Ich habe sehr schlimme Selbstmordgedanken?

Support

Hallo Einlol,


Deine Situation klingt für mich sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust! Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder zum Beispiel auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

 

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Auf der Webseite der Seelsorge kannst Du auch chatten, falls Du das lieber möchtest: http://www.telefonseelsorge.de/

 

Das Wichtigste ist jetzt: Überstürze nichts! Tu nichts, was  Dich in Gefahr bringt und was Du nicht rückgängig machen kannst!

 

An den Beiträgen anderer beobachten wir, dass es vielen Menschen sehr ähnlich wie Dir geht. Du bist nicht alleine; es gibt immer einen Weg in eine bessere Situation. Oft braucht man nur jemanden, der einem hilft, ihn zu finden. Rede deshalb schnell mit jemandem über Deine Gedanken und gib niemals auf!

 

Auf dieser Seite https://www.gutefrage.net/aktionen/suizid-hilfe-bei-selbstmordgedanken/ haben wir für Dich weitere wichtige Hotlines, Links und Tipps zusammengestellt.

 

Zögere im Notfall bitte auch nicht, den Notruf 112 zu wählen!

Alles Gute und viele Grüße,

Ted vom gutefrage Support

14 Antworten

Vielleicht ist im Moment die SItuation für dich aussichtslos, aber solche Situationen kann man immer ändern. Es hilft wenn du mit einem Sorgentelefon sprichst vllt einem Arzt... es gibt viele Menschen die dir helfen können und möchten.

Man hat nur dieses eine Leben und es hat einen Grund dass man Lebt. Und dieses Leben sollte man genießen. Auch wenn das Leben mal schlecht ist kommen immer wieder schöne Momente. Glaub an dich du schaffst das

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch frueher oder spaeter einmal Selbstmordgedanken, egal aus welchen Grund. Worte (Ratschlaege) helfen da meistens nicht weiter. Am Besten einfach warten bis das Schicksal dir einen neue Perspektive aufzeigt oder du ein "Geschenk" wie z.B. Freundschaft erhaeltst. Manche Dinge wie Chancen, Freundschaft, Liebe etc. lassen sich nun mal nicht erzwingen.
Alles was einem in so einer Situation bleibt ist einfach Warten und Hoffen auf eine bessere Zukunft und dabei kleine ueberschaubare unwichtige Dinge tun, wie zum Beispiel eine Ameise beim krappeln auf einem Grashalm zu betrachten. ... etc.

Vereinbare einen Termin beim Psychiater... Du wirst bis dahin noch ca. sechs Monate durchhalten müssen aber dann wird das sicher wieder

Alles Gute

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Experte für seltene Erkrankungen

Wenn’s gar nicht geht ist auch eine direkte Einweisung möglich..

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@Einlol

Welche Art der Hilfe wäre Dir denn am liebsten?

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@Lilyfield

Ich will einfach nur Freunde und nicht alleine sein.

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@Einlol

Das verstehe ich nur zu gut.
Die Freunde fallen leider nicht vom Himmel, die sind nicht einfach so da.
Man muss schon selbst auch was dafür tun. Das kann unter Umständen (sehr) lange dauern.
Freunde sind, für mich, etwas anderes als Bekannte; von denen kann man viele haben. Richtige Freunde, das ist selten. Ich z.B. habe nur einen.
In meinem Leben gab und gibt es viele Bekannte. Wenn es mir schlecht geht, dann sind die Bekannten alle weg. Die haben keinen Bock sich meine Probleme anzuhören. Mein Freund schon. Der würde auch sein letztes Hemd für mich geben.
Das gleiche gilt für mich auch. Aktuell ist mein Freund arbeitslos. Ich halte nach offenen Stellen für ihn Ausschau, gebe ihm Tipps für seine Bewerbungen und bin für ihn da, wenn er mich braucht - ohne mich aufzudrängen.

