Gibt es auch normale Menschen mit Down Syndrom?

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7 Antworten

Menschen mit Downsyndrom haben ebenso ihre Stärken und Schwächen wie alle anderen Menschen auch und was genau muss man unter einem 'normalen' Leben verstehen? Ich kenne genügend gesunde Leute, die sich sehr komisch verhalten. Im günstigsten Fall hält man sie für Individualisten, im schlimmsten Fall sind es Spinner.

Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit Downsyndrom, die ich kennen lernen konnte, waren sicherlich anders aber das durchaus auch im positiven Sinn. Sie sind überwiegend direkter und ehrlicher als gesunde Menschen und sie leben mitten unter uns ein normales Leben, wenn es ihnen ermöglicht wird und wenn man ihre Defizite nicht in den Vordergrund stellt. Es gibt Projekte, in denen Menschen mit Behinderung erstklassig arbeiten unter ihresgleichen. Manches mag etwas langsamer funktionieren aber das Ergebnis ist kaum schlechter als bei gesunden Menschen. Vor allem bleiben die meisten herrlich entspannt auch unter größtem Stress.

Würden Menschen mit Downsyndrom nicht klar denken können, könnten sie z.B. nicht erfolgreich als Schauspieler arbeiten und das funktioniert bei vielen wunderbar.

Es wird allerdings unter den ach so gesunden Leuten immer auch die geben, die die Andersartigkeit anderer Menschen nicht akzeptieren wollen und damit nicht im Alltag konfrontiert werden wollen.

Ich habe mal im Fernsehen eine Dokumentation über einen jungen Mann mit Down Syndrom gesehen. Er hat ein eigenes Restaurant, das er auch selber leitet und so. Also gibt es das schon, dass jemand mit Down Syndrom ein "normales" Leben führt. Es gibt aber wahrscheinlich auch Menschen mit Down Syndrom, die in ihrer eigenen Welt leben und andere, die relativ "normal" sind, denn es gibt ja verschieden schwere Formen davon, also es ist bei allen Betroffenen etwas unterschiedlich.

Wieder die alte Frage: "Was ist "normal"???"

Es gibt verschiedene Ausprägungen, und es gibt eine Menge Menschen mit Down-Syndrom, die weitestgehend normal leben. Ich denke, viele würden für "nicht die hellsten", "ein bisschen kindlich/ verträumt" oder ähnliches durchgehen - wenn man ihnen die Behinderung nicht ansehen würde...

Und "klar denken" setzt keinen IQ von mindestens 120 voraus (oder auch "nur" mindestens 80) - es ist viel mehr die Fähigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden, zu kommunizieren, Probleme zu lösen usw. Ich wette, du hältst NICHT jeden für "dumm" oder "unnormal", der nicht in der Lage ist, ein kaputtes Fahrrad zu reparieren, ein Hemd zu bügeln oder ein Soufflee zu backen... Wenn ich dir z.B. sage, dass Menschen mit Down-Syndrom nicht mit Geld umgehen können - könntest du auch erst mal an all die "Gesunden" denken, die permanent pleite sind, Privatinsolvenz usw. Sind die "normal"?

In vielen Staaten ohne vergleichbares Sozialsystem gehen solche Menschen ganz normalen, einfachen Arbeiten nach - nicht in leitender Position, aber als zuverlässige Angestellte, die kein "fremdes" Geld und nur sehr wenig andere Unterstützung brauchen.

Und auch in Deutschland gibt es z.B. Restaurants, in denen Menschen mit Down-Syndrom kellnern, kochen und die Gäste begrüßen.

Ich denke, wenn wir Behinderte unvoreingenommen treffen würden, wäre es viel einfacher, Gemeinsamkeiten zu entdecken, statt, weil wir schon vorher über ihre Defizite informiert sind, gezielt danach zu suchen und unsere Einstellung, der andere sei "nicht vollwertig" zu bestätigen...

So wie jede Krankheit ist Down Syndrom bei jedem Menschen verschieden stark ausgeprägt, dh es gibt auch Menschen mit schwachen DS. Dennoch haben sie diese Behinderung (dennoch kenne ich einen, der sogar weiß, dass er behindert ist). Das mit der eigenen Welt würd ich nicht mal bestätigen, nur weil sie diese Einschränkung haben, heißt das nicht, dass sie in ihrer eigenen welt leben, sie nehmen die welt eben nun mal anders wahr. dennoch wie ich schon gesagt habe, gibt es verschiedene Stufen und Stärken der Behinderung.

Die meisten Menschen mit Behinderung wissen, dass sie behindert sind und die meisten gehen damit sehr selbstbewusst um. Das ist der Erfolg der Behindertenarbeit, die hier seit Jahrzehnten geleistet wird.

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Ich weiß nicht wie Leute mit Down-Syndrom denken, aber ich habe mal gehört, dass es sich manchmal größtenteils körperlich auswirkt. Gibt in den USA z.B einen Lehrer mit Down-Syndrom.

menschen mit down sind normale menschen, eine der vielen variationen....!

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