Hass auf Freunde und Umgebung - was soll ich - wie damit umgehen?

2 Antworten

mit ihm reden oder einfach ne zeitlang nicht treffen

LG und viel glück (:

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Dieser ganze Hass muss ja irgendwo her kommen und irgendeinen Grund/eine Ursache haben, so ganz aus dem Nichts kommt so ein Gefühl ja auch nicht. Entweder ist das wirklich jemand, der dir eigentlich nicht gut tut oder ist es ein Problem, das du selbst hast und das psychisch bedingt wäre.

Ich hatte mal Ähnliches erlebt, als ich Leute, die mir mal sympathisch waren auf einmal nicht mehr ertragen konnte - wir waren teilweise echte Buddys gewesen, man kannte sich und kam prima miteinander klar, war beinahe befreundet. Mit Ende 20 merkte ich aber, dass ich mit denen nix gemeinsam habe und kam mir auch mehrfach im Stich gelassen vor, sodass ich teilweise einen echten Groll entwickelt habe - keinen Hass, aber ich wollte mit diesen Leuten auf einmal nix mehr zu tun haben nachdem ich auch gemerkt habe, mit wem ich es in Wahrheit zu tun habe. Mit einen Mal waren weite Teile meines bisherigen Umfelds für mich unerträglich - das war so ziemlich genau kurz nach dem 27. Geburtstag. Todesfantasien hatte ich nicht, aber ich hatte schon Gedanken, in denen ich gewissen Leuten Probleme wünschte oder zumindest ein Aha-Erlebnis, bei dem ihnen mal einer so richtig Feuer macht.

Habe den Fehler anfangs bei mir gesucht und nicht gefunden, auch ein Psychologe riet mir dazu keine Fehler zu suchen - nicht ich sei krank, sondern das Umfeld das Falsche und ich würde mich weiterentwickeln, zu mir finden und merken, dass diese Leute nicht mehr passen/nie passten. Suche den Fehler nicht bei dir, das zerfrisst dich innerlich nur. Da sind immer zwei beteiligt - zu einem Tango gehören immer zwei!

Vielleicht ist das ein natürlicher Reifeprozess. Man beginnt die Dinge anders zu sehen, man denkt an mehr, man sieht mehr, hat Lebenserfahrungen von essentieller Natur gemacht und kann auf einmal Zusammenhänge ersehen, auf die man vorher gar nicht achtete/mangels Erfahrung gar nicht achten konnte. Ich weiß nicht wie alt du bist, aber so mit Anfang-Mitte-Ende 20 passiert so etwas häufiger, auch dieser Psychologe meinte, allein stehe ich damit als 27-Jähriger nicht da. Da könnte ein Lied von Rainhard Fendrich namens "Der Wind" andocken: Da singt er "mit 28 ist man nimmer Kurzentschlossen - man denkt an mehr - man denkt familiär". Das kann schon so passen!

Ich bin dann, als es wirklich nicht mehr ging und ich merkte, dass jeder Alltag und jeder (flüchtige) Kontakt mit diesen Leuten eine belastende Tortur waren, umgezogen und habe alles hinter mir gelassen, vielleicht kann das auch für dich eine Option sein. Bei mir hat es alles verbessert und ich lebe wieder neu, seit ich diese ganzen Trottel nicht mehr sehen muss.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank.
Vielleicht könnte ich ja auch das Problem sein, und nicht er. Mein Blickwinkel hat sich einfach geändert und ich fühle mich psychisch belastet, da ich mich immer enttäuscht gefühlt habe. In letzter Zeit komme ich mir selber sehr komisch vor... Bin manchmal grundlos im Stress und kriege so eine Wut.

Ps: bin 16

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@Fuzutuyu

Das kann schon sein, ja. Auch mit 16 ist so etwas denkbar, je nachdem wie tiefsinnig und feinfühlig man ist und wie sehr man sich Dinge zu Herzen nimmt. Wenn du gewisse Sachen nunmehr einfach total anders siehst, liegt das Problem aber aus meiner Sicht nicht bei dir, sondern bei anderen - du hast einen Schritt nach vorn gesetzt, der andere einen Schritt nach hinten oder er blieb einfach stehen. Du kannst dir auf die Schulter klopfen und bist gereift.

Es folgen sicher noch viele solcher Erlebnisse, bei mir war das auch so und ich lern' immer noch fleißig ... aber das ist ja auch ganz nett so und das Leben, wie es ist!

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@rotesand

Manchmal fühle ich mich einfach wie 70 und oft erschöpft. Wenn ich mit Freunden rausgehe, dann muss ich einfach an andere Sachen denken und ignoriere unnötige Sachen

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