Glauben Sie dass es eine objektive Wirklichkeit gibt oder ist die Wirklichkeitserkennung rein subjektiv?

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10 Antworten

Ich glaube, dass es eine objektive Wirklichkeit gibt, die wir aber, wie bereits Kant feststellte (übrigens auch schon Epikur, der sich dadurch von den Idealisten abgehoben hat), nur begrenzt erkennen können.

Ich glaube nicht, dass unsere Wirklichkeitserkennung REIN subjektiv ist. Ich sehe sehr wohl, dass es subjektive Färbungen gibt. Diesen wirkt aber die Tatsache entgegen, dass Wirklichkeitserkennung des Lebens, nicht nur der  Menschen, immer auch eine vernetzte, kommunikative und damit das Subjektive korrigierende Komponente hat. Das gilt erst recht für uns Menschen, die wir in einer Erkennens- und Handlungskultur groß werden, von Beginn an durch die Kultur der überindividuellen Sprache kommunikativ vernetzt. Unser Erkennungsapparat ist evolutionär so entwickelt, dass wir erfolgreich überleben. Bereits das, die Handlungsbezogenheit und die dadurch entstehende Rückkoppelung ist ein starker Korrekturfaktor rein individueller Eindrücke.

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Kommt darauf an, was versucht wird, zu erkennen. Also Materie und Energie sind schwer zu verneinen. Da gibt es etwas. Subjektiv ist da nur, wie es wahrgenommen wird. Sobald es um Entscheidungen, Meinungen, Darstellung von Sachverhalten, Überhaupt Modellierung, Abstrahierung, Fantasie, Glaube und Emotionen usw. geht, da gibt es keine objektive Wirklichkeit. Meistens spielt die objektive Wirklichkeit (Materie und Energie und anderes) aber für die Wahrnehmung eine Rolle. Dann ist das erkannt zu haben Geglaubte teilobjektiv, wie es sich aber für eine Person darstellt, ist immer subjektiv.

Ich glaube, man sollte Quelle von Erkenntnis und das Resultat nach der Verarbeitung der Informationen unterscheiden. Dann kommt man ganz gut dabei weg.

Deswegen stehen die Alternativen in deiner Frage nicht einmal im Widerspruch. Es ist möglich, dass es eine objektive Wirklichkeit gibt und dass die Erkennung derer rein subjektiv ist.

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Der Begriff der "Wirklichkeit" ist das große Problem.

Es sind sich nicht mal die Menschen untereinander über "die Wirklichkeit" ihrer Wahrnehmung einig, und dabei haben alle eine sehr ähnliche Art der Wahrnehmung.

Vergleicht man unsere wahrgenommene "Wirklichkeit" dann mit z.B. denen von Wesen mit mehr Sinnesorganen (Wahrnehmung elektromagnetischer Wellen, Wahrnehmung eines größeren Farbspektrums als das menschliche Auge etc), kann man vermutlich sagen, dass eine "Wirklichkeit", auf die sich Menschen geeinigt hätten (wenn es sie denn gäbe) mindestens lückenhaft, wenn nicht sogar objektiv "falsch" wäre.

Ein ausschlaggebender Faktor unserer Wahrnehmung ist z.B. die Zeitwahrnehmung. Diese ergibt sich aus "Verzögerungen" in Abläufen in unserem Körper (der "Verarbeitungsgeschwindigkeit" durch das Gehirn, also die Reaktionszeit, diese ist beim Menschen deutlich länger als z.B. bei einer Fliege) sowie einem gegebenen objektiv sinnvollen, aber auch durch Gewohnheit sich anpassenenden Maßstab der Wahrnehmung von Zeit und Geschwindigkeit ("Zeitgefühl", z.B. wie schnell Langeweile aufkommt).

Ein weiterer sehr wichtiger Faktor, den man nicht vernachlässigen darf, ist der Fokus unserer Wahrnehmung. Den Großteil der Informationen nimmt man nicht einmal wirklich wahr, sondern nur solche Informationen, auf die sich unsere Wahrnehmung fokussiert. Z.B. gibt es eine Überempfindlichkeit für plötzliche Bewegungen, insbesondere wenn die Umgebung bewegungslos ist. Wenn alles lange ruhig war und sich plötzlich etwas im Augenwinkel sich bewegt, dreht sich fast jeder sofort um und ist plötzlich voll fokussiert und bereit zu reagieren. Diese Fähigkeiten sind evolutionär sinnvoll, aber auf eine bestimmte Art auch eine Verzerrung der "objektiven Wirklichkeit". Vielleicht wäre eine Alien-Spezies, die sich unter anderen Umständen entwickelt hat, komplett anders fokussiert in der Wahrnehmung, wenn es z.B. auf ihrem Planeten keine sie bedrohenden Raubtiere gäbe und ein solches Fokussieren sich nicht wegen natürlicher Selektion hätte durchsetzen müssen.