Du machst gerade eine depressive Episode durch. Mit den Suizidgedanken, die Du geschildert hast, ist das schon ziemlich krass.
Momentan siehst Du Dich in der Opferrolle und magst Dich und Dein eigenes Leben nicht mehr. Du glaubst, dass die Mädels nur Dein Aussehen toll finden und sich nicht für Deine Persönlichkeit interessieren. Hast Du dafür einen konkreten Beweis? Oder blockst Du von vornherein schon ab, weil Du denkst , die interessieren sich nicht für Dich?
Das mit dem Suizid würde ich mir, an Deiner Stelle, noch mal überlegen.
Das ist nicht so leicht.
Du willst doch noch was vom Leben - nämlich Freunde und nicht alleine sein.
Also denn: Machen wir mal einen Anfang. Stell ne Freundschaftsanfrage und schreib Dir mal alles von der Seele - wenn Du das möchtest.

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Bis er einen Termin bekommt, und dann auch noch bei einem, der ihm wirklich hilft, gibt es vielleicht ein Reiseunternehmen, das Reisen ins Jenseits anbietet ...

Wie wenig die Psychowirtschaft hilft, hat der bekannte Psychotherapeut Jorge Bucay in seinem Buch „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ einem seiner Patienten verraten. Ich habe seine Erzählung kurz zusammengefasst im psychologie.de - Forum, wo Betroffene sich selbst zu helfen versuchen und professionelle Berater um deren Gunst buhlen. Was sich dann an Gesprächen entwickelt hat, erboste die Forenmächtigen derart, dass sie sich ziemlich dumme Zensuren leisteten und mir schlussendlich das Schreibrecht entzogen. Das macht deutlich, dass es tatsächlich übel aussieht in der Beraterzunft bei psychischen Schwierigkeiten. Ist ja auch kein Wunder, wenn man davon ausgeht, es sei völlig in Ordnung, wenn es bei allem immer einen Lenker gibt, der die Karre nach oben steuert, und einen, der schiebt, man also den Menschen, die irgendwann am Ende ihrer Kräfte sind, klarmacht, alles sei in Ordnung ...

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@Traktor

Ja die lieben Ärzte und Psychologen wollen fett kassieren aber liefern keinen Mehrwert

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@buffalo23

So generalisieren darf man das nicht. Es gibt ja auch noch welche, die echte Hilfe liefern und das Ganze hochhalten. Man sollte aber Menschen ein Wissen in den Kopf geben, das ihnen hilft, „den Weizen zu entspreuen“.

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@Traktor

Gott sei Dank kam die Antwort noch hinterher.

Bitte schicke mir mal das, was Du auf psychologie.de von Bucay zusammengefasst hast. Ich bin jetzt richtig angefressen...

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@Lilyfield

😊

Hallo froschgebackene Freundin! Ich hatte dort einen Thread verfasst. (Füttert man die Googleinchen mit "jorge bucay + psychologieforum.de", wird er topgelistet (also weit oben). Das war der Öffnerbeitrag:

Abwege der Psychotherapie?

