Gibt es eigentlich kein sympathischeres bzw. moderneres Wort für "Hausfrau"?

3 Antworten

Meine Mutter hat sich immer als Hausfrau bezeichnet und ich als ihr Sohn war stolz auf sie. Ich hasse solche arroganten Selbst-Bezeichnungen, die nur Minderwertigkeitskomplexe vertuschen, wie "Flugbegleiter/in" (statt Steward/ess) oder "Raum-Kosmetiker/in" (statt Putzfrau/-mann).

Ich schließe mich den Antworten an, die den Werbespot zwar gut finden, die Bezeichnung Familienmanagerin aber nicht so sehr geeignet.

Es wird nichts nützen, einen teilweise negativ besetzten Begriff einfach nur auszutauschen. Dass "Hausfrau" heutzutage dem Tätigkeitsbild nicht mehr richtig entspricht, weil eine Ehefrau und Mutter inzwischen ein halbes Organisationsgenie sein muss, um den Terminkalender der ganzen Familie unter einen Hut zu bringen, ist klar. Nur: da bräuchten wir einen Ideenwettbewerb, so wie damals für das Gegenteil von "satt", den ich persönlich nicht wichtig fand.

Familienmanagerin jedenfalls hat für mich den gleichen Status wie "Raumpflegerin": ein hochgestochenes Wort, das nicht für den Alltag taugt - für den Werbespot und einen Gedankenanstoß allerdings schon.

Also Familienmanagerin finde ich nicht gut. Heutzutage nennt sich ja alles Manager/in. Die Putzfrau= Hygienemanagerin. Der Hausmeister= Facility Manager u.s.w. Das ist ja fast schon lächerlich. Hausfrau ist doch o.k. Und jeder der einen Haushalt führen muß, und daß sind wir fast alle, wissen die Arbeit einer Hausfrau zu schätzen.

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