Ich denke ich verliere ungewollt meinen Glauben an Gott

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Also vergleichbare Erfahrungen habe ich wohl nicht gemacht, außer dass ich Gebete im Interesse anderer (im Sinne der Nächstenliebe) gesprochen habe, deren Bitte sich dann auch tatsächlich erfüllt hatte, egal wie unwahrscheinlich oder gar unmöglich es eigentlich zuvor erschien. Für mich stellt sich daher nicht die Frage, ob Gott existiert, sondern ich glaube fest an dessen Existenz.

Ich war auch einmal aktiver evangelischer Christ. Meinen Glauben an Gott hatte ich aber auch dann nicht verloren, als ich erkannte, dass mir die evangelische Kirchenlehre auf viele meiner Fragen keine Antwort geben konnte - ich verlor nur meinen Glauben an die evangelische Kirchenlehre. Später fand ich eine andere Kirche, die mir die Antworten geben konnte, nach denen ich jahrelang gesucht hatte. Dies half mir, meinen bereits vorhandenen Glauben an Gott noch zu stärken - ja mehr noch: Es half mir, zu erkennen, dass Gebete keine vorgedichteten Phrasen sein sollen, sondern eigene Worte, die wirklich das ausdrücken, was einen selbst beschäftigt und was einem (vor allem im Sinne der Nächstenliebe) wichtig ist und dass derartige Gebete in der Tat erhört, beantwortet, entsprechend erbetene Bitte gewährt wird, wenn man nur daran glaubt. Die Bibel, insbesondere das Neue Testament ist voll von Verheißungen, die man ruhig und ohne Bedenken für voll nehmen kann. Man muss es nur selbst einmal wirklich versuchen. Vielleicht wird man nicht beim ersten Versuch gleich das überwältigendste Erlebnis überhaupt erleben, sondern eher etwas einfaches, aber es entwickelt sich mit der Zeit, wenn man am Ball bleibt.

warum geschieht es gerade so? Zu mir hat einmal jemand gesagt, dass es im Leben keine Zufälle gibt. Sicherlich gibt es da eine höhere Kraft, die das Geschehen beeinflusst, vielleicht auch mehrere. Aber Dinge geschehen aus einem Grund, wir sollen aus ihnen lernen.

Wir sollen lernen uns selbst zu ertragen und nicht an unseren Fehlern und Sünden zu verzweifeln. Zweifel ist das Gegenteil von Glauben. Wir dürfen uns lieben und annehmen, weil Gott so mit uns umgeht. Nicht weil wir so tugendhaft und schön sind, sondern weil es eben nicht so ist und wir trotzdem von Gott geliebt werden. Gott liebt uns, obwohl er uns kennt - auch unsere Zukunft. Das allein, verändert uns. Gott ist viel größer als wir begreifen. Und manchmal gibt es eben auch Zweifel und Anfechtungen - das bleibt nicht aus in dieser bösen Welt. Aber letztlich stärkt uns das und wir werden erwachsener wenn wir solche Momente auch durch den Glauben überwinden. Wir sind nicht alleine.

Gott gibt uns etwas Wunderbares von sich selbst, so daß wir im Laufe unseres Glaubenslebens lernen können, alles von IHM zu erwarten und durch seinen Heiligen Geist wahren Frieden, Kraft und Orientierung zu finden - jeden Tag und mitten in der Welt! Für Gerechtigkeit muss man leiden - darum sind wir auch angefochten. Dennoch sind wir selig und sollen uns nicht fürchten, auch wenn es in der Welt manchmal laut und unheimlich zugeht (1. Petrus 3, 12-14). Letztlich ist es Gott der uns trägt und auch unseren Glauben bewahren kann. Alles wird gut.

Es ist gut, dass du dich mit deinem Glauben auseinandersetzt und ihn nicht verlieren willst! Lass dich nicht von Ungläubigen verwirren, die ihn dir ausreden wollen, weil sie Gott noch nie selbst erfahren haben, sondern halte weiterhin unbeirrbar daran fest! Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass Gott wirklich antwortet, manchmal sofort, manchmal erst später und nicht immer gerade so, wie wir uns das vorstellen. Er erwartet aber, dass wir unser Leben auch selbst in die Hand nehmen und unseren Teil dazu beitragen, damit sich unsere Wuensche erfuellen können, und hilft uns dort, wo wir nicht alleine weiterkönnen.

Manchmal erhört er aber unsere Bitten auch nicht, weil er besser weiss als wir, was fuer uns gut ist! Gott will und kann nicht immer in jedes Geschehen eingreifen, ohne uns den freien Willen fuer unsere Entscheidungen zu nehmen, denn wir sind keine Marionetten. Aber wenn wir Ihn inständig bitten, hilft Er uns, Schwierigkeiten zu überwinden und Schweres durchzustehen.

Was deinen Freund betrifft, würde ich mich einmal bei ihm hören lassen oder einen kurzen Gruß schreiben. Vielleicht hat er ja sogar auf ein Zeichen von dir gewartet, und wenn nicht, hast du wenigstens Klarheit und weißt woran du bist. Aber lass nicht zu, dass dein Glaube allein davon abhängt! Bete um Hilfe, geh ein bisschen regelmäßiger in die Kirche und lies die Bibel, vor allem das Neue Testament, um dein religiöses Wissen zu erweitern und deinen Glauben zu stärken! Das möchte ich dir dringend raten, denn dadurch wirst du Gott näherkommen und das Christentum besser verstehen, vielleicht auch in der Kirche oder in einer kirchlichen Jugendgruppe den für dich richtigen Jungen kennenlernen. Gib nicht auf! Dazu wünsche ich dir alles Gute!

Hallo, (bin auch evangelisch, aber das ist jetzt nicht wichtig). Das Wort "glauben" hängt mit geloben, verloben, lieben zusammen, so von der Wörter-Wissenschaft her. Glauben hat etwas zu tun mit Kontakt aufnehmen,Beziehung pflegen, weniger damit, dass ich von der Existenz einer Sache überzeugt bin. Natürlich auch,aber der Fokus liegt auf dem persönlichen Austausch wie in einer Mensch- zu- Mensch-Beziehung. Mit dem kleinen Unterschied, dass Gott verlässlicher ist als Chat-Partner ...

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