Schreckensherrschaft & Robespierre?!

3 Antworten

Die Aussage stammt aus einer Rede, die Maximilien de Robespierre in einer Rede am 5. Februar 1794 vor dem Nationalkonvent über die Prinzipien der politischen Moral gehalten hat.

Robespierre versucht ein hartes Vorgehen, die sogenannte Schreckensherrschaft (La Terreur; terreur = Terror, Schrecken) zu legitimieren (rechtfertigen), indem er es als zur Verteidigung und Durchsetzung der Freiheit und Demokratie notwendig darstellt. Die Französische Revolution war in dieser Zeit bedroht (Krieg und Bürgerkrieg durch gegenrevolutionäre Bewegungen und Aufstände im Inneren) und energische Maßnahmen zu ihrer Erhaltung daher wichtig. Robespierre rechtfertigt die „Schreckensherrschaft“ („Terreur“) damit, Frankreich und seine Revolution vor der Tyrannei der Gegenrevolution zu schützen. Terror angesichts einer Notlage bezeichnete er als rasche, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit.

Die wichtigste Antriebskraft der Demokratie (Volksherrschaft) ist nach Auffassung von Robespierre die öffentliche Tugend. In friedlichen Zeiten reiche sie allein aus. In stürmischen Zeiten wie einer Revolution komme der Schrecken hinzu, ohne den die Tugend ohnmächtig sei. Der Schrecken sei nichts anderes als eine schnelle, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit. Also sei er kein besonderes Prinzip, sondern eine Folge aus dem Hauptprinzip der Demokratie, auf die dringendsten Bedürfnisse des Vaterlandes angewendet.

Es werde gesagt, Schrecken sei Antriebskraft der despotischen Regierungsform. Wenn die Abgeordneten durch den Schrecken (ein Schwert in der Hand der Freiheitshelden) die Feinde der Freiheit bezwingen, werden sie als Gründer der Republik Recht haben. Die für eine Revolution geeignete Regierungsform sei der Despotismus der Freiheit gegen die Tyrannei.

Die Tugend ist für Robespierre eine gute Einstellung, die Menschen zu einem guten Verhalten führt, den Staat voranbringt und für das Zustandekommen guter Verhältnisse sorgt. Sie ist ein Prinzip, von dem eine gelingende Demokratie lebt (treibende Kraft). Terror ist seiner Meinung nach ein Gewaltmittel und ohne eine Kontrolle über dieses Instrument durch die Tugend, die seine Gerechtigkeit garantiert, etwas Schlimmes.

Die Gegner der Revolution beabsichtigen nach Robespierre die Tyrannei, was besondere Maßnahmen erfordert. Die Argumentation ist problematisch, weil eine Neigung auftreten kann, unter Berufung auf einen Notstand oder eine Bedrohung Grundrechte und wichtige Freiheiten einschränken oder aufheben zu wollen. Dann kommt es zu leicht zu einem überzogenen Vorgehen.

tugend ist in der volksregierung die treibende kraft. ohne die tugend würde es nicht voran gehen.

in der revolution benötigt man zum vorankommen demnach tugend und terror, weil das eine ohne das andere nicht vertretbar wäre... ich weiß nicht, ob du's verstehst, hoffe, konnte dir dennoch helfen...

damit rechtfertigt Robbespierre die Mittel(=Terror) einer Revolution (die ja bis auf wenige Ausnahmen meistens gewalttätig verläuft) mit dem Zweck(=Tugend)

11

DH. gute antwort... das hätte ich jetzt natürlich wieder vergessen zu erwähnen. den eigentlichen sinn und zweck dieser aussage

0

Sind der Ich-Erzähler aus "Agnes" und Danton aus "Dantons Tod" autonome Charaktere?

Ich habe in Bezug auf den Werkvergleich von Agnes, Homo faber und Danton´s Tod zum Aspekt Autonomie (selbstbestimmtes Handeln) noch ein paar Unklarheiten. Dass es sich bei den Figruen Agnes, Walter Faber und Robespierre um nicht autonome Charaktere handelt ist klar (Agnes exitiert nur im Spiegel des Ich-Erzählers und lässt sich von der Geschichte kontrollieren // Walter Faber hat seine Rolle als Techniker, die ihn unfrei macht und in seinem Handeln leitet // Robespierre lebt nur für sein Ideal der Tugend). Doch was ist mit dem Ich-Erzähler und Danton? Schließlich entscheidet sich der Ich-Erzähler frei für seine Autorkarriere und damit gegen die Liebe. Bei Danton ist es so, dass er seine Identität durch dem aus dem Ruder gelaufenen Revolutionsprozess verliert und sich dadurch dem Nihilismus und Fatalismus bekennt. Ergo wäre er also eher unfrei, weil er durch den Revolutionsprozess definert wird. Was meint Ihr, handelt es sich bei dem Ich-Erzähler und Danton um autonome (freie, selbstbestimmte) Charaktere?

...zur Frage

Was bedeutet Laster?

In Dantons Tod spricht Robespierre oft von Tugend und Laster. Doch was heißt Laster und was meint er damit?

...zur Frage

Vollständige Rede Robespierres?

Ich bin auf der suche nach einer vollständigen Rede von Robespierre, in denen er den Terror mit dem Begriff der Tugend legitimiert. Bin bis jetzt nicht fündig geworden :/

Vielen Dank im Voraus! LG

...zur Frage

Ist autonomes Fahren wirklich die Zukunft?

Kürzlich bin ich über eine Aussage von Kanzlerin Merkel sehr erschrocken und hielt sie auch zugleich für äußerst absurd.

Und zwar meint sie, daß in 30 Jahren nur noch autonom gefahren wird und man nur noch mit einer Sondererlaubnis selbst fahren darf.

Zum einen halte ich den Zeitraum für utopisch und zum anderen wird sich das wohl auch kaum durchsetzen, denn niemand will seine Individualität aufgeben, v.a. nicht beim Autofahren.

Denn Autofahren ist ja für Viele nicht nur eine Bewegung von A nach B, sondern es steckt auch ein gewisser Spaßfaktor dahinter, der dann komplett verloren ginge.

Auch denken alle immer nur an Autos, aber was ist mit anderen Fahrzeugen wie z.B. Motorrädern? Diese werden nie autonom fahren können und da wäre dieser Gedanke außerdem noch absurder, weshalb ich über solche Prognosen eigentlich nur lächeln kann.

Ein komplett autonomer Straßenverkehr wird daher doch nie durchsetzen können und in den nächsten 30 Jahren schon erst recht nicht, oder?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?