gefühle sprechen kann, am besten mit jemandem, der selbst Ähnliches erlebt hat. Von diesem fühlt man sich viel besser verstanden, und meistens bekommt man hier mehr Mitgefühl und Verständnis entgegengebracht! Das ist auch die Erfahrung, die ich gemacht habe.

Einigen fällt es allerdings schwer, über ihre Gefühle zu sprechen und sie ziehen sich lieber von anderen zurück. Hier kann es helfen, einmal all das aufzuschreiben, was einen bewegt und es dann später nochmals zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist weinen! Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des seelischen Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du immer mal wieder in Tränen ausbrichst. Hinterher magst Du etwas Erleichterung empfinden (so jedenfalls ist es mir schon oft ergangen). Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, kann manchmal sehr befreiend sein!

Es wäre sicher nicht hilfreich, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und den Starken zu spielen. Man sollte sich zugestehen, traurig zu sein und dies auch nach außen zu erkennen zu geben. Warum sollen denn andere nicht merken, wie sehr man mit der Trauer zu kämpfen hat?

Hier noch ein letzter Gedanke: Für mich ist es bis heute sehr tröstend, zu wissen, was die Bibel über die Toten sagt. Jesus Christus, der ja selbst auch den Schmerz kannte, den der Tod geliebter Menschen auslösen kann, sagte einmal etwas sehr Schönes:

Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Das sollte euch nicht wundern, denn es kommt die Zeit, wo alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Johannes 5:21, 28 u. 29a).

Jesus sprach hier von der Auferstehung der Toten! Wenn diese eines Tages stattfindet, bedeutet das, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Zu wissen, dass ich meine Frau, meine Eltern und all die lieben Freunde, Verwandten und Bekannten eines Tages wiedersehen werde, hilft mir, mit meinen Gefühlen der Trauer besser fertig zu werden. Ja, ich kann sagen, dass der Gedanke an die Auferstehung der Toten meinen tiefen Schmerz sehr abmildert!

Ich weiß ja nicht, wie Du zur Bibel stehst und ob Du überhaupt an Gott glaubst. Ich habe eben versucht, meine persönlichen Erfahrungen und meine Hoffnung wiederzugeben. Vielleicht hast Du ja eine ganz andere Meinung dazu.

Ich wünsche Dir jedenfalls von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, mit Deinem Schmerz zu leben und Deine große Trauer nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Mein herzliches Beileid zu dem schlimmen Verlust

Die Eltern sind unsere Wurzeln, alles was wir sind, sind wir durch sie geworden.

Man vermisst sie, will sie anrufen, sehen, reden, ich fühle mit Dir

Es stimmt auch nicht, dass die Zeit Wunden heilt, nein, die Sehnsucht bleibt, die Engültigkeit schafft einen, je länger es her ist, desto größer die Sehnsucht.

Ich wünsche Dir liebe und tröstende Wegbegleiter auf dem traurigen Weg des Abschieds.

Vielleicht gehst Du zu einer Trauerberatung vom Hospizverein? Dort kann man Gruppen- oder Einzelgespräche führen. Mir hat das sehr gut getan

Fühl Dich gedrückt 🍀

Ich denke sie wird dich hören können. Meine Freundin starb im Januar 2018 an den Folgen eines epileptischen Krampfanfalls. Sie war gerade mal so alt wie ich und noch lange keine 30. Durch ihren lang anhaltenden Krampfanfall wurde ihr Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt und sie starb. Ich vermisse sie sehr. Ich hoffe ebenfalls, dass sie mich hören kann und mein verstorbener Opa auch. Er starb vor 23 Jahren und ich vermisse ihn heute noch so sehr. Ohne in ist einfach nichts mehr so, wie es einmal war. :(

Ich glaube daran, dass die Seele, der Geist nach dem Tod weiterlebt. Ich bin gläubig. Meine ganze Familie ist gläubig und glaubt daran. Die Seele ist mit dem Körper verbunden. Nach dem Tod löst sich die Seele vom Körper und geht in eine andere Dimension. Zum Beispiel ins Jenseits. Meine 97-jährige Oma glaubt auch daran. Als sie einen Selbstmordversuch gemacht hat und ihr Selbstmordversuch misslungen war (sie nahm eine Überdosis Schlaftabletten), war sie durch die ganzen Schlaftabletten total verwirrt, aber sie wusste noch genau, dass es nach dem Tod ins Jenseits gehen kann.

Als meine Oma mich und meine Eltern vor ihrem Bett sahen, glaubte sie, sie sei im Himmel und wir wären die Engel oder sonstige himmlische Wesen und sagte dann zu uns: "Bin ich tot?" Als ihr aber langsam dämmerte, dass sie immer noch lebte, war sie sehr enttäuscht. Ist ne lange Geschichte.

Ich mache seit meinem 2. Lebensjahr spirituelle Erfahrung und ich bin auch gläubig. Von daher glaube ich, dass deine Mutter dich auch nach dem Tod noch hören kann, genauso wie mein verstorbener Opa und meine verstorbene Freundin. Glaub einfach dran. Wenn du fest daran glaubst, wird sie dich auch hören. Deine Mutter liebt dich und du liebst sie. Eure Liebe verbindet euch auch nach dem Tod. Sie wird dich hören und spüren kann. Sie fühlt deine Trauer, deinen Schmerz, aber auch deine Freude.

Ich denke, wenn du ganz fest an sie denkst und mit ihr redest, wird sie dich von oben hören können.

MfG

astrophysiker1

Was möchtest Du wissen?