Hätte es auch andere Wege als den Terror gegeben, um die absolute Revolution in die tat um zu setzen

2 Antworten

Ohne die Bedrohung durch die Guillotine wären den Feinden der Revolution möglicherweise die Konterrevolution gelungen. Deshalb wollte Robespierre nicht auf den Terror verzichten. Dabei ist zu Bedenken, dass Frankreich ja umgeben war von Staaten, die die Ziele der französischen Revolution nicht anerkannten und deshalb den Widerstand unterstützten. Tatsächlich hat der Terror nicht geholfen, Frankreich hatte bald darauf einen Kaiser, der auf den Volkswille pfiff. Zu der Zeit war es eben schwierig, die Demokratie einzuführen und zu behalten. In Deutschland wurde uns nach dem Zweiten Weltkrieg ja die Demokratie "verordnet" und sie wurde völlig ohne Terror eingeführt, und es ist trotzdem gelungen.

1) Robespierre meint, Tugend sei in einer Notlage/einem Ausnahmezustand wie einer bedrohten Revolution ohne Terror machtlos/ohnmächtig („impuissante“). Die Übersetzung oder freie Wiedergabe der Stelle mit dem Wort „sinnlos“ erschwert das Verstehen, weil es zu ungenau ist und zu falschen Vorstellungen führen kann.

„Si le ressort du gouvernement populaire dans la paix est dans la vertu, en révolution, ce ressort est à la fois la vertu et la terreur : la vertu sans laquelle la terreur est funeste, la terreur sans laquelle la vertu est impuissante.“

„Wenn die Antriebskraft/die Kraftquelle der Volksregierung im Frieden in der Tugend liegt, so sind in der Revolution die Antriebskraft/die Kraftquelle zugleich die Tugend und der Terror: die Tugend, ohne die der Terror unheilvoll, der Terror, ohne den die Tugend machtlos/ohnmächtig ist"

Maximilien de Robespierre, Vorsitzender des Klubs der Jakobiner und ein führender Politiker dieser Zeit (vom 27. Juli 1793 - 27. Juli 1794 ein Mitglied des Wohlfahrtsausschusses unter 12 Mitgliedern) hat am 5. Februar 1794 vor dem Nationalkonvent eine Rede über die Prinzipien der politischen Moral gehalten hat.

Die Französische Revolution war zu dieser Zeit sowohl von innen als auch von außen bedroht. Robespierre versucht ein hartes Vorgehen, die sogenannte Schreckensherrschaft (terreur = Terror, Schrecken) zu legitimieren (rechtfertigen), indem er es als zur Verteidigung und Durchsetzung der Freiheit und Demokratie in einer Notlage notwendig darstellt. Frankreich und seine Revolution seien vor der Tyrannei der Gegenrevolution zu schützen.

Die Gegner der Revolution beabsichtigen nach Robespierre die Tyrannei, was besondere Maßnahmen erfordert. Die wichtigste Antriebskraft der Demokratie (Volksherrschaft) sei die öffentliche Tugend. In friedlichen Zeiten reiche sie allein aus. In stürmischen Zeiten wie einer Revolution komme der Schrecken hinzu, ohne den die Tugend machtlos/ohnmächtig sei. Der Schrecken sei nichts anderes als eine schnelle, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit. Also sei er kein besonderes Prinzip, sondern eine Folge aus dem Hauptprinzip der Demokratie, auf die dringendsten Bedürfnisse des Vaterlandes angewendet.

Es werde gesagt, Schrecken sei Antriebskraft der despotischen Regierungsform. Wenn die Abgeordneten durch den Schrecken (ein Schwert in der Hand der Freiheitshelden) die Feinde der Freiheit bezwingen, werden sie als Gründer der Republik Recht haben. Die für eine Revolution geeignete Regierungsform sei der Despotismus der Freiheit gegen die Tyrannei.

