Gibt es eine absolute Zeit?

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3 Antworten

Ich möchte gern antworten, habe aber zuerst mehr fragen: Ich verstehe nicht, was Du ab Satz 2 meinst. Was heißt z.B. in

Diese 300000 km sind aufgrund der Insichbewegung zu vernachlässigen.

beispielsweise »Insichbewegung«? Warum soll hiergegen die Lichtgeschwindigkeit vernachlässigbar sein? Die Formulierung

Übrig bleibt 1 Sekunde innerhalb der sich Energie und Masse überall bewegen,…

…ist mir komplett unverständlich. Du hast zuvor nur von Geschwindigkeiten gesprochen, was meinst Du an dieser Stelle mit der übrigbleibenden Sekunde? Auch was die Gleichung bedeutet ist mir nicht klar, schon (E+m) ergibt nur Sinn, wenn Du entweder Strecken in Zeiteinheiten oder umgekehrt misst und somit Geschwindigkeiten in Einheiten der Lichtgeschwindigkeit. Aber was bedeutet dann »s/c«?

Ich würde die Idee, dass es eine absolute Zeit doch geben könnte, anders begründen: Zeitmessungen sind ja abhängig vom Bewegungszustand des verwendeten Bezugssystems, deshalb scheint sie nicht absolut zu sein, da jedes Inertialsystem (Koordinatensystem, das nicht einer Beschleunigung ausgesetzt ist) mit der gleichen Berechtigung erst mal als ruhend angesehen werden kann, weil die gleiche Physik gilt.

Allerdings gibt es den kosmischen Hintergrund, und der erlaubt, wenngleich nicht mit Methoden der Physik allein, immerhin mit den Mitteln der (Radio-)Astronomie eine Bewegung gegenüber diesem Hintergrund festzustellen. In einem System, das relativ zu diesem Hintergrund ruht, gibt es nämlich nur »zufällige« und keine bipolare Schwankung in der Intensität des Hintergrundes, also dass er in einer Richtung »wärmer« und in der entgegengesetzten »kälter« erscheint (von der Erde aus gibt es diese übrigens). Ein solches System könnte als absolut ruhend und seine Zeitrichtung als zeitliche Vorwärtsrichtung schlechthin betrachtet werden.

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Kommentar von bundesanwalt
05.06.2016, 19:24

Diese Insichbewegung meint die gesamte Bewegung von E+m  als Ganzes, d.h. das All entspricht E+m. Die rund 300000 km würden hingegen einer rein linearen Bewegung entsprechen. Damit vernachlässige ich nicht die Lichtgeschwindigkeit, im Gegenteil, denn daraus ergibt sich automatisch die Zeitsekunde, die einen Zeitabschnitt aus der absoluten Zeit darstellen muss, die wir allerdings nicht messen können, weil wir keinen Massstab dafür haben. Die Lichtgeschwindigkeit ist deshalb eine Referenzgeschwindigkeit, weil sie als einzige Möglichkeit gilt, die Gravitation mit ihren Relativierungseffekten zu überwinden und weil es  nichts Schnelleres als das Licht gibt.

s (Weg,also 300000 km) dividiert durch c(Lichtgeschwindigkeit)= 1 sec.   

Deshalb spielen die einzelnen Gravitationssysteme hier keine Rolle, wo der Satz von Einstein gilt , dass die Zeit das sei, was er von der Uhr abliest, weil die Gravitation die physikalischen Prozesse beeinflusst und eine objektive Zeitmessung verhindert, so dass sich Relativierungen ergeben müssen. Nur die Lichtgeschwindigkeit ist überall gleich und damit auch die eine Sekunde, in der rund 300000 km zurückgelegt werden, so dass nur diese eine Sekunde objektiv ist.

Die Einheit von Energie und Masse schliessen auch einen angeblichen kosmischen Hintergrund ein. Energie und Masse aber sind unendlich.

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Es gibt keine absolute Zeit. Das vergehen der Zeit ist abhängig von der Gravitation und der Geschwindigkeit. Mit Zunahme der Gravitation verlangsamt sich die Zeit (dies ist messbar und bewiesen). Mit Zunahme der Geschwindigkeit verlangsamt sich die Zeit (dies ist messbar und bewiesen)

Bei deinem Rechenbeispiel behauptest Du das im Bereich von 1 Sekunde sich Alles überall hin bewegen kann. Das ist Falsch. Dazu musst Du wissen das unsere Maßstäbe völlig beliebig Festgesetz wurden. Man kann auch sagen die Lichtgeschwindigkeit ist. 1079251200km/h (Kilometer pro Stunde)

Deiner Schlussfolgerung nach, könnte sich Alles im Bereich von einer Stunde überall hinbewegen.

Man kann auch sagen die Lichtgeschwindigkeit ist 29979,2km/ milli Sekunde. Oder 8,63*10^12 Pfederlängen / Tag.

Aber es gibt ein Zeitabschnitt wo du recht hast. Der Bereich der Unschärfe. So kann ein Teilchen im Bereich der Planck Zeit  5,391 · 10^−44 durchaus mit Überlichtgeschwindigkeit reisen. In diesem Bereich kann auch Energie aus dem Nichts entstehen oder verschwinden.

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Kommentar von bundesanwalt
06.06.2016, 13:48

Existierte eine Zeit, dann wäre sie das einzige immaterielle Phänomen in der Natur. Nach dem physikalischen Gesetz von der Erhaltung der Energie kann das nicht sein. 

Nur im biologischen Leben hat Zeit eine Bedeutung, weil es
endlich ist. Würden wir ewig leben können, spielte Zeit keinerlei
Rolle für uns. Die Zeit, die uns wichtig erscheint, messen wir am
Ablauf physikalischer Vorgänge, die allerdings der Gravitation
unterliegen und somit kein objektives Abbild der absoluten Zeit
bieten.

Existierte keine absolute Zeit, dann wären alle physikalischen Vorgänge im All isoliert voneinander und zu keiner Interaktion fähig, weil dies die jeweiligen Bedingungen der Gravitation diktierten. Die absolute Zeit kann deshalb nur mit dem durchschnittlichen Ablauf aller physikalischen Vorgänge im gesamten Universum gleichgesetzt werden, unabhängig davon wie die einzelnen Gravitationssysteme auf den Ablauf ihrer örtlichen physikalischen Vorgänge wirken.  

Einstein erkannte einerseits, dass es keine immaterielle Zeit geben kann, aber macht andererseits den Fehler, die Zeit durch sein Konstrukt einer angeblichen Raum-Zeit, die gekrümmt sei, zu materialisieren, während zugleich dieses geometrische Raummodell nur einen immateriellen Charakter hätte, während tatsächlich materielle Phänomene zur Ablenkung des Lichts und zu Gravitationslinsen führen.

Die Tatsache, dass das Licht die Gravitation überwindet und immer und überall mit derselben Geschwindigkeit unterwegs ist, beweist den materiellen Zusammenhang des ganzen Alls und damit die Tatsache der absoluten Zeit.  

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Zeit ist Relativ

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Kommentar von bundesanwalt
05.06.2016, 19:28

Nein, Deine Antwort ist erst mal nur eine Phrase, die heute überall zu hören ist, und die, wenn schon denn schon, eine Begründung erfordert. Ich hab nichts gegen Widerspruch, aber begründet muss er sein. Oben habe ich noch mal geantwortet, warum die Zeit eben nicht relativ sein kann.

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