Die Psychotherapie bietet ungefähr 200 verschiedene Therapiewege an auf den drei großen Trassen „Psychoanalyse, Behaviorismus und Gestalttherapie“. 
Der bekannte Psychoanalytiker und Autor Jorge Bucay erzählt in seinem Buch, das einen starken Elefanten an einer lächerlich schwachen Kette zeigt, dass ein Mann, der unter Enkopresis leidet, sich von allen drei „Seelenklempnern“ (nur gut gemeint!) behandeln lässt. Doch heilen kann ihn keiner. Die Behandlung des Psychoanalytikers dauert fünf Jahre. Sein Erfolg besteht darin, dass sein Patient danach weiß, warum er sich immerwieder einkotet. Der Gestalttherapeut hat sein Geld nach fünf Monaten und den Patienten so weit, dass ihm sein Leiden gleichgültig ist. Der Behaviorist schließlich schafft es in nur fünf Tagen, dem Leidenden eine Gummihose zu verpassen ...
Niederschmetternde Aussichten, könnte man meinen. Doch wieviel selbstkritischen Humor hat Jorge Bucay in diese Geschichte gepackt, die übrigens den Titel „Was ist das eigentlich für eine Therapie“ trägt und er schon Ende des letzten Jahrtausends veröffentlicht hat? 
Hat sich in der Psychowirtschaft seither viel getan, sodass man die Vorbehalte vieler Menschen, die den „Fachpsychos“ immernoch sehr skeptisch gegenüberstehen, gründlich zerstreuen könnte?
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Ich war schon mal in einer ähnlichen Situation und ich kann dir sagen das du definitiv auch gute Menschen kennenlernen und dich mit Ihnen anfreunden wirst! Doch momentan würde ich dir die Nummer für Kummer empfehlen! Da sind alle sehr liebenswürdig und hilfsbereit sie hören dir bei allem zu! Falls du nicht telefonieren möchtest kannst du auch per E-Mail mit Ihnen schreiben! Und am Samstag kannst du auch mit Jugendlichen reden!(alles natürlich kostenlos)

Aber bitte vergiss nicht du bist wichtig! Sehr wichtig! Auch vorallem weil du nicht oberflächlich bist, dass ist eine hervorragende Eigenschaft! Wir brauchen Menschen wie dich!

Liebe Grüße!

Dass alle Menschen sich wichtig sind, ist bekannt. Und DAS PROBLEM. Nicht oberflächlich sein mag eine hervorragende Eigenschaft sein. Doch was hast Du davon, wenn Du hervorragst, wenn die Welt von geistigen Tieffliegern beherrscht wird, die alle köpfen, die hervor ragen?

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Hallo,

die Frage ist doch eher, warum du auf der Welt bist.

Ich sehe das ganz pragmatisch: Meine Eltern haben mich erzeugt. Ich lebe, muss mein Geld verdienen um über die Runden zu kommen. Freunde, Freundinnen und Ehefrauen sind schön, wer will schon gerne alleine bleiben? Ich nicht!

Mittlerweile habe ich einen Beruf, der mich ausfüllt und Spaß macht. Eine Frau gibt es auch.

Es gibt immer eine Perspektive...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nach meinen Erhebungen wissen nur 10 % unserer Mitmenschen, wozu sie auf der Welt sind. 10 % können Spass, Freude und so weiter als wichtigste Zielsetzung nennen, wissen aber auch noch, dass Macht eine große Rolle spielt. Was viele fühlen, aber sich nicht gerne bewusst machen, wird von der Sozialpsychologie bestätigt, die unser Streben nach Wohlbefinden und Macht für maßgeblich hält. Genaugenommen ist dieses (doppelwertige) Ambivalenzziel tatsächlich ma§geblich und entscheidend, weil mit dem Akzeptieren vieler von Macht und dem Streben weniger danach ständig und überall sehr dynamische Machthierarchien entstehen, die verhindern, dass diejenigen, die es nach oben schaffen wollen mit denen, denen das vielleicht sogar völlig egal ist, nur noch kommunizieren, wenn sie die über den Tisch ziehen können, ausbeuten. So entsteht unter vielen das Nicht-Wir-Gefühl, viele gescheiterte Beziehungen und all das andere, was Menschen immer einsamer und depressiver macht.

Also müsste man was tun dagegen, beispielweise möglichst vielen klarmachen, dass es allen ausschließlich um Wohlgefühle im weitesten Sinne geht. Die sind nur über Unwohlgefühle i. w. S. erreichbar (und über Partner!), weil nur Unterschiede Wahrnehmungen ermöglichen. Wüssten alle, dass es nur um Wohlgefühle geht, würde es vielen schwerer fallen, Gemeinsamkeiten so zu gestalten, dass zu viele Ungerechtigkeiten damit entstehen, die Menschen auseinander treiben.

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