Hoffnung und Glaube? Was ist der Unterschied?

7 Antworten

Vielleicht kann die folgende Überlegung hilfreich sein:

In Hebräer 11,1 steht: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht."

Im Walvoord-Bibelkommentar findet sich dazu:

"In einem kurzen Prolog geht der Verfasser auf drei Grundgedanken zum Glauben ein: seine Beschaffenheit, seine Verwurzelung in der Geschichte und seine Weltsicht. Seinem Wesen nach ist der Glaube eine feste Zuversicht (hypostasis, in Hebr 1,3 in bezug auf Gott mit "Wesen" übersetzt) und ein Nichtzweifeln (elenchos, von dem Verb "beweisen oder überzeugen") an Hoffnungen und Dingen, die für den Menschen unsichtbar sind.

Dass dieser Glaube richtig ist, zeigt sich daran, dass die Vorfahren, die ehrwürdigen Gestalten des Alten Testamentes, durch ihn Gottes Zeugnis empfangen haben. Aber der Glaube ermöglicht es den Menschen auch, ihre Erfahrungen einzuordnen, denn durch ihn sehen die Gläubigen die Welt (wörtlich: "die Zeitalter", auch in Hebr 1,2 mit "Welt" übersetzt) als das, was sie ist - eine Schöpfung Gottes."

Hallo Giesela,

ich sehe im Glauben ein für wahr Halten einer Sache, die ich selbst nicht nachprüfen kann - und damit ein Vertrauen auf die Herkunft dieser Sache. In Bezug auf Religion und Gott können wir Gott nicht beweisen. Wir können entweder dem Hörensagen und den Schriften glauben - so an Gott glauben - oder Gott erschließt sich uns philosophisch plausibel, dass wir Gottes Existenz und Präsenz annehmen.

Hoffnung richtet sich für mich auf ein Ereignis oder einen Zustand in der Zukunft, den ich mir wünsche; den ich aber aus einer momentanen Sicht nicht vorhersagen kann. Wenn mir jemand sagt, dass dieses Ereignis eintreten oder nicht eintreten wird, kann ich das wieder glauben.

Ein religiöses Beispiel ist in meinen Augen das ewige Leben (im geistlichen Sinne), auf das wir hoffen können (weil wir es uns wünschen mögen). Ein Glaube an Gott vermittelt Sündenvergebung - und mit einer möglichen Veränderung der eigenen Grundeinstellung können wir das ewige Leben erreichen. Damit weicht die Hoffnung dem Glauben.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Hoffen ist der Wunsch, dass etwas so ist /sein wird,

Glaube ist die (entschiedene) Annahme, dass etwas so ist / sein wird.

Man kann durchaus etwas glauben, aber gleichzeitig nicht hoffen:

"Ich glaube, jetzt hat er es endgültig übertrieben, aber ich hoffe es nicht; ich hoffe, dass er noch einmal davonkommt."

Warum wünschen wir uns etwas bei Sternschnuppen? Irgendwie Hoffen wir es doch alle?

Hallo Community. Ich bin zb. gestern Abend noch ganz spät um halb 2 (nachts) rausgegangen weil ich nicht schlafen konnte, da mir so warm war. Alle aus meiner Familie schliefen schon. Dann hab ich mich also in unsere Hängematte gelegt und ins Dunkel gestarrt. Bist mir auffiel das die Sterne so schön hell leuchten. Ich habe mir, wie ich es immer tue seit ich klein bin gewünscht das dort eine Sternschnuppe fliegt. Nicht nur weil es toll aussieht, sondern weil ich irgendwie den drang hatte mir etws zu wünschen. Einen Wunsch den ich schon länger habe. Und dann passierte es, da flog doch tatsächlich nach etwa einer viertelstunde eine Sternschnuppe. Ich konnte mein Glück kaum fassen und wünschte mir sofort etwas. Dann schaute ich ihr zu wie sie so vom Himmel sauste. Und dann kam mir dieser Gedanke... Warum wünschen wir uns etwas, wenn wir eine Sternschnuppe fliegen sehen? EIgentlich glauben wir doch garnicht daran?...Aber irgendwie schon ?...Weil man es sich so sehr erhofft? Das das passiert, was man sich so sehr wünscht? Ich verstehe das nicht. Denn auf der einen Seite ist es ja völlig unmöglich das dieser Wunsch den ich mir so sehr wünsche wahr wird wenn ich einen Meteoriten vom Himmel fallen sehe?! Aber auf der andern Seite.... irgendwie ist da so ein wenig Hoffnung ?! Dieser Wunsch das mein Wunsch wahr wird ? Wie kommt das ? Was sagt ihr dazu ? Geht euch das auch so ?

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Stimmt es das zeugen Jehovas glauben wenn man stirbt hört man auf zu existieren?

Ich meine, Religion ist doch eigentlich dafür bekannt, das sie uns eine Hoffnung gibt auf ein Leben nach dem Tod. Die Bibel schreibt zum Beispiel in korinther 15 das Christen darauf hoffen, bei der Wiederkunft Jesu in den himmmel entrückt zu werden. Paulus sehnte sich danach seinen Körper zu verlassen um beim Herrn im Himmel zu sein und Jesus sagte, fürchtet nicht die welche den Körper aber nicht die Seele zu töten vermag.

wenn wir sterben und aufhören zu existieren gibt es keine Hoffnung für uns. Etwas was nicht mehr existiert kann nicht auferstehen. Und zu hoffen, das gott exakte Kopien von uns neu erschafft ist nicht wirklich ein Trost.

Das wir aufhören zu existieren weil unser Körper stirbt ist tief Materialismus und es verwundert eigentlich das eine Religionsgemeinschaft so denkt.

also wie kommt man auf die Idee sowas zu glauben und vor allem wie geht man als Mitglied der Zeugen Jehovas damit um? Ich meine wenn man zu mir sagt, eh wenn du stirbst bist du zwar weg aber mach dir keine Sorgen Gott baut eine Kopie von dir und die darf dann an deiner Stelle ewig leben das tröstet nicht wirklich...

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