Ich habe das Gefühl meine Kinder mögen mich nicht: Was kann ich tun?

4 Antworten

Hallo Virgo2233,

meine Worte mögen etwas schwer klingen: mein erster Eindruck ist, dass Ihr Euch noch viel mehr Nähe und möglicherweise auch Vertrauen schenken dürft. Es ist möglich, dass Deine Kinder sich bisher nie über solche schon sehr weitreichenden Dinge getraut hatten, offen zu sprechen.

Lasst gemeinsam diese Nähe und das Vertrauen wachsen - und Du darfst einen kleinen Schritt vorangehen.

Betrachte das, was Du mitbekommen hast, selbstverständlich vertraulich und sprich zunächst niemanden von den dreien direkt darauf an.

Deine jüngste Tochter darfst Du gerne mal fragen, was sie unter Liebe versteht, was sie da so kennt. Aufhänger darf sein, dass sie jetzt 12 Jahre ist, Du Dich noch sehr gut an diese Zeit erinnerst, das auf einmal ein sehr großes Thema war, wo Du einen ersten Freund kennengelernt hattest.

Damit öffnet sich eine Tür, denn Dir war es so ergangen wie ihr - und jetzt dürfen zwei gute Freundinnen to be über so ein besonderes Thema sprechen. Wenn Deine Tochter nicht auf den Freund anspricht, frage dann ganz keck mit einem Schmunzeln, ob es vielleicht einen Freund gäbe.

Dass Dein Sohn nicht so hinterhergekommen ist, ist jetzt kein Beinbruch. Auch ich hatte im Studium eine Vorlesung wiederholt, dann alles verstanden und in der Klausur eine 1 geschrieben.

Du kannst immer fragen, wie es in der Schule so läuft. Du kannst ihm anbieten, ihm irgendwo, wo es nicht so läuft, zu helfen. So kommt Ihr ins Gespräch. Wenn er dann offen über das mögliche Wiederholen sprechen kann, unterstütze ihn und frage ihn, ob Du bei den Lehrer*innen mal nachfragen darfst, nur um deren Meinung mal zu hören. Und Dein Sohn ist immer der Winner - auch wenn er einen zweiten Anlauf machen müsste.

Eine Verlobung ist ein einschneidendes familiäres Thema. Und Dein älteste Tochter ist mit 19 Jahren volljährig und kann selbst entscheiden. Frage sie einfach mal, wie es so im Moment ist, wie alles so läuft, wie sie sich fühlt, usw. Frage auch mal ganz keck und mit Schmuzeln, ob es einen Freund gibt. Du hättest da so eine weibliche Intuition. Sei dann etwas überrascht, wenn sie von dem Freund spricht - und freue Dich auf jeden Fall, ihn kennenlernen zu dürfen.

Vielleicht mag den Kindern das eine oder andere ungewöhnlich vorkommen. Wenn da so was im Raum stehen sollte, wie "so kenne ich Dich gar nicht" oder "warum fragst Du jetzt so was" - einfach hypothetisch aber möglich - sei auch ganz offen. Sage gerne, dass Du siehst, wie die Kinder groß und auch erwachsen werden, dass Du Dich aber auch über ihre Jugend sehr freust, das Dir vielleicht die ganze Zeit nicht so bewusst war. Und so darfst Du auch gerne jugendlich sein - und bist sicherlich schnell eine von ihnen und in der Nähe, aus der Ihr alle gemeinsam so viel schöpfen könnt und dürft.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – langjährige Lebenserfahrung und persönliche Anschauung

Zeit mit ihnen verbringen, ernsthaftes Interesse an ihrem Leben zeigen und hoffen, dass es noch nicht zu spät ist für ein besseres Verhältnis.

nein es geht nicht darum das sie dich nicht mögen.sondern du siest die alarmzeichen nicht du gibst dich zu wenig mit ihnen ab.sie haben dadurch kein vertrauen zu dir.

Weil es die Antworter nicht verstehen: Sie meinte mit dem ersten Satz, dass sie ihre Kinder gehört hat, wie sie über sie geredet haben, und sie hat daraus gehört, dass sie sie nicht mögen. Die anderen Sätze sind nur Informationen, ist es nicht so?

Nein, es ist nicht so. Sie hat geschrieben, dass sie das Gefühl hat, dass die Kinder sie nicht mögen.

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