Gibt es für das Osterfest auch einen Vorläufer aus vorchristlicher Zeit?

5 Antworten

Ja, die Fruchtbarkeitsgöttin "Ostera" (oder Asterte) wurde gefeiert, in dem man Babies geopfert hat und mit deren Blut Hühnereier bemalte, um die Fruchtbarkeit zu betonen.

"Osterhasen" (als weieres Symbol der Fruchtbarkeit) durften für Kinder die "Eier verstecken", um auch diese schon rechtzeitig an den "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) zu gewöhnen (Offb.17,1-6).

In Bälde werden aber diese heidnischen Bräuche abgeschafft (Offb.20,2) und Gottes Reich beginnt (Offb.20,6).


Im Zuge der christlichen Missionierung der "Barbaren" im Norden wurden alte heidnische Traditionen und Feste okkupiert, deren Feste belegt und an den alten Kultstätten nunmehr Kirchen errichtet. In England lässt sich das beispielsweise sehr schön noch nachvollziehen: an Kultstätten für den Sonnengott entstanden bevorzugt St.Michaels Kirchen, an jenen für die Muttergöttin die St.Mary Kirchen. Der katholische Marienkult ist ebenfalls ein sehr schönes Beispiel dafür. Alles andere wurde hier schon schon gesagt (Ostara).

Das keltische Äquivalent für das Osterfest war Alban Eiller (Alwan Ei-ier), die Frühlings-Tag- und Nachtgleiche. Es war auch das "Vogelfest", man ging an diesem Tag hinaus und wartete auf die Zugvögel, die Verbindung zu Eiern und Küken rührt daher. Gefeiert wurde die Rückkehr der Göttin als Jungfrau. Zu Ostern geschöpftes Wasser galt als heilig und ihm wurde heilende, reinigende und weihende Wirkung zugesprochen.

Schade, wirklich, und das ist eines der großen Verbrechen der Institution Kirche, dass diese alten naturverbundene Kulturen und ihr Wissen so gnadenlos vernichtet wurden.

Aber hallo! Dieses Fest wurde zu Ehren der alt-germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya gefeiert, in dem man Gaben für dieselbe darbrachte (übriggeblieben: Osternester verstecken), um für eine gute Ernte im neuen Jahr zu bitten. Und nun ratet mal welches Symbol für die Darstellung der Freya genutzt wurde, - ein Hase! ;-)

Oh ha, das wusste ich so noch nicht. Danke.

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Ja klar, damit ist der Eier- und Osterhasenbrauch erklärt, vielleicht auch noch die Osterfeuer.

Nicht jedoch hast Du damit das christliche Osterfest erklärt, das seinen Ursprung im jüdischen Passahfest und der Auferstehung Jesu (bzw. den Glauben daran) hat (siehe Antwort von bini78)! Immerhin waren die Israeliten nicht im alten Germanien unterwegs...

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@anjanni

Ersten war die Frage: nach einem Vorläufer! Und dann sind unsere christlichen Feste nichts weiter als Chimären oder alternativ Veranstaltungen, welche die katholische Kirche willkürlich festgesetzt hat. Ostern zur Frühsjahr Tag- und Nachtgleiche, Weihnachten zur Wintersonnenwende (Jesus ist im April geboren!), Allerheiligen ein Tag vor Samhain (heute Halloween) usw., und mit Israeliten hat das nun schon gar nichts zu tun, denn das sind und waren Juden. Wie Christus nebenbei bemerkt auch! Noch ´ne Frage? ;-)

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In der vorchristlichen Zeit gaben es verschiedene Feste im Frühling zu Ehren der Sonne, Frühling, Frühjahrs Tagundnachtgleiche, Göttin Freya usw., aber natürlich kommt Osterfest mit diesem Namen erst in der christlichen Zeit und bekam die heutige Bedeutung, bestimmte Stelle im laufe des Jahres und den namen Ostern.

Das Osterfest wie wir es heute kennen, ist eine Vermischung christlicher und heidnischer Bräuche. So haben der heute jedem Kind bekannte Osterhase und auch die allseits beliebten Ostereier einen heidnischen Ursprung. So leitet sich auch der Name Ostern wohl von einer germanischen Wurzel ab. Das jüdische Passahfest fällt in diese Zeit. Ursprünglich ist aber das Osterfest als ein christliches Fest anzusehen! Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu nach dem Tod. Diese geschah am dritten Tag nach der Kreuzigung, dem Tode Jesu, wobei der Todestag, Karfreitag, als erster Tag zählt. Daran wird zu Ostern gedacht – wie auch Weihnachten an die Geburt Jesu gedacht wird. Als Christ sollte man dies jedenfalls tun und darüber auch mal nachdenken und erinnert werden. Wenn die katholische Kirche etwas tut oder getan hat oder wenn heute der Konsum davon profitiert, so kann man nicht das christliche Fest selbst und das gesamte Christentum in Frage stellen. Wichtig ist doch auch nicht der Zeitpunkt des Festes, sondern der Glaube daran!

DH DH DH DH

Leider kann ich ja nur einmal klicken...

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Liebe Bini, bei der Geschichte mit dem Glauben stimme ich dir vorbehaltslos zu, aber bei dem Rest? Kucks Du oben! ;-)

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