Herrscher im Untergrund...?

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Manche Pilze haben die Fähigkeit, mit Pflanzen eine Symbiose einzugehen. Sie spalten für die Pflanze Mineralien auf, die sie selbst nicht aufspalten kann und erhalten im Gegenzug u. a. Zucker. Birken impft man teilweise mit dem Erbsenstreuling, damit sie auf dem kargen Boden von Halden oder Kiesgruben schnell wachsen und die notwendigen Nährstoffe erhalten. Mehr noch: zwei Bäume sind z. B. über einen Pilz vernetzt. Einer dieser Bäume wird von einem Schädling befallen. Dieser Baum kann nun über die Myzelfäden des Pilzes Botenstoffe an den zweiten Baum aussenden, damit dieser Abwehrmechanismen gegen den Schädling starten kann, noch bevor er von diesem befallen wird.

In der TCM (Traditionellen chinesischen Medizin) spielen Pilze schon lange eine Rolle. Zwar dürfte einiges an Heilkräften übertrieben sein, aber Pilze wie der Birkenporling wirken nachweislich gegen Verdauungsprobleme.

Pilze, die unterirdische Fruchtkörper ausbilden wie die Trüffel senden Duftstoffe aus, um von Wildschweinen gefressen zu werden. Die Sporen der Trüffel durchwandern unbeschadet den Verdauungstrakt von den Schweinen und werden so großflächig verteilt. Andere bilden ihr eigenes Mikroklima, um die herabfallenden Sporen nach oben zu treiben und sie vom Wind wegtreiben zu lassen.

Was die Müllabfuhr angeht, können Pilze Strukturen im Totholz zersetzen, die nicht einmal Bakterien klein bekommen. Totes Holz wird vollständig zersetzt und wieder in den Kreislauf eingebracht. Pilze wie der Maipilz oder der Nelkenschwindling reichern so den Boden mit Stickstoff an und wirken für das Gras wie natürlicher Dünger.

Woher ich das weiß:Hobby – Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft f. Mykologie

Weil der eigentliche Pilz in der Erde ist und meist unsichtbar. Das was man an der Oberfläche sieht, sind sozusagen nur die Früchte des Pilzes

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