Gibt es eigentlich kein sympathischeres bzw. moderneres Wort für "Hausfrau"?

19 Antworten

Alles eine Frage der Perspektive und ob der Gegenüber auch nachvollziehen kann, was der Beruf Hausfrau so alles mit sich bringt. Im Sinne der Gleichberechtigung gibt es seit ein paar Jahren auch schon das Phänomen des Hausmannes. Hier wird auch nicht abwertend beurteilt. Im Gegenteil. es ist ein Arrangement mit der Frau, Lebensgefährtin, Freundin etc. Im Grunde macht man sich nur selbst schlecht, wenn man überhaupt darüber nachdenkt, ob das ein anerkannter Beruf, oder die Tatsache ist. Jede/r der das schon einmal durch hat, weiß, dass hier immer zwei dazugehören. In diesem Sinne würde ich hier empfehlen:

Nicht persönlich nehmen wenn es mal einen Gegenüber gibt der nicht gleich im ersten Moment nachvollziehen kann, was es alles mit sich bringt eine Hausfrau sein zu müssen, wollen oder zu werden. Die eigene Position ist entscheidend. Will ich es und kann ich mit dem Gegenüber entspannt darüber reden. Mehr nicht. :)

Ich schließe mich den Antworten an, die den Werbespot zwar gut finden, die Bezeichnung Familienmanagerin aber nicht so sehr geeignet.

Es wird nichts nützen, einen teilweise negativ besetzten Begriff einfach nur auszutauschen. Dass "Hausfrau" heutzutage dem Tätigkeitsbild nicht mehr richtig entspricht, weil eine Ehefrau und Mutter inzwischen ein halbes Organisationsgenie sein muss, um den Terminkalender der ganzen Familie unter einen Hut zu bringen, ist klar. Nur: da bräuchten wir einen Ideenwettbewerb, so wie damals für das Gegenteil von "satt", den ich persönlich nicht wichtig fand.

Familienmanagerin jedenfalls hat für mich den gleichen Status wie "Raumpflegerin": ein hochgestochenes Wort, das nicht für den Alltag taugt - für den Werbespot und einen Gedankenanstoß allerdings schon.

Ich finde das Wort Hausfrau gar nicht abwertend oder schlecht!

Ich frage dich jetzt, warum du ein "nur" davor setzt? Genau dann bekommt es nämlich einen Beigeschmack, aber nicht vom Wort selbst, sondern vom abwertenden Gebrauch durch dich, oder andere.

"Familienmanagerin"? - gut, das bin ich aber auch wenn ich berufstätig bin und Familie habe - da gibt es auf alle Fälle noch ein größeres Zeitmanagement zu bewerkstelligen.

Warum wollt ihr mit Gewalt gute deutsche Begriffe, die in Ordnung sind, in etwas verwandeln, daß sich nach mehr Wichtigtuerei anhört?

Warum wird aus einer Verkäuferin eine Store-Managerin, oder aus einem Vermögensberater ein Investment-Advisor?

1000 Daumen hoch... lass das "nur" weg und sei stolz, wenn Du sagst Du bist Hausfrau.

Und zu den Wichtigmach-Berufsbezeichnungen fällt mir noch was böses ein: Ein bekannter von mir ist verkäufer in einem Sex-Shop - der wäre dann ein Erotik-Logistiker....

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@RolfHoegemann

Na klar, wir kaufen unsere Wurst auch schon lang in keiner Metzgerei mehr, sondern im "Aufschnittstudio"!

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@soust

..und ich hoffe, du hast dann auch deinen eigenen "Käse-Designer"? ;-) DH

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Also Familienmanagerin finde ich nicht gut. Heutzutage nennt sich ja alles Manager/in. Die Putzfrau= Hygienemanagerin. Der Hausmeister= Facility Manager u.s.w. Das ist ja fast schon lächerlich. Hausfrau ist doch o.k. Und jeder der einen Haushalt führen muß, und daß sind wir fast alle, wissen die Arbeit einer Hausfrau zu schätzen.

Meine Mutter hat sich immer als Hausfrau bezeichnet und ich als ihr Sohn war stolz auf sie. Ich hasse solche arroganten Selbst-Bezeichnungen, die nur Minderwertigkeitskomplexe vertuschen, wie "Flugbegleiter/in" (statt Steward/ess) oder "Raum-Kosmetiker/in" (statt Putzfrau/-mann).

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