Wenn du jetzt also von der "objektiven Wirklichkeit" sprichst, ist diese nicht nur durch unsere Sinne, unsere Verarbeitungsgeschwindigkeit und unsere besondere Art des Fokussierens der Wahrnehmung verzerrt, sondern noch durch viele andere Faktoren. Mal ganz davon abgesehen ist auch jeder einzelne Mensch unterschiedlich in der Wahrnehmung, abhängig von der ganz genauen Ausprägung seiner Sinnesorgane, seiner Art der Verarbeitung (des bewussten und unbewussten Denkens) und den durch Erziehung und eigenen gemachten Erfahrungen entstandenen individuellen Eigenarten der Wahrnehmung.

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Du nimmst die Wirklichkeit über deine Sinne war, sie wird schon für dich interpretiert, wenn man so möchte. Deswegen kann es keine objektive Wirklichkeit geben, weil alles, was du wahrnimmst, bereits interpretiert ist. Es gibt vielleicht eine objektive Wirklichkeit, also die Wirklichkeit, die einfach nur existiert, aber jedes Bewusstein, alles, interpretiert diese unvermeidlich.

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Es gibt die objektive und die subjektive Wirklichkeit (Wahrheit)

Beispiel:

Auf einem großem freien Platz steht ein einsames Gebäude. Das ist die objektive Wirklichkeit.

Vor der restaurierten schönen Vorderfront des Gebäudes steht eine Person und sieht diese schön restaurierte Front. Subjektive Wahrnehmung: Ein schönes Gebäude.

Hinter dem Gebäude steht eine Person und schaut auf die nicht restaurierte Rückseite des Gebäudes. Subjektive Wahrnehmung: Hässliches Gebäude.

Beide Personen haben auf Grund Ihres unterschiedlichen Standpunktes auch eine unterschiedliche subjektive Wahrnehmung.

Das einzige, was unverändert bleibt, ist das Gebäude an sich. Es steht da und ist nicht wegzuleugnen. Das ist die objektive Wahrheit.

So ist es mit allen anderen Dingen auch.
Auf den Standpunkt kommt es an, wie sich dir eine Sache darstellt.

Deshalb ist es immer ein bisschen schwierig mit dem Begriff "Wahrheit" umzugehen.
Je mehr man sich mit einer Sache beschäftigt und je mehr Wissen man über sie sammelt, desto mehr nähert man sich der Wahrheit.
Da man dieses Ziel niemals ganz erreicht, bleibt Wahrheit im Sinne von Erkenntnis wohl immer subjektiv, wenn auch ablösbar.
In der Philosophie nennt man so etwas "Negation der Negation", also "Ablösung einer alten Wahrheit durch eine neue infolge von neuen Erkenntnissen usw.usw.
Beharren auf einer Wahrheit nennt man Stagnation oder "Verweigerung".

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Wirklichkeit ist immer und unter allen Umständen nur subjektiv. Oder anders gesagt: Wirklichkeit gibt es nicht.

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Es muss eine Wirklichkeit geben. Diese ist rein objektiv. Denn wenn sie nur subjektiv wäre, wären wir nicht.

Wir sind Objekte mit subjektiver Wahrnehmung. Jeder nimmt anders war.

Eine kollektive Wahrnehmung kann zu einer objektiven werden.

Es kann keine subjektive Wahrnehmung geben, wenn es nicht die Wirklichkeit gäbe.

Gäbe es den Menschen nicht, gäbe es keine subjektive Wahrnehmung, und dennoch die Wirklichkeit.

Wir sind, weil wir fühlen.

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Es gibt subjektive und objektive Wirklichkeiten. Unsere Sonne z.b. ist eine objektive, da sie für alle gilt: für Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine,  Sterne ect. Subjektive Wirklichkeiten sind relativ oder Geschmacksache, da sie nicht für alle gelten, z.B. "Das ist ein schönes Haus/Auto oder "Das Essen hat gut geschmeckt."

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wirklichkeit ist nicht realität, sodass wirklichkeit immer nur subjektiv sein kann.

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Objektiv gibt es nicht.

Alles ist immer nur subjektiv.

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