Die Tugend ist für Robespierre eine gute Einstellung, die Menschen zu einem guten Verhalten führt, den Staat voranbringt und für das Zustandekommen guter Verhältnisse sorgt. Sie ist ein Prinzip, von dem eine gelingende Demokratie lebt (treibende Kraft). Terror ist seiner Meinung nach ein Gewaltmittel und ohne eine Kontrolle über dieses Instrument durch die Tugend, die seine Gerechtigkeit garantiert, etwas Schlimmes.

2) Grundsätzlich andere politische Wege sind denkbar. Allerdings wären sie wohl gescheitert.

Es ging damals weniger um eine Umsetzung der Revolution in die Tat als um eine Bewahrung der Französischen Revolution vor dem Untergang, den ihr ihre Gegner bereiten wollten. 1793/4 war ein Verzicht auf entschlossene Maßnahmen und hartem Vorgehen gegen Feinde kein Weg mit ausreichend Erfolgschance.  

Ein Hauptgrund für die „Schreckensherrschaft“ war die starke Bedrohung der Französischen Revolution zu dieser Zeit, durch die energische Maßnahmen zu ihrer Erhaltung erforderlich waren.

Ohne energische Maßnahmen und straffe Führung, wie sie 1793 – 1794 vor allem vom Wohlfahrtsausschuss ausgeübt wurde, wäre die Französische Revolution mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in dieser Zeit gescheitert. Die Französische Revolution war zu dieser Zeit sowohl von innen (Aufstände und gegenrevolutionäre Bewegungen, z. B. in der Vendée) als auch von außen (Erster Koalitionskrieg) bedroht. Außerdem war die Wirtschaftslage sehr schwierig (Inflation mit ansteigenden Preisen, zunehmendes Haushaltsdefizit). Im Sommer 1793 drangen Armeen gegnerischer Monarchen von Norden und Osten vor, Aufstände und gegenrevolutionäre Bewegungen hatten 60 von 83 Départements erfasst, im Westen und Süden gab es britische Angriffe.

Die Kehrseite des eingeschlagenen Weges zur Rettung der Revolution war eine Neigung zu überzogenem Vorgehen gegen als Gegner Verdächtigte.

Bücher über die Französische Revolution enthalten Erläuterungen und Deutungen.

Ernst Schulin, Die Französische Revolution. 4., überarbeitete Auflage. München : Beck, 2004 (Beck's historische Bibliothek), S. 216 - 237

S. 222: „Die Terreur ist nur zu verstehen als Antwort auf die innere und äußere Bedrohung der Revolution. Es war eine schreckliche Antwort. Man mußte schon stark an den Sinn der Revolution glauben, sich in sie hineinfanatisieren, wenn man diese Antwort geben konnte. Aber die Krise war 1793 so, daß jede andere Antwort das Scheitern der Revolution bedeutet hätte.“

Hans-Ulrich Thamer, Die Französische Revolution. 3. Auflage, Originalausgabe. München : Beck, 2009 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2347), S. 78 - 89

 S. 77: „Der Rumpfkonvent, der sich von allen Seiten eingekesselt und bedroht sah, reagierte nun mit Härte und entschlossener republikanischer Einmütigkeit. Nur unter Anspannung aller Kräfte, unter Verschärfung des revolutionären Drucks und auch mit Zugeständnissen an diejenigen, deren Unterstützung man brauchte, ließ sich die Revolution retten.“

S. 86 – 87 (zum Regierungssystem): „Robespierre hatte diesem ein doppeltes Ziel gesetzt: die Revolution zu retten und eine neue Gesellschaft zu schaffen. Das erste Ziel wurde durch die Zentralisierung der politischen Entscheidung und durch brutale Einschüchterung bzw. Zwang erreicht. Allerdings war der Preis dafür hoch. Die Terreur verursachte immenses menschliches Leid und  forderte Zehntausende von Todesopfern; sie belastete die jakobinische Politik mit hohen moralischen Kosten. Das zweite Ziel einer tugendhaften, selbstgenügsamen Gesellschaft war an dem Machbarkeitswahn und der Praxisferne des Projekts gescheitert und hatte auch für die politischen Eliten der Revolution jeden Reiz verloren und nur Schrecken provoziert.“

 

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