haben steinzeit menschen früher drogen genommen?

11 Antworten

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Die Frühmenschen kannten gewiss Pflanzen und Kräuter, die eine rauschhafte Wirkung hatten. Bis auf wenige Ausnahmen ist dieses Wissen allerdings weitgehend verloren gegangen. Schließlich wurden weibliche Heilkundige im Mittelalter als Hexen verfolgt und verbrannt.

Unsere heutige Naturheilkunde ist wohl nur ein schwacher Abglanz des ursprünglichen Wissens.

Es gibt meines Wissens keine Funde, die auf so was hindeuten. Aber nicht alles, was die Steinzeitmenschen gemacht haben, hat Spuren hinterlassen.

Manche spekulieren darüber, ob bestimmte Höhlenmalereien unter dem Einfluss von berauschenden Essenzen vorgenommen wurden. Aber mehr als Spekulationen sind es nicht.

"Der Rausch und seine Mittel sind so alt wie die Menschheit. Hätte »Ötzi«, der in den Südtiroler Alpen Anfang der neunziger Jahre gefundene »Gletschermann«, die italienisch-österreichische Grenze nicht schon vor mehr als 5000 Jahren, sondern in unseren Tagen passiert – er hätte außer einem Wetterumsturz auch die Drogenfahndung fürchten müssen. In den Taschen des tiefkühlkonservierten Steinzeitmenschen wurden halluzinogene Pilze gefunden, deren Wirkstoffe heute auf dem Betäubungsmittelindex stehen." http://www.broeckers.com/2010/09/07/die-drogenluge/

Ötzi findet man auch auf Wikipedia, ging damals auch durch alle Medien. Im übrigen ist mit "Steinzeit" und "Drogen" einiges bei Google zu finden.

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@sventheman

Ötzi hatte einen Medizinbeutel bei sich. So wird es jedenfalls gedeutet. Medizin gab es allerdings in der Steinzeit. Ötzi lebte schon sehr am Ende der Steinzeit, in der Kupferzeit, die manchmal auch als "Kupfersteinzeit" bezeichnet. Aber es ist schon nicht mehr ganz klar, ob man die Kupferzeit überhaupt noch zur Steinzeit rechnen soll.

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Krieger nahmen sie um sich Mut zu machen; Entscheidungsträger in Politik & Gesellschaft, um ihren Verstand zu schärfen; breite Anwendung fanden sie bei der allgemeinen Bekämpfung von Unzufriedenheit, Depressionen oder Angstgefühlen. Bei Ausgrabungen in Äthiopien stieß man auf die Ruinen von Siedlungen, die vor mehr als 5.000 Jahren erbaut worden sind. In der Nähe der Feuerstätten hatten die Eingeborenen unter Steinen Indischen Hanf, aus dem das Rauschgift Haschisch gewonnen wird, versteckt, eine Pflanze, die viel später auch von einigen Sekten im Mittleren Orient verwendet wurde.

Die Mitglieder dieser Sekte hießen Hachachins - eine Bezeichnung, aus der sich übrigens der französische Begriff assassin (Mörder) ableitet. Haschisch, mit dem sich Moreau de Tours bereits 1842 in einer Abhandlung mit dem Titel Du haschisch et de l'aliénation mentale beschäftigte.

Lit: Le Cervau, Michel Serres, France, November 1998

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