Hallo, ist es technisch möglich, daß ein eingebauter Stromzähler mehr anzeigt als tatsächlich verbraucht wurde?

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3 Antworten

1. Wer ist Messgerätebetreiber?

2. Hat der neu einegbaute Elektrizitätszähler eine Kennzeichnung mit einer nationalen Bauartenzulassung und einer gültigen Eichmarke oder einer gültigen MID-Kennzeichnung?

3. Hast Du schon in Erwägung gezogen, dass der ausgebaute Elektrizitätszähler evtl. zu wenig angezeigt hat?

4. Bei Zweifeln an der Messrichtigkeit von Messgeräten besteht die Möglichkeit, eine amtliche Befundprüfung gem § 39 MessEG und § 39 MessEV zu beantragen. Die Kostenfrage regelt sich nach § 59 MessEG.

Diese Befundprüfung wird durch Staatlich anerkannte Prüfstellen vorgenommen.

Günter


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Kommentar von Misterblue75
11.09.2016, 20:32

Ob der alte zu wenig angezeigt hat, weiß ich nicht. Der wurde letztes Jahr nach 15 Jahren ausgewechselt. Der neue wurde fachmännisch eingebaut und ist verplombt.

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Könnte es möglich sein das, von wem auch immer, Strom von deinem abgezapft wird? Wäre ja gar nicht so selten!

Solltest du mal überprüfen lassen oder aber, der neu eingebaute Zähler ist entzwei!?

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Kommentar von Misterblue75
11.09.2016, 18:08

Ja, das mit dem Abzapfen habe ich mir auch schon überlegt. Werde abundzu den Zähler überwachen.

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Meine Freundin ist damit seit 3 Jahren im Streit mit ihrem Stromverbraucher; da wünsch ich dir viel Erfolg und vor allem starke Nerven.... - beauftrage einen Elektriker, für deinen Verbrauch einen "Zwischenzähler" einzubauen; der mißt deinen tatsächlichen Verbrauch. Dann kannst du sehen, ob der vom Anbieter dasselbe angibt. "Gefühlsmäßig" ist nicht aussagefähig. Hast du andere Geräte angeschlossen? Und so weiter....

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Kommentar von GuenterLeipzig
11.09.2016, 22:53

Ich versichere Dir, dass diese Vorgehensweise nicht gerichtsfest verwertbar ist.

Es wird ja schon bei der Frage spannend, wo Du einen solchen "Zwischenzähler" mit sämtlichen eichrechtlich relevanten Merkmalen herbekommen willst.

Achtung Falle: In den Baumärkten werden nach meinem Kenntnisstand nur ungeeichte Geräte verkauft!

Selbst wenn Dir die Beschaffung eines weiteren geeichten Zählers gelingt, ist das für den Vorgang nicht relevant, da dieser ja nicht im rechtsgeschäftlichen Verkehr sich befindet, vielmehr nur eine Betriebsmessung darstellt.

Eine Vergleichsmessung kennt das Eichrecht nur bei gleichbleibenden Partnern, d. h. wo es um große Leistungen und Energiegiemengen geht, die über bestimmten definierten Schwellwert liegen.

Im Einzelfall sind solche Messungen sogar von der Eichpflicht ausgenommen. Das aber wird auf Abnahmestellen im SLP-Segment nicht zutreffen, welches ich bei Dir vermute.

Die einzige gerichtsfeste Methode ist eine amtliche Befundprüfung des angezweifelten Zählers im rechtsgeschäftlichen Verkehr nach § 39 MessEG und § 39 MessEV, bei der auch die Einbausituation zu dokumentieren ist.

Günter

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