Ist Terror für einen guten Zweck erlaubt (Französische Revolution)?

9 Antworten

Was ist denn ein guter Zweck? Und ist dieser Zweck dann immer noch ein guter Zweck, wenn andere Personen oder Personengruppen darunter leiden? Ist dann das, was die IS-Attentäter tun, gerechtfertigt, nur weil sie das, was sie tun,  aus ihrer Sicht aus guten Gründen tun?

Es reicht nicht, nur die Ansichten des Terroristen zu betrachten sondern auch das, was es für die anderen Menschen bedeutet, die in ihrem Umfeld oder ihrer Zeit leben.

Ok danke für deine Meinung ^^. Aber war Gleichheit und Freiheit denn nicht aus aller Sicht gut?

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@LeDreamer

Im Kampf um 'Freiheit' und 'Gleichheit' gibt es aber auch immer Menschen, die ihr Leben verlieren. Ganz gleich, ob diese Menschen Recht hatten mit ihrer Einstellung oder nicht, sie sind gestorben. War das alles aus der Sicht ihrer Familien dann gut?

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@LeDreamer

wie ich schon schrieb. Der Zweck wird durch die angewandten Mittel entwertet.

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Terror ist nicht gleich Terror. In Frankreich, oder z.B. auch in der UdSSR unter Stalin, gab es das, was man heute als Staatsterror bezeichnen würde. Es ist nicht islamischer Terror bei dem Ungläubige gesprengt oder mit Äxten angegriffen werden, sondern eine systematische Verfolgung von echten oder vermeintlichen Gegnern des Staates, des Systems. Ob ein Staatsterror zulässig ist? Ich denke in einigen Fällen schon. Wenn sich ein Teil der Bevölkerung gegen den Staat verhält, diesen ablehnt und seinen Untergang anstrebt, dann kann man durchaus repressive Aktionen gegen diesen Teil der Bevölkerung anwenden. Man soll sie nicht gleich töten, aber z.B. durch Inhaftierung neutralisieren. Man hat es ja vor kurzem mit den "Reichsbürgern" erlebt, aber man kennts auch von den agressiven "Antideutschen", "Antifas", aber auch von selbsternannten Patrioten von der NPD usw.

Hätte es Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht auch ohne Guillotine gegeben? Haben die Amerikaner zur ErKlärung der Menschenrechte Menschen reihenweise die Köpfe abgeschnitten?

Na ja...
Ist ein etwas ungünstiges Beispiel.
Die amerkanische Unabhängigkeitserklärung ist von 1776 - die Sklaverei wurde erst 1865 abgeschafft, zumindest auf dem Papier.

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"Der Zweck heiligt das Mittel"

Aber der Zweck wird oft durch die angewandten MIttel entwertet.

Ich glaube nicht, dass Robespierre den Terror benutzt hat, um Freiheit und Gleichheit zu erzielen. Wenn er das je wollte. Die Revolution hat, wie viele Revolutionen, ihre Kinder gefressen.

Nein Terror ist für einen guten Zweck nicht erlaubt, denn der Terror trifft alle.

Was für einen guten Zweck erlaubt sein kann, ist der Tyrannenmord. Also z.B. der Mord an Hitler. Aber da wurde der Mordversuch (leider) ja nicht ziellos gegen Unbeteiligte gerichtet, sondern auf Hitler selbst.

Der IS z.B. sieht seinen Terror auch als gerechtfertigt an, weil er, so meint der IS, auf einen guten Zweck hin gerichtet sei. Aber er tötet viele Unschuldige. Und das ist nicht gerechtfertigt.

Es ist nur dann erlaubt, wenn man damit sein Ziel erreicht. Wenn man es nicht erreicht, wird man vom Sieger verurteilt, eingesperrt oder gegebenenfalls einen Kopf kürzer gemacht. Dann ist es natürlich nicht erlaubt.

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