Hat jemand Erfahrung mit starker Sozialphobie?

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6 Antworten

Hm.. eine so starke Sozialphobie habe ich zum Glück nicht, aber dennoch will ich dir einen Tipp auf den Weg geben.

Ängste werden leider immer schwerer, wenn man Dinge vermeidet. Ich bin vor kurzem mit jungen Jahren zu meinem Freund gezogen und habe hier noch keine Freunde gefunden. Da ich dieses Jahr keine Ausbildung gefunden habe, arbeite ich gerade auch nichts.

Versuche die Angst immer Stückchenweise abzubauen und trainiere. Was bereitet dir am wenigsten Angst? Hast du auch Angst beim Einkaufen oder spielt sich das alles nur in der Firma ab? Falls nicht, dann übe das regelmäßige Einkaufen.. gehe an die Wurst- und Käsetheke und hole dir davon was. Da hast du schon immer einen kleinen Kontakt zu Menschen und gerade auch zu fremden Menschen. Mit der Zeit überwindest du dich vielleicht auch in der Firma mehr zu sprechen. Du kannst damit anfangen eine kleine Begrüßung am Anfang zu sagen. Vielleicht dich dann steigern, wenn du mit einer Mitarbeiterin mehr redest. Ich habe in der Schule auch immer Probleme bei Gruppenarbeiten gehabt :/

Das sie sich über dich lustig gemacht haben, ist echt mies :/ Weiß auch nicht, was man da machen kann, da ich das Arbeitsleben nur von längeren Praktika kenne.. Ob man da mit dem Chef reden kann? Weiß nicht, ob das gut ist, weil psychische Erkrankungen leider immer noch totgeschwiegen werden :/

Achja und begebe dich bitte trotzdem in Behandlung, falls du das noch nicht bist. Alleine kannst du viel packen, aber mit professioneller Unterstützung ist das viel einfacher :) So eine Frage könntest du beispielsweise in einer Therapie auch stellen. Bei meiner letzten Therapie hätten wir dann zusammen überlegt, wie man das Problem umgehen oder wie man die Angst verringern könnte. So in der Art habe ich das hier in der Antwort auch versucht ^^

LG :)

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Ich habe da leider auch meine Probleme. Was da letztendlich nur wirklich hilft ist, auf Leute zu zugehen und zu merken, dass schon nix passiert. Ich wollte, bis ich 18 war, niemals alleine zum Arzt, aus Angst, mich zu blamieren. Dann habe ich es gemacht und was war? Alles lief gut! Du musst versuchen dich zu überwinden und so zu merken, dass es gar nicht so schlimm ist. Die Überwindung ist das Schwerste, aber danach fühlt man sich schon viel, viel besser. Wenn du mal was Falsches sagst bei einer Gruppenarbeit, dann lach einfach und nehme dich in einer solchen Situation nicht zu ernst, das strahlt Sympathie aus und du nimmst es dir nicht so zu herzen.. 

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Hallo SilverWuzzy,

ich selbst hab seit knapp 17 Jahre eine Sozial Phobie und kann nur aus meiner persönlichen Sicht/Erfahrung darüber schreiben.

Schüchtern war ich schon mein Leben lang, aber im Jugendalter ist es dann zu einer Phobie geworden. Jeder hat andere Symptome und vor allem ist sie bei jedem anders stark ausgeprägt. Ich habe zB unter anderem meine Hände nicht mehr unter Kontrolle, essen und trinken in der Öffentlichkeit oder bei einer unbekannten Gesellschaft ist unmöglich. 

Manche schaffen es die Phobie durch Psychotherapie + Medikamente zu bekämpfen, aber andere (wie mir) schaffen es gar nicht.

Aber im allgemeinen denke ich das diese Plattform nicht die richtige Anlaufstelle ist.

Ich empfehle dir dieses Forum: https://www.sozcafe.de/

Dort haben circa 95% der aktiven User eine Soziale Phobie.

Desweiteren empfehle ich dir mit einem Arzt darüber zu reden, hab keine Angst es anzusprechen, es gibt mehr als du denkst mit diesem Problem.

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Ich habe mich damit arrangiert. Habe meine Ehefrau, Hund und Kleintiere daheim. Nix wo man von enttäuscht werden könnte. Durch Mobbing seit Kindestagen an und später im Berufsleben habe ich gelernt das jeglicher soziale Kontakt immer ein Risiko ist und man enttäuscht wird bzw. verletzt.

Bin jetzt 30 und bin mit mir da selbst im Reinen. Lebe trotzdem mein Leben und komme so klar. Am anderen wie nicht rausgehen oder in Gruppen habe ich. natürlich gearbeitet.

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Starke Sozialphobie sowie jegliche andere psychische Krankheiten sollte man sich nicht selbst diagnostizieren. Geh zum Arzt und dann zum Therapeuten, wenn es so schlimm ist.

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Meine Klassenkameradin hatte das und ist fast ein ganzes Schuljahr zu Hause geblieben, wovon sie ca ein Drittel in einer Klinik verbracht hat. Sie ist nicht dumm - im Gegenteil - sogar überdurchschnittlich intelligent.
Jetzt geht es ihr wieder viel besser und sie hat ein bisschen Anschluss gefunden, auch wenn sie öfter mal alleine unterwegs ist.
Was bei ihr nicht gut ist bzw nicht der Norm entspricht ist die Tatsache, dass sie es nicht ertragen kann, wenn jemand hinter ihr sitzt.

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