Glasscheibe - Schreibtisch "explodiert"

3 Antworten

irgend eine schreibtisch lampe die umgekippt is und das glas erwärmt hat, ein fehler beim zusmamenbauen, das eifnahc vona nfang an spannungenin dem glas waren, fehler beim giessen der glasplatte... genau wird es isch nciht sagen lassen... aber ich hab shcon selbige smit ner lampge geschafft xD

Es handelt sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Glasbruch durch sogenannte Nickelsulfideinschlüss.

Denn der Tatsache, dass die Scheibe in 1.000 kleine Teile zersprungen ist entnehme ich, dass es ESG war; bei ESG kommt das gelegentlich mal vor.

Ich möchte hier mal aus dem Baunetzwissen zitieren:

Ein spezielles Problem des ESG ist der sogenannte Spontanbruch aufgrund von Nickelsulfid-Einschlüssen. Diese werden durch kaum vermeidbare Verunreinigungen der Glasschmelze beim Herstellungsprozess verursacht und haben die unangenehme Eigenschaft, sich im Laufe der Zeit durch Phasenumwandlung von α-NiS in β-NiS im Volumen um ca. 4 % zu vergrößern. Hinzu kommt, dass der größere Temperaturausdehnungskoeffizient von NiS gegenüber Glas bei Temperaturerhöhungen zu inneren Spannungen führt. Trifft dies lokale Spannungserhöhung nun mit der infolge des Vorspannprozesses vorhandenen hohen Zugspannung im Glasinneren zusammen, kann es zu einer Überschreitung der Glasfestigkeit und damit zu einem sogenannten Spontanbruch kommen.

Charakteristisch sind häufig zwei größere schmetterlingsförmige Bruchstücke im Bereich des Bruchursprungs, in dessen Mitte sich der Einschluss befindet (engl. auch "cat eye" genannt). Der Bruchursprung liegt in der Regel bezogen auf die Scheibendicke im Inneren der Scheibe, also in der Zugzone. Die Einschlüsse können durch mikroskopische Untersuchungen leicht nachgewiesen werden.

Neben Nickelsulfid-Einschlüssen können aber auch andere Materialverunreinigungen zum Spontanbruch führen. Die schmetterlingsförmigen Bruchstücke sind also nicht immer eindeutig auf Einschlüsse von Nickelsulfid zurückzuführen. Erst eine chemische Analyse des Einschlusses gibt Gewissheit. Eine sehr wirksame Maßnahme gegen das Auftreten des Nickelsulfid-Spontanbruchs liegt in der erneuten Wärmebehandlung des ESG im sogenannten Heißlagerungstest (engl. heat-soak-test). Hierbei wird Glas über einen Zeitraum von acht Stunden bis etwa 290° C erwärmt, so dass das NiS-Wachstum erheblich beschleunigt wird und ein eventueller Spontanbruch schon im Heißlagerungsofen auftritt. Entscheidend für die Wirksamkeit des Testes ist, dass an jeder Stelle der Scheibe die Temperatur von 290° C über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden wirklich erreicht wird. Der Abstand zwischen den Scheiben während der Heißlagerung darf daher nicht zu eng gewählt werden. Deshalb ist es sinnvoll, die Heißlagerungsöfen bei üblicher Beladung zu kalibrieren und dabei eine Temperaturmessung auf der Glasoberfläche durchzuführen.

Inzwischen wurde mit heißgelagertem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-H) in der Bauregelliste ein neues Bauprodukt definiert. Dazu werden umfangreiche Überwachungsmaßnahmen bei den Herstellern durchgeführt. Die genaue Durchführung dieser Überwachungen ist in der Fachwelt umstritten.

Bei Borosilicatgläsern ist die Möglichkeit einer Nickelsulfid-Bildung aufgrund produktionstechnischer Randbedingungen und der Zusammensetzung des Glases erheblich geringer (10000-fach) und die Versagenswahrscheinlichkeit aufgrund Spontanbruch hinreichend klein.

Das GFF-Magazin weiß dazu:

Nickelsulfid-Einschluss: Verunreinigung mit Folgen

Bei der Floatproduktion entstehen zum Teil kleinste Kristalle aus Nickel und Schwefel. Diese Nickelsulfid-Einschlüsse wirken sich bei den meisten Glasarten nicht negativ aus, können aber bei ESG zu Spontanbruch führen. GFF-Online nahm das Thema mit dem Experten Dr. Andreas Kasper unter die Lupe. - von Matthias Heiler

Bild: Kasper/Saint Gobain Nickelsulfidenischluss, Floatproduktion, Gefahren Spontanbruch bei ESG möglich Die Produktion des Lebenselexiers der Glasbranche läuft in riesigen Schmelzwannen endlos 24 Stunden am Tag. Dabei kontrollieren die Hersteller ständig Qualität und Zusammensetzung des Floatglases. Allerdings lassen sich auch bei genauester Prüfung nicht alle Störenfriede aussperren. Sehr selten werden Kristalle aus Nickel und Schwefel in der Größe von etwa 0,2 Millimeter im fertigen Floatglas eingeschlossen. Diese Nickelsulfid-Einschlüsse können bei Temperaturbelastung ihre Zustandsform ändern und sich dadurch deutlich vergrößern. Daraus folgt ein Spannungsanstieg im Glas, der im Extremfall ausschließlich bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) zum spontanen Bruch ohne äußere Einwirkung führen kann. Der Grund dafür liegt im Zusammenwirken von Druck- und Zugspannung im vorgespannten ESG mit den sich ausdehnenden Nickel-Sulfid-Einschlüssen. Dadurch entsteht eine Gesamtspannung, die das Glas nicht mehr aushält und schließlich zerbricht.

Risiko deutlich minimierbar Das Risiko für einen Spontanbruch durch Nickelsulfid-Einschlüsse beträgt laut dem Experten Dr. Andreas Kasper, Head of dept. "Chemistry of Glass Melting" (CGM) bei Saint-Gobain Sekurit Deutschland, bei nicht heißgelagertem ESG mit acht Millimeter Dicke zirka ein Bruch auf sechs Tonnen Glas oder umgerechnet auf 300 Quadratmeter. Zur Senkung des Spontanbruchrisikos durch Nickel-Sulfid-Einschlüsse eignet sich das in der EN-14179-1 gereg

oh Gott ich hätte nen Herzinfarkt bekommen :D :). Da war sicher ein Sprung-Luft Teilchen im Glas.... war der Tisch neu?

Nein, der Tisch war nicht neu...

Ca 3-4 Jahre alt... Jetzt ist hald nur der Monitor heruntergefallen und bla...

Kann man den Hersteller für sowas verantwortlich machen?

Ich bin froh, dass das nicht in der Nacht passiert ist... sonst hätte ich einen Schreck bekommen...

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@DieWui

mh...ne ich würde mal sagen nein du kannst ihn nicht verantwortlich machen. es ist ja nicht ein Teil was du gestern beim Aldi oder so gekauft hast

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