Handwerk stirbt aus?

11 Antworten

Das Handwerk steckt nicht in der Krise, weil Roboter Arbeiter ersetzen, sondern weil sich keiner mehr die Hände schmutzig machen will.

Die Technisierung ist v.a. ein Problem in der Fertigung, nicht im Handwerk selbst. Nach wie vor kannst du einen Dachdecker, einen Sanitärinstallateur oder einen Zimmermann nicht durch einen Roboter ersetzen. In vielen Handwerksberufen wird händeringend motivierter, fähiger Nachwuchs gesucht. Die Aufträge wären in vielen Branchen da, gute Mitarbeiter sind es nicht. Gerade auf Gewerke für Baustellen musst du schon seit Jahren mehrere Monate warten, wenn du nicht langfristig planst.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Ich hab bisher noch keinen Dachdeckerautomat, keinen Malerroboter und auch keine vollautomatische Gerüstbaumaschine gesehen. Ich denke, gerade im Handwerk ist der Faktor Mensch am wenigsten austauschbar.

Die meisten Handwerksberufe suchen händeringend nach Mitarbeitern, Auszubildenden und nach Leuten, die die Nachfolge antreten und einen Betrieb übernehmen können.

Es entstehen ja fürs Handwerk neue Anwendungsmöglichkeiten. Ich glaube, dass viele Büroberufe (z.B. von Beamten) verschwinden, also dort, wo nach Schema F gearbeitet wird. Das ist beim Handwerk überhaupt nicht der Fall.

Ein orthopädischer Schuh wird so schnell nicht aus dem Automaten kommen. Und den Roboter, der mein Zimmer tapeziert, gibt es auch noch nicht.

Darüber hinaus gibt es viele neue Anwendungfelder für Handwerker, z.B. rund um die Haustechnik (LED-Beleuchtung, Smart-Homes usw.) oder Fahrzeugtechnik, die es früher nicht gab.

Ich glaube, dass das Handwerk eher aufgewertet wird und vielleicht auch höhere Löhne fällig werden.

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