Haben die Menschen heutzutage das Kopfrechnen verlernt?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Ich komme auch ganz gut ohne zurecht. 60%
Ich kann auch nicht ohne Taschenrechner. 40%
Ich habe die Kopfrechnung komplett verlernt. 0%

16 Antworten

Ich kann auch nicht ohne Taschenrechner.

Ich glaube nicht, dass es "normal" ist, den Taschenrechner auszupacken, wenn man beim Einkaufen den Gesamtpreis der Waren im Einkaufswagen überschlägt. Da aber trotzdem relativ viele Menschen einkaufen gehen, scheint das Kopfrechnen noch nicht ausgestorben zu sein ;)

Wenn es aber an kompliziertere Aufgaben geht, die man zu Hause oder auf der Arbeit lösen muss, dann ist es nun einmal bequemer und gewissermaßen sicherer, einen Rechner zu verwenden. Wenn es nicht gerade Multiplikationen von zweistelligen Zahlen sind, geht es mit dem Rechner in der Regel auch schneller. Ich zum Beispiel würde viel länger brauchen, um mit schriftlicher Division das Ergebnis von 7:13 auf 3 Stellen genau auszurechnen als mein Taschenrechner. Warum also nicht auf dieses Hilfsmittel zurückgreifen?

Ich denke aber, der Durchschnittsmensch wird im Alltag so häufig vor "einfache" Rechenaufgaben gestellt, dass er trotz der heutigen Schulmethoden ein bisschen Kopfrechnen kann.

... Jetzt habe ich entgegen des letzten Statements angekreuzt, dass ich nicht ohne Taschenrechner kann. Das liegt allerdings nicht daran, dass ich nicht Kopfrechnen kann, sondern dass ich aufgrund meines Studiums häufig Rechnungen anstellen muss, die weit über übliche Rechnungen hinausgehen ;) Im Alltag komme ich auch ohne Taschenrechner aus.

"Da aber trotzdem relativ viele Menschen einkaufen gehen, scheint das Kopfrechnen noch nicht ausgestorben zu sein."

Ich vermute aber, dass nur die wenigsten Leute beim Einkaufen tatsächlich rechnen ...

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Ich komme auch ganz gut ohne zurecht.

1. Taschenrechner sind nicht generell böse

Wenn Zeitdruck herrscht, z.B. in Klausuren oder im Unterricht, ist ein schnelles Ergebnis aus dem Taschenrechner zwar nicht so glanzvoll wie ein im Kopf ausgerechnetes (sofern es korrekt ist), aber es erfüllt perfekt seinen Zweck, nämlich die Aufgabe zu lösen oder den Unterricht voranzubringen. Unter Zeitdruck addiere ich selbst zweistellige Zahlen im Taschenrechner, wenn sie in einer Liste zwischen größeren Zahlen stehen - ganz einfach, um nicht unnötig aus dem Takt zu kommen.


2. Beim Einkaufen mitrechnen

Ich rechne beim Einkauf (nach Möglichkeit centgenau) mit, wenn ich wieder viel zuviele Münzen gesammelt habe, dann kann ich das Geld in der Warteschlange schon passend abzählen.

Schwellenpreise (,99, ,98, ,95) sind ein Problem, weil da furchtbar krumme Zahlen rauskommen.

Tipp:

1,39+1,49+1,95 sind

1,40+1,50+2,00 minus 7 Cent, also

4,90 minus 0,07. Das lässt sich leichter merken, finde ich.



3. Herausforderungen annehmen

Hier auf GF sieht man häufiger Hausaufgabenfragen mit mathematisch oder logisch zu lösenden Rätseln. Meistens werden die Fragen ja schnell gelöscht, aber gelegentlich nehme ich mir eine interessantere davon vor und versuche sie selbst zu lösen.

a. Zuerst versuche ich es eine Weile lang im Kopf, weil ich dann den Ehrgeiz habe, mir schlauer vorzukommen als der Fragesteller ;-)

b. Wenn ich das Problem im Kopf nicht lösen kann, z.B. weil ich mir zuviele Zwischenergebnisse merken müsste, versuche ich es mit Notizen, Skizzen oder z.B. schriftlicher Rechnung. Division ist so ein Fall, da gebe ich ziemlich schnell auf, wenn die Werte nicht einigermaßen glatt sind oder ein Überschlag ausreicht. Bei Logikrätseln brauche ich oft Wertetabellen, da komme ich auch schnell durcheinander, wenn es um mehr als 3 Unbekannte geht.

c. Wenn ich auch damit nicht weiterkomme, benutze ich den Taschenrechner oder schummle gleich mit Excel.

d. Besonders bei Logikrätseln google ich am Ende nach der Lösung. Ich habe schon häufiger festgestellt, dass ich bei meiner Lösung etwas übersehen habe und mein Ergebnis falsch war, obwohl es sich richtig anfühlte.

Ich komme auch ganz gut ohne zurecht.

Merke auch zunehmend, dass vor allem die jüngeren Leute nicht mehr richtig Kopfrechnen können. Ist aber eine reine Trainingssache. Vermutlich wird es also in der Schule nicht mehr trainiert. Es gibt aber sogar Bücher mit Übungen und guten Rechentricks und wenn man ein wenig damit übt, wird man sehr schnell viel besser im Kopfrechnen und kann dann irgendwann auch kompliziertere Aufgaben im Kopf ganz flott rechnen.

Sicher kann man verlernen im Kopf zu rechnen, aber das läßt sich wieder herstellen in dem du beim Einkaufen deine Sachen die du gekauft hast ausrechnest. Das trainiert. In jeder freien Minute einfach rechnen.

Ich komme auch ganz gut ohne zurecht.

Meine Anwort bezieht sich auf meine persönlichen Kopfrechenfähigkeiten.

Ich erlebe aber jeden Tag etwas völlig anderes. Grad eben noch: 2/5 = 2,5
Oder: 3·0 - Moment, ich muss eben meinen Taschenrechner rausholen.

Je mehr sich die Leute auf ihren TR verlassen, um so verlassener sind sie :-)

Woher ich das weiß:Beruf – Mathestudium

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