Glaubst Du, was Du siehst, oder siehst Du, was Du glaubst?

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14 Antworten

Auf die eigene Wahrnehmung ist nur bedingt Verlass, das sollte man wissen. Weiß man das und wendet dieses Wissen an, wird man auch das hinterfragen, was man wahrnimmt. Ich kenne drei gute Beispiele zu dem Thema.

Im ersten beispiel geht es um Limonade, genauer un Zitronenlimonade. Ein Hersteller rührte die zusammen und es ging nur noch um die Farbgebung, weil so eine Limonade farblos und klar wie Wasser ist. In Versuchsreihen mit unwissenden Testpersonen fand man heraus, dass die Limonade den Testpersonen saurer vorkam, wenn sie weißlich trüb eingefärbt wurde. Knallgelb schmeckte sie den Testpersonen zu künstlich. Leicht grünlich nahmen die Testpersonen einen Limettengeschmack wahr, mit oranger Färbung entdeckten sie eine Orangennote. Der Geschmack hatte sich nicht verändert, nur die Färbung. Das ist eigentlich ein alter Hut, aber zeigt schön, wie beeinflussbar die Wahrnehmung ist.

Auch gut war ein Versuchsaufbau mit Lautsprecherkabeln. In einem akustisch optimierten Hörraum wurde eine hochwertige Stereoanlage aufgebaut und diese wurde im Laufe des Versuchs durch unterschiedliche Kabel mit den ebenfalls hochwertigen Lautsprechern verbunden. interessanterweise konnten die Versuchspersonen nur dann die Unterschiede hören, wenn sie wussten, welches kabel gerade zum Einsatz kam. Wussten sie das nicht, konnte auch zwischen einem billigen Kabel aus dem Baumarkt und einem Lautsprecherkabel mit vierstelligem Preisschild kein unterschied festgestellt werden, denn die Auswertung der Protokolle zeigte, dass man eben so gut hätte raten können.

In der Autoindustrie geht es auch oft um Wahrnehmung. So ist es nicht nur von den Fahrleistungen, sondern auch von der Optik und dem Klang eines Fahrzeugs abhängig, für wie schnell, sportlich, durchzugsstark und kräftig es gehalten wird, ganz ohne dass es einen unterschied bei den Fahrleistungen gibt.

Der Mensch lässt sich also  durch Vieles beeinflussen. Das  kann ihm auch passieren, wenn er sich dessen bewusst ist, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt.

Menschen schließen sich auch gern der Mehrheitsmeinung an, obwohl die Masse oft genau so dumm ist, wie ein Einzelner. 

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Ist das auf das Sehen im Allgemeinen bezogen oder eher in Bezug darauf, was man vom Gesehenen oder Gelesenen entsprechend interpretiert bzw. selektiert?

Wenn letzteres der Fall ist, sehe ich auch das, woran ich nicht glaube, aber wenn ich etwas lese, dann schaffe ich es auch, das zu lesen, wie es in klaren Worten geschrieben steht, ohne gleich zu interpretieren oder zu selektieren, wie es Manchen scheinbar nicht möglich ist, die beispielsweise die Bibel lesen ohne gleich durch Religionslehren klare enthaltene Aussagen zu verdrehen.

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Wieso "oder"?

1. Es gibt kein "neutrales" Sehen. Man sieht immer auch, was man glaubt und beeinflusst die Wahrnehmung mit seinen Vorerfahrungen. Das Gehirn kann das nicht anders.

2. Es gibt viel mehr als man sehen kann. Wer nur glaubt, was er sieht, schneidet sich von einem reichen Schatz von möglichen Erfahrungen ab.

3. Man kann an Dinge glauben, die es nicht gibt.

4. Man Dinge sehen, die es nicht gibt.

Es gibt da viele Möglichkeiten, und wir kommen aus der Nummer nicht heraus, immer wieder kritisch unsere Wahrnehmungen und unsere Glauben zuz hinterfragen.

Was auf keinen Fall stimmt, ist die viel zu vereinfachende Alternative; so als ob es nur eine von den beiden Möglichkeiten gäbe, und als ob diese Möglichkeiten sich zudem gegenseitig ausschließen würden.

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Beides: Manchmal sieht man Dinge von denen man ganz genau weiß, die man richtig sieht, aber manchmal gibt es Dinge, die man nur sieht, weil man es glauben will.

Das letztere ist etwas naiv (manchmal, hängt davon ab). Meistens weiß man die Hintergründe von etwas was man sieht nicht und dann sieht man, was man glaubt.

Das liegt im Auge des Betrachters.

LG Fo :)

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Weder noch. Ich glaube nicht alles was ich sehe und hinterfrage meine visuellen Eindrücke des öfteren um nicht einem Irrtum zu erliegen. Andererseits sehe ich niemals was ich glaube, da ich ein Mann der Wissenschaft bin, glaube ich nämlich nicht ich weiß oder ich vermute oder ich weiß nicht, glaube hat da keinen Platz.

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Zum Thema "Glaube" fällt mir vor allem Hebräer 11,1.3 ein: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind."

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Ohne Brille nicht.

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Seid ihr sicher dass ihr glauben könnt, was ihr seht?

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Ich denke, dass niemand weiß ob er das sieht was er sehen möchte, oder ob er das sieht was ist. ;)

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Gott, der Herr, ist keine Einbildung.

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Also eins ist mal klar: wenn du siehst was du glaubst, dann glaubst du auch was du siehst.

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Ich sehe mehr, als ich glauben kann. Die BRD ist das reinste Irrenhaus!


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weder noch

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ich glaube was ich sehe..

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