Hund bellt als Spielaufforderung

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Halli IlkaSti,

ich finde das es nicht einen einzigen vernünftigen Grund gibt dem Hund das Bellen als Spielaufforderung abzutrainieren, denn es ist eine völlig normale Art der Kommunikation.

Sollte es anderen Hunden jedoch zuviel sein, oder Du bist Dir nicht sicher ob aus dem Grummeln auch ein Angriff werden könnte, obwohl auch hier erst einmal geklärt sein sollte ob es nicht möglich ist die Hunde erst einmal ihre Rangfolge klären zu lassen (bis zu einem gewissen Grad), dann kannst Du mit deinem Wuff ein Abbruchsignal trainieren, genauso wie Du alles andere antrainiert hat (klassische Konditionierung).

Bei meinen Hunden ist das Wort Schluß das Signal das jetzt Ruhe herrscht.

PS: klassische Konditionierung = lernen durch Belohnung

Du sagst Schluß o.ä. wenn er aufhört sofort loben, Leckerlie oder das was Du sonst als Belohnung einsetzt, obwohl ich bei der Aufforderung des Spielabruches mit Hunden nicht das eigene Spiel mit dem Hund hinterher schicken würde, denn das scheint mir kontraproduktiv.

Wenn er in der Wohnung bellt, leise den Raum verlassen, die Türe schießen

und erst wieder rein kommen, wenn der Hund still geworden ist. Das Still-Sein

wird mit liebevollem Kontakt belohnt.

Wenn er an der Leine bellt, einfach weitergehen, wenn möglich weg gehen vom

Anlass der Aufregung. Selbst schweigen oder nur freundlich leise mit ihm sprechen.

Wenn er frei herum springend einen anderen Hund unerwünscht anbellt, anleinen und weggehen. Vielleicht mit dem anderen Hundehalter eine Absprache treffen, dass der auch mit seinem Hund ein Stück weggeht.

Die Hundehalter sollten nicht wie "Ringrichter" um ihre Hunde herum stehen und ihnen etwas zurufen. Das baut bei den Hunden nur eine zusätzliche Spannung auf, weil sie den Eindruck bekommen, die Leitwölfe machen gerade eine Kampfaufstellung, in der die Rangniederen sich bewähren sollen.

Weitergehen in zwei verschiedene Richtungen ist das richtige Körpersignal an die Hunde. Weitergehen löst die Spannung.

Wenn der/die Hundeführer/in als Reaktion auf ein unerwünschtes Bellen mit seinem Hund schimpft, dann entsteht zwischen Hund und Halter ein Missverständnis, denn der Hund zieht aus dem Schimpfen des Halters folgende Schlussfolgerungen:

"Mein Leitwolf findet die Situation aufregend. Ich habe also recht, wenn ich mich aufrege."

"Mein Leitwolf bellt jetzt auch. Also mache ich es richtig, wenn ich es ihm gleich tue. Ich unterstütze ihn damit."

"Mein Leitwolf ist nicht nur mit dem anderen Hund oder Menschen böse sondern auch

mit mir, weil ich mich beim Bellen in der Rangordnung vorgedrängt habe. Er möchte

als Leitwolf derjenige sein, der den Ton angibt und zuerst bellt. Danach komme ich

an die Reihe, weil ich in der Rangordnung niedriger stehe."

"Mein Leitwolf möchte der erste sein, der den anderen Hund oder Menschen zum Kräftemessen oder zum spielerischen Balgen heraus fordert. Deshalb schimpft er mit mir, sobald ein möglicher Kampf- oder Spielpartner entgegen kommt. Zurückhaltung fällt mir schwer, weil ich so gerne mit ihm mitmache. Das gemeinsame Bellen ist, was uns als Rudelangehörige verbindet."

Das läuft dann in dem Hundeköpfchen ab.

Das ist der Grund, warum alle Hundehalter, die schimpfen, zwar einen kurzfristigen Erfolg haben. Sie beobachten, dass ihr Hund kurz aufhört, aber danach geht es weiter. Und beim nächsten Anlass bellt der Hund wieder und noch mehr! Jedes mal denkt der Hundeführer, er müsste noch strenger sein. Da dreht sich alles im Kreise: Mehr bellen, mehr schimpfen, noch mehr bellen u.s.w.

Sinnvoll ist es, den Hund schweigend oder mit freundlichen leisen Signalen weg zu holen aus der Situation. Nicht stehen bleiben. Weitergehen!

Gelegenheit zum ausgelassenen Spiel, bei dem auch gebellt werden darf, sollte es außerhalb des Hundeplatzes reichlich geben.

Jack Russel sind temperamentvoll.

Zunächst hängt da smit dem Wesen der Jack-Russell-Terrier zusammen, sie sind aktive, spielgierige Hunde. Er freut sich über jeden vermeintlichen Spielkameraden, das wäre jetzt so, als wenn man dir das Lächeln verbieten wollte, wenn du jemanden netten, oder etwas schönes siehst. Ein nützlicher Tip kann sein, dass du eine Trillerpfeife mitnimmst, oder eine trainingspfeife, und sobald dein kleiner Freund eine Laute loslässt, du auch sofort pfeiffst, im Sinne dass du ihn zu dir bestellst. Kommt er zu dir gerannt und hört mit der Spuielaufforderung auf, so kannst du ihn belohnen. Geschisht dies einige Male, dann wird er die 2 Sachen miteinander verknüpfen, und wird - bevor andere Hunde zum Spiel auffordert - er erst einmal zu dir rüberblicken, und abwarten, was du machst. Konsequent bleiben, pfeiffen, zu dir bestellen, belohnen. Viel Glück und Spaß dabei. LG, Nx

Warum steht die Frage unter dem Stichwort kochen?? EIne Abstellung des Bellens durch entsprechende Aktivitäten in diesem Bereich empfinde ich als äußerst unangemessen und unserem Kulturkreis nicht entsprechend :-))

Bellen ist gut und kräftigt die Lungen. Im Ernst gesagt: Ich schließe mich der Meinung aller an, die das Bellen für notwendig und richtig halten. Wie man es dann vermeidet, dass ein Hund zum Kläffer wird, sollte man mit dem Trainer, wenn es denn notwendig ist, besprechen.

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